40.000
Aus unserem Archiv
Willmenrod

Gemeinsames Gärtnern auch für Anfänger

Im Dornröschenschlaf lag viele Jahre ein rund 5600 Quadratmeter großes Grundstück in Willmenrod, das einst vom örtlichen Obstbauverein bewirtschaftet wurde. Bis es von Thomas Lutz und Regina Karrenbauer für die Initiative „Westerwald im Wandel" (die WZ berichtete) entdeckt wurde. 2011 bildete sich eine Gartengruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat, gemeinsam das Grundstück nach den Regeln des biologischen Anbaus und den Permakultur-Grundsätzen zu bewirtschaften, wobei ein Teil davon naturbelassen bleiben soll.

„Das Grundstück ist darüber hinaus auch ein Treffpunkt für alle Mitglieder der Initiative", betont Edeltraud Gecks und erzählt von den schönen Sommerfesten, die dort schon gefeiert wurden. Das Miteinander ist ein wichtiger Grundsatz der Initiative, die sich dem Wandel im Westerwald verschrieben hat. „Wir fangen einfach schon mal an mit der regionalen Selbstversorgung. Wir gestalten unseren Garten, produzieren Nahrungsmittel auf natürliche Weise vor Ort, knüpfen ein Netzwerk von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen", erläutert Karrenbauer. Ein Bauwagen bietet bis zu zwölf Personen Platz, um die nächsten Projekte für den Garten zu besprechen, zu plaudern und zu fachsimpeln, aber ebenso um miteinander Tee oder Kaffee zu trinken, Dinge zu tauschen oder zu verschenken. Die Gartengruppe vereint Menschen im Alter von 30 bis 60 Jahren. „Permakultur heißt für uns, dass wir die Erfahrung machen, wie mit einfachen Mitteln – ohne Mineraldünger oder Chemie, sondern unter Beachtung der natürlichen Bedingungen – ein Wiesen- in ein Gartengrundstück umgestaltet werden kann", erläutert Gecks. Gemeinsam wurde zunächst das abgestorbene Unterholz auf dem Grundstück gesammelt und eine Benjeshecke (Totholzhecke) aufgeschichtet. Die Gruppe legte Gemüsebeete, eine Kräuterspirale und zwei gemütliche Sitzecken an. Sie pflanzte eine Himbeerhecke, drei Esskastanienbäume und zwei Aprikosenbäume. Mehrmals im Jahr wird die Wiese mit der Sense gemäht. Mit dem Grasschnitt werden die Flächen abgedeckt, die im folgenden Jahr als Beete genutzt werden sollen. „Bis zum nächsten Frühjahr bildet sich die Grasnarbe zurück und wir können die Beete bepflanzen", erläutert Karrenbauer. Natürlich freut sich die Gartengruppe über jede weitere helfende Hand. Mitmachen kann jeder, der gemeinsam mit anderen gärtnern und ernten will, Sämereien und Jungpflanzen tauschen oder als Gartenanfänger Tipps und Infos erhalten möchte. Kontakt: Edeltraud Gecks, Telefon 02661/2610.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

Weitere Informationen zur Gartengruppe unter www.westerwaldimwandel.de. Weitere Fotos stehen unter www.rhein-zeitung.de/westerwald

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Dienstag

2°C - 15°C
Mittwoch

3°C - 18°C
Donnerstag

6°C - 21°C
Freitag

7°C - 18°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.