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Pottum/Hardt

Inklusion gab es schon im Wilden Westen

Im Rahmen eines Medienworkshops hat die Lebenshilfe Westerwald einen Kurzfilm im Westernstyle produziert.

Auf dem Pferdehof Rusert in Hardt verwandelte sich eine Boxengasse zur Kulisse für den Film der Lebenshilfe Westerwald.
Auf dem Pferdehof Rusert in Hardt verwandelte sich eine Boxengasse zur Kulisse für den Film der Lebenshilfe Westerwald.
Foto: römo

Die Besonderheit liegt darin, dass die Teilnehmer des Workshops unterschiedliche Beeinträchtigungen haben. An zwei Wochenenden hatte der Workshop die fertige Umsetzung eines kompletten Filmprojektes zum Ziel. Alle Teilnehmer hielten mit Abschluss stolz eine Kopie ihres eigenen Filmes in der Hand, gewannen viele neue Erkenntnisse über die Entstehungsprozesse in der Medienarbeit und legten ein gestärktes Selbstwertgefühl an den Tag. Gefördert wurde der Workshop von Aktion Mensch und Westerwald Bank. Als Dozenten vermittelten die Filmemacher Thomas Sonnenschein und Stefan Meißner anschaulich mit einer Prise Entertainment die wichtigsten Elemente zur Herstellung audiovisueller Medien. Dabei arbeiteten sie mit den Erzieherinnen Johanna Vogt und Selina Haferstock sowie dem Träger der Einrichtung Hand in Hand und gingen auf die Fähigkeiten und unterschiedlichen Entfaltungsmöglichkeiten der jeweiligen Teilnehmer ein.

Höhepunkt waren die Dreharbeiten auf dem Pferdehof Rusert in Hardt. Mit selbst gemalten Schildern wurde dort eine Boxengasse zur Westernstadt. Siegfried Rusert, Nadine Langner, Simone Dietz und Stefanie Sachs bereicherten die Kulisse zu Pferde. Im Film reitet ein Gringo (Moritz Schneider) allein in eine fremde Stadt und wird von den Einheimischen (unter anderem Jacqueline Engelhardt, Lisa Gecks und Kevin Metz) misstrauisch beäugt. Sheriff Joscha Millich verwehrt ihm gar grundlos den Zutritt zum Saloon. Als faul und dumm wird der Gringo (spanisch für Ausländer) verhöhnt. Dann wendet sich das Blatt: Revolverheld Alexander Krist fordert den Sheriff zum Duell. Dieser versteckt sich jedoch ängstlich. Nur der Gringo stellt sich dem Kampf. Geschäftstüchtig vermisst Undertaker Anna Blettenberg Gringos Konfektionsgröße für den Sarg. Im Showdown schießt Gringo dem Revolverhelden dann die Hose herunter. Gedemütigt räumt dieser das Feld. Peinlich berührt sind aber auch die Bewohner der Stadt: Als sie ihn hochleben lassen wollen, lässt der Gringo die Stadtbewohner spüren, dass er die Vorbehalte gegen ihn nicht vergessen hat. Beschämt müssen sie zusehen, wie er davonreitet, ehe er es sich für ein jubelndes Happy End mit einem lauten „Yeehah!“ anders überlegt. Die Tiefe der Thematik fördert den gestärkten Umgang mit Vorbehalten und die zwanglose Reflexion auf das eigene Ich.

Lehrreich war der Kursus nicht nur für die Teilnehmer. Ebenso nahmen die Praktikantinnen Jaqueline Da Silva, Yasemin Özdemir und Jana Brossmann ein Stück Medienkompetenz mit. Organisationsleiter Philipp Velte vom Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe zeigt sich beeindruckt vom Ergebnis dieses achten Medienworkshops: „Was Thomas Sonnenschein und Stefan Meißner da jedes Mal leisten, ist immer wieder erstaunlich.“ Aufgrund der positiven Resonanz soll die Reihe der Medienworkshops auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Die Lebenshilfe Westerwald besetzt übrigens kurzfristig eine Stelle im Rahmen eines FSJ/Bufdi.

