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    Westerwaldkreis

    Händler nehmen die Herausforderung an

    Der heimische Einzelhandel will sich nicht von der Internetkonkurrenz "unterbuttern" lassen. Das zieht sich wie ein "roter Faden" durch die Reaktionen der Werbegemeinschaften und Standortinitiativen auf die Rundfrage unserer Zeitung. Als Voraussetzung für einen attraktiven Einzelhandel sieht Andreas Giehl, Vorstand der Werbegemeinschaft Bad Marienberg, dass alle vor Ort beteiligten Akteure gemeinsame Anstrengungen unternehmen müssten.

    Von unserem Chefreporter Markus Kratzer

    Dabei sieht er die Geschäftsleute, Immobilienbesitzer und Kommunen in der Pflicht. Konkret fordert er eine "Rückbesinnung von der so genannten grünen Wiese zur lebendigen Innenstadt an: "Der Endverbraucher sollte sensibilisiert werden, wie sein Lebensumfeld aussehen würde, wenn wir nur noch leblose Innenstädte ohne kulturelles Leben vorfinden würden", spricht er noch einen weiteren Punkt an. Das Vordringen des Onlinehandels ist auch in der Kurstadt "in fast allen Bereichen des Einzelhandels" spürbar. Giehl sieht das vor allem in Branchen, "die über eine hohe Marktdichte verfügen, etwa die Unterhaltungs-, Computer und Telekommunikation". Auch in Bad Marienberg kommt es vor, dass "gut informierte Kunden letzte Kaufunsicherheiten vor Ort ausräumen". Dabei spielt, so die Erfahrungen der Werbegemeinschaft, nicht selten das Geld die entscheidende Rolle. "Der auch noch so kleine Preisvorteil gegenüber dem Einzelhandel vor Ort wird genutzt", zieht Giehl ein eher ernüchterndes Fazit.

    Eine Erfahrung, die sich auch mit der vieler Geschäftsleute in Wirges deckt. "Hier werden zeitintensive Beratungen in Anspruch genommen, der Kauf geschieht dann aber via Internet oder zu Aktionspreisen bei der überregional tätigen Konkurrenz, weiß Bernd Steinebach zu berichten, Vorstand von "Für Sie aktiv" der Verbandsgemeinde Wirges. Auch in der Stadt und den umliegenden Ortschaften geraten Einzelhänder durch die Online-Konkurrenz "massiv unter Druck". Steinebach stellt dieses Phänomen vor allem bei Produkten fest, "deren Vertrieb nicht an eine individualisierte, handwerkliche oder technische Nachbereitung gekoppelt ist". Ein probates Mittel, dagegen anzugehen, ist in seinen Augen eine intensivere Beratung. "Auch wäre sicherlich das Angebot spezieller Nischenprodukte hilfreich, die wiederum eine entsprechende und besondere Beratungs- und Serviceleistung erfordern", zeigt er einen möglichen Lösungsweg auf. Doch auch Steinebach sieht angesichts einer "ungenügenden Parkplatzsituation" sowie einer "eingeschränkten städtebaulichen Attraktivität" die Kommune in der Pflicht, die Situation des Einzelhandels zu verbessern.

    "Service, Beratung, Kommunikation und Zusammenhalt der Geschäfte" - dieser Vierklang ist für Inge Schmidt, Vorsitzende des Gewerbevereins Höhr-Grenzhausen das Rezept, um sich erfolgreich gegen den wachsenden Druck aus dem Netz zur Wehr zu setzen und das Vertrauen der Kunden (wieder) zu gewinnen. Nach ihren Erfahrungen vor Ort sind es Kosmetika, Bücher und Textilien, die zunehmend im Netz gekauft werden. Auch sie streitet nicht ab, dass ein möglicher preislicher Vorteil die Kunden animiert, online zu bestellen: "Das kommt schon vor, dass die Leute im Netz kaufen, weil es dort zwei Euro billiger ist."

    Doch auch in Höhr-Grenzhausen kämpft die Geschäftswelt mit weiteren Problemen. Laut Inge Schmidt hat ein zunehmender Leerstand das Sortiment, das es vor Ort zu kaufen gibt, deutlich eingeschränkt. Auch die räumliche Nähe zum Oberzentrum Koblenz und das dort viel breitere Angebot spielt für sie eine Rolle. Dabei appelliert sie an die Kunden, den heimischen Geschäften einfach einmal einen Besuch abzustatten. "Früher gab es diese Hemmschwelle oder das Gefühl, man müsse etwas kaufen, wenn man in einen Laden geht. Das sollte heute keine Rolle mehr spielen."

    "Kauf lokal": Prominente stärken den heimischen EinzelhandelWesterwald: Heimischer Einzelhandel will sich gegen Internetanbieter behauptenDownload: Fragebogen ausfüllen und abschickenDer Fragebogen zu "Kauf lokal": Tolle Preise winken Boutique-Chefin in Höhr-Grenzhausen hat ihren Weg gefunden weitere Links
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