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Selters

Lärmschutzwand in Selters: Schütz beugt sich Bürger-Protest

Es ist noch nicht lange her, als die Anlieger des Brautweges und der Luisenstraße in Selters vehement gegen die Expansionspläne der Firma Schütz gekämpft haben (unsere Zeitung berichtete). Nun scheint sich die Situation etwas entspannt zu haben. Zwar üben die Bürger noch immer Kritik, die Pläne – die ein wenig zugunsten der Anlieger geändert wurden – scheinen aber auf mehr Akzeptanz zu stoßen. In der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses hat Manfred Limbach vom Planungsbüro Dittrich die geplanten Änderungen vorgestellt.

Die Grundstücke der Anlieger im Brautweg liegen unmittelbar an der Firma Schütz. Lediglich eine provisorische Mauer trennt die Grundstücke vom Firmengelände. Künftig soll dort eine Schallschutzwand die Betonmauer ersetzen. Foto: Verena Hallermann
Die Grundstücke der Anlieger im Brautweg liegen unmittelbar an der Firma Schütz. Lediglich eine provisorische Mauer trennt die Grundstücke vom Firmengelände. Künftig soll dort eine Schallschutzwand die Betonmauer ersetzen.
Foto: Verena Hallermann

Zur Erinnerung: Die Firma Schütz plant ihr Firmengelände zu vergrößern. Konkret geht es um eine Erweiterung einer Halle. Dafür muss die Industriegebietsfläche geringfügig in Richtung der Häuser im Brautweg und in der Luisenstraße erweitert werden. Da das Firmengelände aber schon jetzt sehr nah an die Grundstücke der Anlieger reicht, ist der Widerstand groß. Nicht zuletzt, weil eine Schallschutzwand geplant ist. Zwar bringt diese gegenüber der jetzigen Betonmauer erhebliche Vorteile mit sich, was die Schallabsorption betrifft, die meterhohe Schallschutzwand soll aber näher an die Wohnhäuser reichen. Die Bürger fürchten, nur noch Beton zu sehen, wenn sie aus den Fenstern schauen. Die Firma Schütz hat reagiert und die Pläne zugunsten der Bürger leicht verändert.

Der Verlauf der Lärmschutzwand soll gegenüber den vorherigen Planungen verändert werden. Im westlichen und südlichen Bereich wird die Wand – unter anderem im Bereich des Wendehammers – weiter abgerückt. Laut Verwaltung ist das eine erhebliche Verbesserung der bisherigen Entwürfe. Lediglich im oberen Bereich gegenüber des Brautweges 12 sei es unerlässlich, die Lärmschutzwand sehr dicht entlang der Grundstücksgrenze zu ziehen. Denn die Firma Schütz benötigt eine Umfahrt um die zu erweiternde Halle. Doch auch hier soll die Wand ein wenig zurückversetzt werden. Rund 60 Zentimeter sollen künftig zwischen dem Bordstein des Brautweges und der 3,50 Meter hohen Wand liegen. Gewünscht war seitens der Bürger ein deutlicherer Abstand. Das ist laut Verwaltung planerisch aber nicht machbar. Die jetzige Rückversetzung der Schallschutzwand ist auch nur möglich, weil die Firma Schütz die Erweiterung ihrer Halle ein wenig geändert hat.

Unverändert wird die Schallschutzwand im Bereich der Luisenstraße ihre höchste Stelle haben. Dort muss die Schallschutzwand mit einer Höhe von 2,50 Metern noch auf die 5,47 Meter hohe Geländeanschüttung gebaut werden. „Aufgrund des Bewuchses wird man die Wand aber gar nicht mehr so sehen“, meint Limbach. Durch den neuen Verlauf der Lärmschutzwand ist mehr Platz für Bäume und Büsche. Die sollen langfristig die kahle, unschöne Wand verdecken. Zudem sollen bereits bestehende Bepflanzungen erhalten bleiben. Auch eine Wandbegrünung ist vorgesehen. Frank Birkhahn wohnt im Brautweg. Er forderte in der Sitzung, dass eine dichte Begrünung wünschenswert sei und dass die Pflanzen so gewählt werden, dass sie auch schnell und hochwachsen. Stadtbürgermeister Rolf Jung machte deutlich, dass die Anlieger hinsichtlich der Gestaltung der Wand noch Gelegenheit bekommen werden, mitzureden.

Die Bewohner haben insbesondere Bedenken wegen des Lärmes außerhalb der Halle, der unter anderem durch Lkws oder rufende Mitarbeiter verursacht wird, geäußert. Daraufhin hatte ein Schallgutachter eine Schallschutzwand vorgeschlagen und die Höhe von 3,50 Metern (oder teilweise 2,50 Metern) ermittelt. Seitens des Gutachters wurden Lärm-Emissionskontigente festgesetzt. Das heißt, dass ganz klar festgelegt wird, wie hoch die Lärmbelastung sein darf. Da die Stadt Selters zwar für den Bebauungsplan zuständig ist, nicht aber im nachfolgenden bau- und gewerbeaufsichtlichen Vollzug Befugnisse hat, wurde vorgesehen, die Lärmschutzwand im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages sicherzustellen. Dieser muss seitens des Stadtrates noch abschließend beschlossen werden. Die Kosten und die Pflege für die Schallschutzwand werden von der Firma Schütz getragen.

Von unserer Redakteurin Verena Hallermann

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