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    Westerwaldkreis

    Lange Trockenperiode: Korn hat keine gute Qualität

    Zwar ist der Regen der vergangenen drei Wochen mittlerweile bei den Wurzeln angekommen, doch die lange Trockenperiode im Frühsommer hinterlässt ihre Spuren insbesondere bei Weizen und Gerste. Für den Mais dagegen kam der Regen genau im richtigen Moment. Auch beim Grünland sei noch ein guter Schnitt zu erwarten, sagt Heribert Metternich, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und Landwirt in Arnshöfen.

    Zu trocken war das Frühjahr für Weizen und Gerste. Der Boden trocknete aus, sodass die Kornbildung gehemmt wurde.  Foto: Röder-Moldenhauer
    Zu trocken war das Frühjahr für Weizen und Gerste. Der Boden trocknete aus, sodass die Kornbildung gehemmt wurde.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Ähnliches melden die Ernteberichterstatter des statistischen Landesamts in Bad Ems, wonach im Vergleich zum Vorjahr nur eine unterschiedliche Getreideernte zu erwarten ist.

    "Der Regen Mitte Juli hat die Situation gerade noch entschärft, sodass zumindest der Mais ein sehr gutes Wachstum zeigt", erklärt Heribert Metternich. Der Boden habe die Feuchtigkeit aufgenommen, sodass aus derzeitiger Sicht auch beim Viehfutter keine eklatanten Engpässe zu erwarten sind, was jedoch abhängig vom Wetter bis zum Herbst sei. Metternich erklärt dies so: "Die Böden im Westerwald haben keine sehr hohe Mutterbodenschicht", in der Folge werde das Wasser bei anhaltender Trockenheit schnell aufgebraucht. Dies war in diesem Frühsommer der Fall, sodass das Korn der Sommergetreide wie Weizen und Gerste nicht so stark ausgebildet ist. "Die Kornfüllung hat vermindert stattgefunden", drückt es Metternich fachmännisch aus. Nach seinen Beobachtungen ist die Wetterlage im Frühjahr immer öfter sehr trocken. Früher sei die Niederschlagsmenge im Mai höher gewesen. In diesem Jahr zum Beispiel bekamen die Pflanzen während der Wachstumsphase nur ein Viertel der durchschnittlichen Niederschlagsmenge ab.

    Bislang war der Westerwald gut positioniert und konnte zum Beispiel regelmäßig eine hervorragende Qualität an Sommerbraugerste liefern. Doch die Wetterphänomene, wie die anhaltende Trockenheit in diesem Frühjahr, machen den Landwirten Sorgen. Nicht umsonst wurde die Wintergerste als Braugerste anerkannt. Wintergetreide schöpft aus der Feuchtigkeit der kalten Jahreszeit und kann deshalb Trockenperioden im Frühjahr besser kompensieren. Doch Metternich sieht diese Umstellung kritisch: "Sie hätte Auswirkungen auf die Fruchtfolge und die Kulturartenvielfalt." Für dieses Jahr geht er vorerst davon aus, dass "wir nicht ins dramatische Stadium kommen". Und grundsätzlich hält er es mit dem Spruch: "Die Sonne hat noch keinen Bauern aus dem Land geschienen." Will heißen: Zu große Nässe kann schlimmere Folgen haben.

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