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    Hachenburg

    Holifest: Hunderte fallen in Hachenburg in den Farbrausch

    "Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider...", und nicht nur die, denn das pigmentierte Maismehl dringt in die kleinste Pore. Wölkchen in Pink, Gelb, Türkis und Blau stieben über das Festgelände in Hachenburg, und senken sich auf die hell gekleideten Partygänger. So war das Holifestival – mit den besten Eindrücken aus Instagram von Teilnehmern.

    Aus Indien ist das Holifest zu uns herüber geschwappt, dort hat das Fest einen religiösen Hintergrund. In Hachenburg feierten nun Hunderte ausgelassen im Farbrausch. Foto: Röder-Moldenhauer
    Aus Indien ist das Holifest zu uns herüber geschwappt, dort hat das Fest einen religiösen Hintergrund. In Hachenburg feierten nun Hunderte ausgelassen im Farbrausch.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde

    Farbpuderbeutel sind die Hauptsache bei dem aus Indien kommenden Holifest. "Gesichtspuder - auch zum in die Luft werfen und gegenseitigem Einfärben", steht auf den Beuteln. Und genau das tun die jungen Leute jetzt. Zwischen 16 und 26 ist die Hauptaltersklasse, überwiegend weiblich. Sie bestäuben sich gegenseitig mit der Farbe, einige zaghaft andere übermütig.

     

    Die Szenerie wird zunehmend bunter, die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen. Welche Gottheit auch immer bei den Hindus für das Wetter zuständig ist, sie zeigt sich geneigt. Die Sonne bestrahlt das farbenprächtige Spektakel.

    Eine Gruppe junger Männer spielt "Stein, Papier, Schere", um zu ermitteln wer die erste Farbdusche abbekommt. Kurze Zeit später verschwindet der Verlierer unter Gejohle in einer Wolke. Als sich der Pulverdampf verflüchtigt, steht er kanariengelb und lachend da. Den größten Teil der Munition verwahren alle bis zum ersten kollektiven Farbwurf, der stündlich mit einem Countdown eingezählt wird.

    Gegen 15 Uhr drängen sich die 1700 Festivalbesucher vor der Bühne. Die Veranstalter Valentin Herfel und Benjamin Goldberg-Steup werfen Gratisfarbbeutel in die Menge. Dann ist es soweit. Der Himmel verfinstert sich wie nach einem Vulkanausbruch, die Sicht ist gleich null, das Atmen fällt schwer. Als sich der "Fallout" gelegt hat bietet sich ein grotesker Anblick: Als ob ein expressionistischer Maler eine ekstatische Massenszene gestaltet hätte. Surrealistisch verfremdete Menschen mit dicken Farbschichten in Haar und Gesicht, auf der Haut und auf der Kleidung zucken zum Beat der Technomusik, reißen die Arme hoch.

    Große Luftballons tanzen über den Köpfen der Raver, einige fabrizieren Seifenblasen, Pappteller dienen als Frisbeescheiben. Lara, Michelle und Kathrin aus Höhn verlassen das Festivalgelände am frühen Abend. Zerzaust wie erschöpfte Papageien sehen sie aus. Sie hätten viel Spaß gehabt, auch wenn Techno nicht ihre Musikrichtung sei, verkünden sie heiser. Den Eintrittspreis von 15 Euro inklusive dreier Farbbeutel fanden sie angemessen, die Getränkepreise hätten den Geldbeutel der Jugendlichen etwas strapaziert, kritisieren sie die Preispolitik der Veranstalter. Jetzt zieht es sie auf die heimische Waldkirmes, um den Farbstaub herunterzuspülen. Entfärben und umziehen werden sie sich vorher nicht.

    Farbenfroh, fröhlich und friedlich geht das Fest gegen 22 Uhr zu Ende. Abgesehen von einigen Augenspülungen hatte das Rote Kreuz nicht viel zu tun. Dank der Shuttlebusse zu den Hauptparkplätzen Hachenburgs gab es kein Verkehrschaos. 

    Mehr Impressionen - die besten Eindrücke aus Instagram:

    Von der Farbenpracht wenig zu sehen war auf dem Festivalgelände nach Abschluss  der Party - da sah es nach Müll aus.

    Veranstalter Herfel äußerte sich zufrieden über den Verlauf des ersten Farbfestivals im Westerwald. Eine Fortsetzung schließt er nicht aus.

    Montabaur Hachenburg
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