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    Westerwald/Rhein-Lahn

    Kurz vor der Uraufführung: "Franziskusmesse" erhält ihren Feinschliff

    Chorprojekte boomen. „Singen verbindet Menschen“, wirbt auch der Landeschorverband, und für manchen ist ein Projektchor der Einstieg in ein dauerhaftes sängerisches Engagement. Ein besonderes Projekt verfolgt der Landeschorverband derzeit mit der „Franziskusmesse“: Geschrieben von dem Altenkirchener Komponisten und Dirigenten Sven Hellinghausen anlässlich des 80. Geburtstags von Papst Franziskus (wir berichteten), wird sie von 110 Sängern und 65 Musikern des Landesmusikverbands einstudiert, um sie am 10. November im Petersdom aufzuführen.

    Foto: Volker Bewersdor

    Die Uraufführung der Messe wird bereits am Sonntag, 5. November, in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus in Vallendar stattfinden. Dort wird die „Franziskusmesse“ um Chor- und Orchestermusik etwa von Mozart, Bach und Reed ergänzt.

    Den letzten von nur drei gemeinsamen Probentagen haben die Sänger in der Diezer Karl-von-Ibell-Schule absolviert. Deren Turnhalle bot den nötigen Platz für 110 Sänger, die sich die Partitur ansonsten im Selbststudium einprägen müssen – ein anspruchsvolles Unterfangen mithilfe von Notenmaterial und Übungs-CDs. Von den Sängern der Messe kommen 7 aus dem Rhein-Lahn-Kreis, 18 aus dem Westerwaldkreis.

    Erst bei der Generalprobe am 4. November in Neuwied wird der Chor zusammen mit dem Orchester musizieren. Ein spannendes Unterfangen ist dies auch für die Projektmanager und Vizepräsidenten ihrer Verbände Tobias Hellman vom Chorverband und Hermann Josef Esser vom Landesmusikverband in Rheinland-Pfalz. „Es ist eine bislang einzigartige Kooperation unserer beiden Verbände. 65 Musiker und 110 Sängerinnen und Sänger werden am Nachmittag des 10. November im Petersdom in Rom die Papst Franziskus gewidmete Messe aufführen“, begeistern sich die beiden Projektmanager.

    Die Uraufführung der „Franziskusmesse“ am Sonntag, 5. November, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus in Vallendar ist eigentlich eine öffentliche Generalprobe – und erst das zweite Zusammentreffen von Chor und Orchester. Am Donnerstag, 9. November, werden Sänger und Musiker nach Rom reisen, wo sie am Freitag, 10. November, um 15 Uhr die „Franziskusmesse“ im Petersdom zu Gehör bringen. Am Samstag, 11. November, gibt das Ensemble um 21 Uhr zudem eine konzertante Aufführung der Messe in Sant'Ignazio di Loyola, der größten Kirche in Rom.
    Der Kartenvorverkauf für die Uraufführung in Vallendar hat begonnen, erhältlich sind die Tickets zu einem Preis von 10 Euro plus Vorverkaufsgebühr über die Internetseite des Landeschorverbands unter www.franziskusmesse.de

    Bewegungs-, Atem-, Artikulations- und Entspannungsübungen begleiten die Gesangsproben. Zwar ist die Zeit knapp, schließlich soll die Partitur am Probentag nicht nur komplett „durchgesungen“ werden – ein Durchgang der Messegesänge „Kyrie“, „Gloria“, „Sanctus“, „Benedictus“ und „Agnus Dei“ dauert kaum zwölf Minuten. Darüber hinaus bedürfen aber manche kniffligen Passagen und Einsätze des Feinschliffs. Zudem stehen die weiteren, für die Konzerte in Vallendar und in der römischen Kirche Sant’Ignazio di Loyola geplanten Stücke auf dem Probenplan. Doch um die Konzentration und nicht zuletzt die Freude an der Probenarbeit aufrechtzuerhalten, werden immer wieder unterhaltsame und hilfreiche Übungen eingeschoben.

    Die Arbeit mit den Sängern leisten die beiden erfahrenen Chorleiter des Chorverbandes, Michael Rinscheid und Mario Siry aus Großholbach, der neben zahlreichen Westerwälder Chören auch den Sonntagschor Rheinland-Pfalz leitet, der rund die Hälfte der Sänger der „Franziskusmesse“ stellt. Die andere Hälfte des Chores wurde gecastet, wobei die erste Audition genau neun Monate vor der Generalprobe in Berod bei Wallmerod stattfand. 53 Sänger waren zum Vorsingen in Berod angetreten. Juroren waren Rinscheid und Siry. Die Fachleute in Sachen Chorgesang hörten beim Gruppenvorsingen genau hin und bewerteten nicht nur das stimmliche Potenzial, sie legten auch Augenmerk darauf, wie intensiv sich die Bewerber auf das Casting vorbereitet hatten. Am Ende waren es in Berod 34 Sänger, deren Bewerbung in der Teilnahme an dem Chorprojekt mündete. „Ende vergangenen Jahres wurden den Bewerbern Auszüge aus der ,Franziskusmesse' zum Einstudieren zur Verfügung gestellt. Erste Aufgabe war es, sich mit dem Literaturauszug quasi als Autodidakt selbst auseinanderzusetzen“, schilderte Tobias Hellman das Prozedere.

    Das gesamte Projekt basiert auf Sven Hellinghausens Idee, eine Messe zu Ehren von Papst Franziskus zu komponieren. „Ich habe die fertige Partitur an den Vatikan gesendet, dort wurde die Messe in verschiedenen Instanzen geprüft, und man kam zum Schluss, dass die Messe im Petersdom aufgeführt werden kann“, berichtet Hellinghausen von den protokollarischen Hürden, die seine Komposition bereits genommen hatte, ehe die ersten Stimmen und Instrumentalisten gesucht werden konnten.

    Chorleiter Michael Rinscheid ergänzt: „Wir hoffen, dass der Papst dabei sein wird. Man hat uns bei der Prüfung der Komposition gesagt, dass Franziskus kommen wird.“

    Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

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