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Gemünden

Innenrenovierung der Stiftskirche Gemünden beginnt

In der Woche nach dem Konfirmationsgottesdienst am 11. Mai beginnt die Innenrenovierung der evangelischen Stiftskirche in Gemünden.

40 Jahre nach der letzten großen Renovierung von 1971 bis 1974 zeigen sich überall Schäden am Anstrich und Putz, die dringend fachmännisch behoben werden müssen.
40 Jahre nach der letzten großen Renovierung von 1971 bis 1974 zeigen sich überall Schäden am Anstrich und Putz, die dringend fachmännisch behoben werden müssen.
Foto: Röder-Moldenhauer

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

40 Jahre nach der letzten großen Renovierung von 1971 bis 1974 des Gotteshauses zeigen sich überall Schäden am Anstrich und Putz, die dringend fachmännisch behoben werden müssen. Die Gesamtkosten sind mit 317 250 Euro veranschlagt. "Wir hoffen, dass wir spätestens an Heiligabend wieder Gottesdienst in unserer renovierten Stiftskirche feiern können", gibt Pfarrer Axel Wengenroth zum Zeitplan an.

Für die rund 1700 Mitglieder zählende Gemeinde ist die Stiftskirche vor allem eine würdige Gottesdienststätte und zugleich ein wertvolles, unter Denkmalschutz stehendes Kulturdenkmal, das es zu erhalten gilt. Die Zeit drängt, wie Restauratorin Karen Keller (Köln) bei den Voruntersuchungen feststellte. Im oberen Bereich des Mittelschiffes ist der Neuputz aus dem Jahr 1970 stark gerissen und wurde daher bereits im Zuge der Voruntersuchungen entfernt. Seither liegt in diesem Bereich das Mauerwerk frei und wurde von der Restauratorin untersucht. Nach ihrer Einschätzung sind die mittelalterlichen Putze weitestgehend stabil und können überputzt werden. Der Putz des 15. Jahrhunderts weist vereinzelt Hohlstellen auf, die punktuell hinterfüllt werden müssen. Im Sockelbereich der Außenwände muss der zementhaltige Putz komplett entfernt und durch einen neuen Sockelputz ersetzt werden.

Vom Kirchenvorstand wurden mittlerweile der Maßnahmenumfang und der Finanzierungsplan beschlossen, der mit der Bauabteilung der Kirchenverwaltung und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt ist. Hauptumfang der Arbeiten wird die Sanierung des Putzes und der Neuanstrich der Wände sein. Die Farbgebung der Pfeiler, Fenstergewände und Gewölberippen soll gemäß Denkmalpflege dabei unverändert bleiben. Lediglich in den Querhäusern, dem Altarraum und im Chor sollen die Wände eine farbliche Veränderung erfahren. Die genaue Farbfassung wird im Laufe der Renovierung noch festgelegt. Die Begutachtung, Reinigung und Sicherung der mittelalterlichen Malereien durch eine Restauratorin ist ebenfalls vorgesehen.

Für all diese Arbeiten ist erneut die komplette Einrüstung der Kirche, die 879 als romanische Säulenbasilika errichtet wurde, erforderlich. Auch die Orgel muss wieder eingepackt werden, und im Zuge der Baumaßnahme sollen auch die Prospektpfeifen gereinigt werden.

Daneben sind Schreiner- und Elektroarbeiten erforderlich. „Auf jeden Fall soll die Beleuchtung im Altarraum, den Querhäusern und dem Chor durch neue Strahlerleisten verbessert werden", betont Pfarrer Axel Wengenroth. Offen ist noch, ob auch im Mittelschiff und den Seitenschiffen neue Lampen installiert werden sollen. Optimiert werden soll auch die Akustikanlage, die älteren Lautsprecher werden durch neue ersetzt.

„Wir hätten auch gerne einen neuen Altar", nennt der Pfarrer weitere Pläne. Allerdings habe das aus finanziellen Gründen nicht erste Priorität. Wahrscheinlich wird auch die Kanzel entfernt, dafür ein neues Lesepult und ein neues Taufbecken aufgestellt.

Schon jetzt ist ersichtlich, dass diese große Investition nicht die letzte Baumaßnahme an der Stiftskirche sein wird. In etwa zehn Jahren müsse die Dacheindeckung erneuert werden, schätzt Wengenroth. Momentan sei sie aber zum Glück noch sicher. Um all dies bezahlen zu können, baut die Gemeinde neben Spenden auch auf praktische Unterstützung der Gemeindemitglieder. Um Geld zu sparen, soll die Kirche in Eigenregie ausgeräumt und die Stühle und Bänke eingelagert werden.

Während der Renovierung der Stiftskirche finden die normalen Sonntagsgottesdienste im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses statt.

Die voraussichtlichen Kosten und die Finanzierung

Die Gesamtkosten der Renovierung sind auf 317 250 Euro veranschlagt. Dazu erhält die Kirchengemeinde eine Zuweisung der Landeskirche in Höhe von 202 300 Euro. Die Kirchengemeinde muss 114 950 Euro aus eigenen Mitteln finanzieren. Durch die Baumaßnahmen der letzten Jahre (Anbau Kindergarten, Außenrenovierung Kirche, Dachsanierung Gemeindehaus, Außenrenovierung Pfarrhaus und Gemeindebüro sowie Deckensanierung der Kirche) sind die Rücklagen der Kirchengemeinde stark dezimiert. Im Vorfeld der Innenrenovierung sind durch viele kleine und große Einzelspenden von Gemeindegliedern und durch Gottesdienstkollekten bereits rund 17 000 Euro eingegangen.

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