Die Besonderheit liegt darin, dass die Teilnehmer des Workshops unterschiedliche Beeinträchtigungen haben. An zwei Wochenenden hatte der Workshop die fertige Umsetzung eines kompletten Filmprojektes zum Ziel. Alle Teilnehmer hielten mit Abschluss stolz eine Kopie ihres eigenen Filmes in der Hand, gewannen viele neue Erkenntnisse über die Entstehungsprozesse in der Medienarbeit und legten ein gestärktes Selbstwertgefühl an den Tag. Gefördert wurde der Workshop von der Aktion Mensch und der Westerwald Bank. Als Dozenten vermittelten die Filmemacher Thomas Sonnenschein und Stefan Meißner anschaulich mit einer Prise Entertainment die wichtigsten Elemente zur Herstellung audiovisueller Medien. Dabei arbeiteten sie mit den Erzieherinnen Johanna Vogt und Selina Haferstock sowie dem Träger der Einrichtung Hand in Hand und gingen auf die Fähigkeiten und unterschiedlichen Entfaltungsmöglichkeiten der jeweiligen Teilnehmer ein.

Höhepunkt waren die Dreharbeiten auf dem Pferdehof Rusert in Hardt. Mit selbst gemalten Schildern wurde dort eine Boxengasse zur Westernstadt. Siegfried Rusert, Nadine Langner, Simone Dietz und Stefanie Sachs bereicherten die Kulisse zu Pferde. Im Film reitet der Gringo (Moritz Schneider) allein in eine fremde Stadt und wird von den Einheimischen (unter anderem Jacqueline Engelhardt, Lisa Gecks und Kevin Metz) misstrauisch beäugt. Sheriff Joscha Millich verwehrt ihm gar grundlos den Zutritt zum Saloon. Als faul und dumm wird der Gringo (spanisch für Ausländer) verhöhnt. Dann wendet sich das Blatt: Revolverheld Alexander Krist fordert den Sheriff zum Duell. Dieser versteckt sich jedoch ängstlich. Nur der Gringo stellt sich dem Kampf. Geschäftstüchtig vermisst Undertaker Anna Blettenberg Gringos Konfektionsgröße für den Sarg.

Im Show Down schießt der Gringo dem Revolverhelden dann die Hose herunter. Gedemütigt räumt dieser das Feld. Peinlich berührt sind aber auch die Bewohner der Stadt: Als sie ihn hochleben lassen wollen, lässt der Gringo die Stadtbewohner spüren, dass er die Vorbehalte gegen ihn nicht vergessen hat. Beschämt müssen sie zusehen, wie er davonreitet, ehe er es sich für ein jubelndes Happy End mit einem lauten Yeehah anders überlegt. Die Tiefe der Thematik fördert den gestärkten Umgang mit Vorbehalten und die zwanglose Reflexion über das eigene Ich.

Lehrreich war der Kursus nicht nur für die Teilnehmer. Ebenso nahmen die Praktikanninen Jaqueline Da Silva, Yasemin Özdemir und Jana Brossmann ein Stück Medienkompetenz mit. Organisationsleiter Philipp Velte vom Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe zeigt sich beeindruckt vom Ergebnis dieses inzwischen 8. Medienworkshops: „Was Thomas Sonnenschein und Stefan Meißner da jedes Mal leisten, ist immer wieder erstaunlich.“ Aufgrund der positiven Resonanz soll die Reihe der Medienworkshops auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Die Lebenshilfe Westerwald besetzt übrigens kurzfristig eine Stelle im Rahmen eines FSJ oder Bufdi.

Wer ähnliche Aktionen unterstützen möchte, sollte sich schnell bewerben unter: philipp.velte@lebens hilfe-ww.de.

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