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Montabaur

Gebäude im Herzen von Montabaur: Rätselraten um Sanierung des Hisgen-Hauses

In Montabaur wartet man weiterhin vergeblich auf eine Sanierung des Hisgen-Hauses am Konrad-Adenauer-Platz. Schon vor anderthalb Jahren hatte die Firma Gipam (German Investment Portfolio Asset Management) aus Düsseldorf angekündigt, die oberen Etagen zu einem Mehrfamilienhaus mit 30 kleinen Mietwohnungen umzubauen und die Fassade zu erneuern. Doch obwohl es seit Monaten eine gültige Baugenehmigung gibt, ist bislang nichts passiert. Selbst im Montabaurer Rathaus weiß man nicht, wie es mit dem Gebäude im Herzen der Stadt weitergehen soll. Die Vertreter der Eigentümergesellschaft sind für die Verwaltung derzeit nicht zu erreichen und antworten auch nicht auf Presseanfragen. Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland geht deshalb nicht mehr davon aus, dass Gipam die angekündigte Sanierung wirklich umsetzen wird.

Das ehemalige Kaufhaus Hisgen in Montabaur steht weitgehend leer. Die Sanierung durch die Firma Gipam lässt weiter auf sich warten. Foto: Thorsten Ferdinand
Das ehemalige Kaufhaus Hisgen in Montabaur steht weitgehend leer. Die Sanierung durch die Firma Gipam lässt weiter auf sich warten.
Foto: Thorsten Ferdinand

Der Zustand des 50 Jahre alten Gebäudes ist vielen Menschen schon länger ein Dorn im Auge. Erst kürzlich machte eine Einwohnerin der Kreisstadt ihrem Ärger Luft. Wie es denn nun mit dem ehemaligen Bekleidungshaus weitergehe und wann endlich mit einem Baubeginn zu rechnen sei, wollte sie vom Stadtrat wissen. Doch die Stadtbürgermeisterin konnte diese Anfrage nur mit Schulterzucken beantworten. Aus Sicht der Kommune könne die Sanierung jederzeit beginnen, sagte Gabi Wieland. Derzeit gebe es aber keinerlei Anzeichen, dass damit zeitnah zu rechnen sei, ergänzte sie. Die Stadt könne die Eigentümergesellschaft leider nicht zwingen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, sagte Wieland. Gipam habe lediglich eine Verkehrssicherungspflicht. Heißt im Klartext: So lange von dem Bauwerk keine Gefahr ausgeht, sind der Stadt die Hände gebunden.

Dabei erschienen die im Herbst 2016 vorgestellten Sanierungspläne schon recht konkret. Seitdem wirbt die Firma Gipam sogar auf ihrer Homepage für das Objekt. Dort heißt es noch immer, das Gebäude werde ab Januar 2017 revitalisiert. Eine Grafik zeigt sogar, wie das Hisgen-Haus nach dem Umbau aussehen soll. Doch der Eintrag wurde offensichtlich seit mehr als einem Jahr nicht mehr aktualisiert, und passiert ist seitdem auch nichts. Die Ladenflächen im Erdgeschoss werden zwar weiterhin teilweise genutzt. Die ehemaligen Pfennigpfeiffer-Geschäftsräume stehen jedoch leer, und auch in den oberen Etagen findet bislang nichts statt.

Dem Vernehmen nach bietet die Firma Gipam das Objekt inzwischen über ein Maklerbüro zum Kauf an. Noch vor zwei Jahren hatten die Eigentümer allerdings ein Angebot der Verbandsgemeinde Montabaur abgelehnt, die das Gebäude kaufen und abreißen wollte, um Platz für ein neues Rathaus zu schaffen. Diese Pläne sind mittlerweile vom Tisch: Die Verbandsgemeinde hat ein Grundstück am Steinweg erworben und wird dort ihr Verwaltungsgebäude errichten. Die Chance, im Zuge dieses Projekts den Konrad-Adenauer-Platz neu zu ordnen, besteht also nicht mehr. Derzeit droht dem zentral gelegenen Stadtplatz ein Schattendasein, wenn in Zukunft die Verwaltung an den Steinweg umzieht und das Hisgen-Haus weiter zu großen Teilen leerstehen sollte.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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