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Oberroßbach

In Oberroßbach wird ein neuer Ortsbürgermeister gewählt

Wenn am 12. Februar die Einwohner von Oberroßbach zur Wahlurne schreiten, geht für das Dorf im Hohen Westerwald eine Ära zu Ende: Hans-Jürgen Kramer, der am 3. Juni 1988 zum Ortsbürgermeister ernannt wurde, tritt zurück. Als Nachfolger bewirbt sich als einziger Kandidat der jetzige bisherige zweite Ortsbeigeordnete Gerhard Semmelrogge.

Gerhard Semmelrogge (links) kandidiert für das Amt des Ortsbürgermeisters von Oberroßbach. Hans-Jürgen Kramer, der seit 1988 dieses Ehrenamt innehat, bespricht mit ihm Details des Bebauungsplans "Niederfeld Oberroßbach-Hof". Das interkommunale Gewerbegebiet bietet der 350-Seelengemeinde weitere Entwicklungschancen.
Gerhard Semmelrogge (links) kandidiert für das Amt des Ortsbürgermeisters von Oberroßbach. Hans-Jürgen Kramer, der seit 1988 dieses Ehrenamt innehat, bespricht mit ihm Details des Bebauungsplans "Niederfeld Oberroßbach-Hof". Das interkommunale Gewerbegebiet bietet der 350-Seelengemeinde weitere Entwicklungschancen.
Foto: Röder-Moldenhauer

Oberroßbach – Wenn am 12. Februar die Einwohner von Oberroßbach zur Wahlurne schreiten, geht für das Dorf im Hohen Westerwald eine Ära zu Ende: Hans-Jürgen Kramer, der am 3. Juni 1988 zum Ortsbürgermeister ernannt wurde, tritt zurück. Als Nachfolger bewirbt sich als einziger Kandidat der jetzige bisherige zweite Ortsbeigeordnete Gerhard Semmelrogge.

Schon bei seinem Amtsantritt definierte Kramer seine Philosophie zum Thema Ehrenamt: Diese Ehre solle man nach dem 65. Lebensjahr Jüngeren überlassen. Da er im November 2011 dieses Alter erreicht hat, will er sich nun von dem Amt des Ortsbürgermeisters trennen. Seinen beruflichen Abschied hat der Bankkaufmann, der Leiter der Naspa Rennerod war, schon 2004 genommen.

Es sei eine gute Zeit gewesen, denn viele Projekte konnten umgesetzt werden, sagt Kramer über sein Ehrenamt. Dabei folgte er einem Motto, dass er beim Amtsantritt so formulierte: „Zum Wohle aller Bürger entscheiden. Das Allgemeininteresse geht vor dem Einzelinteresse.“ Damals fühlte er sich berufen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ein Vorsatz, den er erfolgreich verwirklichte.

„Ich hinterlasse eine finanzstarke Gemeindekasse und einen geordneten Gemeindehaushalt. Die Rücklagen der Gemeinde haben sich während meiner Ortsbürgermeisterzeit trotz erheblicher Investitionen deutlich erhöht“, zieht Kramer Bilanz und begründet: „Meine Devise bei Gemeindeinvestitionen war stets, nur dann zu investieren, wenn nur überschaubare Folgekosten entstehen.“ Auch für die Zukunft ist vorgesorgt, denn mit dem interkommunalen Gewerbegebiet „Niederfeld Oberroßbach-Hof“ ist eine gute Grundlage für künftige zusätzliche Einnahmen gelegt worden. Im März 2011 wurde der Bebauungsplan als Satzung beschlossen. So kann Kramer mit gutem Gewissen „seinen Hut nehmen“ und sagen: „Meiner Gemeinde wünsche ich, dass der künftige Orstbürgermeister gemeinsam mit dem Ortsgemeinderat die Geschicke von Oberroßbach auch weiterhin erfolgreich leitet.“

Mehrere Dinge haben Kramer und der Kandidat für seine Nachfolge, Gerhard Semmelrogge, schon gemeinsam: Sie gehören beide keiner Partei an, sind verheiratet und haben beide drei Kinder, auch die Religionszugehörigkeit – evangelisch – verbindet sie. Während Kramer viele Ehrenämter hatte und auch heute noch passives Mitglied in der Feuerwehr ist, ist Semmelrogge aus Zeitgründen in keinem Verein. „Ich bin beruflich sehr eingespannt. Deshalb habe ich mir die Kandidatur gemeinsam mit meiner Familie auch sehr genau überlegt“, betont er. „Wenn man ein Oberroßbacher Junge ist, reizt einen das“, sagt er und erzählt, dass er so auch schon in die Kommunalpolitik gekommen ist. Er habe sich selbst beworben und aufstellen lassen. Dass das eine richtige Entscheidung war, zeigte das gute Wahlergebnis.
„Ich brauche einen Ausgleich und kann mich am besten bei einer ehrenamtlichen Arbeit zu Hause entspannen, die mit meiner beruflichen Tätigkeit nichts zu tun hat“, begründet Semmelrogge weiter.

Der 51-Jährige ist als Fertigungsleiter bei der Firma Selzer Driedorf tätig und trägt derzeit die Verantwortung für 120 Mitarbeiter. Sein Motto lautet: „Verlange von einem anderen nicht mehr, als Du selbst zu geben bereit ist.“

Für die Ortsgemeinde sieht er als wichtigstes Anliegen in diesem Jahr den Ausbau der Straße Birkenweg (II. Abschnitt) an. Darüber hinaus ist das interkommunale Gewerbegebiet eine zukunftsweisende Aufgabe, deren Umsetzung jetzt ansteht. „Wenn es der Gemeinde gelingt, gestärkt aus dem Vorhaben Gewerbegebiet herauszugehen, könnten weitere Projekte verwirklicht werden“, sagt der Kandidat. So wäre es beispielsweise schön, wenn der Fahrradweg nach Zehnhausen gebaut werden könnte. Von unserer Mitarbeiterin Angela Baumeier

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