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Montabaur

Eschelbach fordert Platz zurück: Neubau eines Bauhofs nun doch denkbar

Thorsten Ferdinand

Die Stadt Montabaur wird in naher Zukunft möglicherweise eine neue Zentrale für ihren Bauhof inklusive Lagerplatz errichten. Das jedenfalls empfiehlt Markus Kuch von der Bau- und Grünflächenverwaltung im Montabaurer Rathaus, nachdem zuvor ein längerer Verbleib des provisorischen Lagerplatzes in Eschelbach diskutiert worden war (unsere Zeitung berichtete).

Der Lagerplatz des Montabaurer Bauhofs in Eschelbach war ursprünglich nur als Provisorium gedacht. Nun muss zügig geklärt werden, was aus dem Lager werden soll.  Foto: Thorsten Ferdinand
Der Lagerplatz des Montabaurer Bauhofs in Eschelbach war ursprünglich nur als Provisorium gedacht. Nun muss zügig geklärt werden, was aus dem Lager werden soll.
Foto: Thorsten Ferdinand

Der alte Sportplatz in Eschelbach ist nach Kuchs Einschätzung nicht ohne Weiteres als dauerhaftes Lager geeignet, da keine ausreichenden Ver- und Entsorgungsleitungen existieren und einige Materialien wie zum Beispiel Streusalz dort gar nicht gelagert werden dürfen. Der Stadtrat muss nun allerdings relativ schnell entscheiden, was aus dem Lagerplatz werden soll. Denn beim Einrichten des provisorischen Lagers vor sechs Jahren wurde dem Eschelbacher Sportverein zugesichert, dass auf dem Platz im Jahr 2019 das 100-jährige Vereinsbestehen gefeiert werden kann. Zuletzt hatte Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland die Frage aufgeworfen, ob man den alten Sportplatz nicht doch längerfristig als Bauhoflager nutzen und dem Sportverein einen finanziellen Zuschuss gewähren könnte, damit die Jubiläumsfeier an einem anderen Ort durchgeführt werden kann.

Bei einer Anhörung der zuständigen Fachabteilung und des Bauhofs in den Ausschüssen der Stadt wurde nun allerdings deutlich, dass diese Variante die Lagerproblematik langfristig nicht lösen würde. Das etwa 5000 Quadratmeter große Lager habe nicht etwa alle anderen Bauhoflager in Montabaur ersetzt, wie es in einer früheren Sitzung geheißen habe, sagte Kuch. Es gebe beispielsweise noch immer die Lager in der Jupiter- und der Odenwaldstraße sowie den Hauptsitz an der Eichwiese, erklärte der Fachmann. Die Materialien seien weiter auf insgesamt sieben Standorte verteilt, von denen das Lager in Eschelbach am größten ist. Sechs kleinere Lager habe man dank des Eschelbacher Platzes allerdings schließen können.

Kuch sprach sich dafür aus, einen neuen Bauhof zu errichten, damit das Ziel der Zusammenlegung von Lagerflächen endlich umgesetzt werden kann. Noch immer müssen die Mitarbeiter des Bauhofs zahlreiche Fahrten pro Tag erledigen, um das Arbeitsmaterial von unterschiedlichen Lagerplätzen zu holen. Weiterhin drohen auch am Standort Eichwiese Platzprobleme, da die Feuerwehr wohl mehr Platz brauchen wird. Eine dauerhafte Zusammenlegung der Montabaurer und der Eschelbacher Wehr ist angedacht. Die Verbandsgemeinde Montabaur würde in diesem Fall gerne die Räume des Bauhofs an der Eichwiese übernehmen, hieß es. Nicht zuletzt fordern auch die Eschelbacher Bürger, dass der alte Sportplatz wieder geräumt wird, wie es der Stadtrat ursprünglich beschlossen hatte. Ortsvorsteher Joachim Gerlach betonte, dass der Platz von mehreren Vereinen für Feierlichkeiten benötigt werde. Es gehe nicht nur um das Jubiläum des Sportvereins. „Die Zusage, die einst gegeben wurde, sollte tunlichst eingehalten werden, damit die Eschelbacher noch Vertrauen in die Gremien der Stadt haben“, sagte der Ortsvorsteher des Stadtteils. Gabi Wieland hingegen entgegnete, es sei bislang keine verbindliche Zusage erfolgt, dass der Lagerplatz geräumt werden müsse. Das Votum im Stadtrat sei seinerzeit nicht eindeutig gewesen, auch wenn man es in Eschelbach möglicherweise so verstanden habe, meinte die Stadtchefin.

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen neuen Bauhof dürfte indes nicht einfach werden. Es müsste noch deutlich größer sein als der alte Sportplatz in Eschelbach, damit dort tatsächlich die Zentrale und die Lagerplätze zusammengeführt werden könnten. Außerdem wäre eine relativ zentrale Lage wünschenswert, damit der Bauhof künftig keine deutlich längeren Anfahrtswege hat, hieß es in den Ausschüssen.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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