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    Höhr-Grenzhausen

    Grau-Blau begeistert: Ein Nordlicht stiehlt den Wäller Jecken die Show

    Weil es bis zum Start des Straßenkarnevals noch ein wenig dauert, schunkeln sich die Wäller derzeit in den Sitzungssälen warm. Begehrt waren in diesem Jahr auch die Karten für die Kappensitzungen von Grau-Blau in Höhr-Grenzhausen.

    Fünf Termine bis Schwerdonnerstag, allesamt bereits restlos ausverkauft. Wer wie jetzt am Wochenende dabei sein durfte, wusste warum. Schon der Start lieferte einen humoristischen Paukenschlag. Statt eines Elferrates aus Fleisch und Blut bekam es das Saalpublikum zunächst mit einer aufwendigen Videoprojektion zu tun, die anmutete, als hätte jemand aus Versehen die Aufführungsgeschwindigkeit der Sitzung erhöht. Ergebnis war ein irrwitziges Sammelsurium vertrauter Floskeln („wunderbar“, „Tradition", „großer Dirigent“, „Rakete“) und Sitzungsmomente, im Eiltempo aneinandergereiht, überzeichnet dargeboten. „So, und jetzt die nächsten fünf Stunden den ganzen Rotz noch einmal“, grüßte am Ende Sitzungspräsident Andre Geilen mit zwinkerndem Auge, während bei den Narren bereits die ersten Tränen vor Lachen kullerten.

    Auch das echte Programm war stark besetzt: Ein viel beklatschtes Debüt als Redner erlebte Ove Jensen. Das Elferratsmitglied mit plattdeutschen Sprachwurzeln trat samt Wikingerhornkappe auf die Bühne und stellte sich als „norddeutscher Asylant zur Förderung der rheinischen Integration“, kurz: Nafri, vor. Da es den Professor der WHU in Vallendar insbesondere wegen der Arbeit in das Kannenbäckerland verschlagen habe, dürfe man ihn aber ruhig auch als Wirtschaftsflüchtling betiteln.

    Als Neuling im Karneval hätte ihn die eine oder andere Tradition anfangs allerdings doch ein wenig aufgeschreckt: „Wenn Massen von Leuten in Veranstaltungssälen zu lauten Parolen ihren rechten Arm heben, könnte man als Außenstehender ja schon einmal irritiert sein.“ Das saß. Weil sich das Nordlicht anschließend auch als Sänger teuer verkaufte, bleibt zu hoffen, dass Jensen dem Höhr-Grenzhäuser Karneval auch in Zukunft erhalten bleibt.

    In Sachen Comedy ebenfalls wieder mit an Bord, oder besser: pöbelnd am Beckenrand unterwegs, war Natascha Beyer alias Mechthild Bechthild. Die Mutter des diesjährigen Kinderprinzen klagte ihr alltägliches Leid inmitten von falsch verstandenem Körperkult, Badekapp und nervigen „Alpha-Kevins“. Eine verführerische Burlesque-Nummer, angelehnt an den gleichnamigen Musicalfilm mit Christina Aguilera, bot nach der Halbzeitpause das Grau-Blau-Ballett (Trainer: Stephan Haas), das in wechselnden Formationen, mal in rot-schwarzen Miederkostümen, mal in kurzen Glitzeroutfits, über die Bühne wirbelte. Höhepunkt der schillernden Showtanznummer: ein Lift, der eine Tänzerin in großer Pose von der Decke einschweben ließ.

    Für ein herzliches Wiedersehen sorgte der Einmarsch der Seeräuberschar unter der Führung des Höhr-Grenzhäuser Prinzenpaares Roman und Andrea, war die Prinzessin doch einst die Trainerin von Sitzungspräsident Geilen, als dieser noch in der Ranzengarde Grün-Gelb tanzte. Letzterer war es auch, der die Sitzung kurz nach Mitternacht mit einer liebevollen Hommage an den Nachwuchsverein, der in diesem Jahr 4 x 11-jähriges Jubiläum feiert, schloss: In Grün und Gelb gekleidet und mit Unterstützung der Grau-Blauen-Engel Melanie Gisch, Sandra Gebauer und Sylvia Staudt stimmte er den Song „Wir wollten nie erwachsen sein“ an.

    Von unserem Reporter Martin Boldt

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