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Wirges

Ensemble wurde vor 40 Jahren gegründet: Konzertchor Wirges feiert "Geburtstage"

Der Konzertchor Wirges freut sich in diesem Jahr gleich auf zwei „Geburtstage“: Zum einen kann das Ensemble auf eine 40-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken, und zum anderen feiert Burkhard A. Schmitt ein Jubiläum. Er steht seit 25 Jahren dem Konzertchor Wirges als künstlerischer Leiter vor. Da ist es selbstverständlich, dass zur Feier dieser Ereignisse bei dem Konzertchor, der immer wieder besondere musikalische Herausforderungen sucht, die Musik und der Gesang ganz im Vordergrund stehen.

In der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur hat der Konzertchor Wirges im vergangenen Jahr mit dem „Requiem“ von Mozart überzeugt.  Fotos: Hans-Peter Metternich
In der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur hat der Konzertchor Wirges im vergangenen Jahr mit dem „Requiem“ von Mozart überzeugt. Fotos: Hans-Peter Metternich
Foto: hpm

Der musikalische Auftakt des Festjahres findet am Sonntag, 25. Februar, in der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Höhr-Grenzhausen statt. Dort wird der Konzertchor Wirges gemeinsam mit dem Konzertchor Lippstadt und den Bergischen Symphonikern das abendfüllende und atmosphärisch dichte Requiem opus 89 in b-Moll des tschechischen Komponisten Antonin Dvorák aufführen. Ein Werk, das allen Mitwirkenden höchste Konzentration abverlangen und den Zuhörern ein unvergessliches Klangerlebnis bereiten wird. Als Solisten wirken Camilla Nylund (Sopran), Monica Mascus (Alt), Anton Saris (Tenor) und Peter Lobert (Bass) mit.

Burkhard Schmitt ist seit 25 Jahren engagierter künstlerischer Leiter des Konzertchores Wirges.
Burkhard Schmitt ist seit 25 Jahren engagierter künstlerischer Leiter des Konzertchores Wirges.
Foto: hpm

Mit dem Requiem des großen böhmischen Komponisten Antonin Dvorák setzt der Konzertchor Wirges mit seinem künstlerischen Leiter Burkhard Schmitt die Reihe der Aufführung bedeutender Chorwerke fort. Neben den Totenmesse-Vertonungen von Brahms, Mozart und Verdi zählt dieses Werk zu den bedeutendsten überhaupt. Die sehr persönliche, von leuchtenden Aufhellungen unterbrochene, zum Teil düstere Tonsprache zieht den Hörer von Beginn an in ihren Bann. Von seinem Umfang her ist das Requiem nicht für den Gebrauch im Gottesdienst, sondern für den Konzertsaal bestimmt. Es beruht auf dem kanonischen Text der katholischen Totenmesse und bewegt sich zwischen stiller Andacht und religiöser Ekstase. Dabei spielen tiefe Töne wie von einer Bassklarinette oder einem Englischhorn und einem vierstimmigen Männerchor eine besondere Rolle.

Das Solistenquartett ist hochkarätig besetzt. Hervorzuheben ist dabei die Sopranistin Camilla Nylund. Sie ist eine der gefragtesten Sopranistinnen der Gegenwart. Ob bei den Bayreuther Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Semperoper in Dresden, in Paris, San Francisco, Barcelona, Berlin, Zürich oder Frankfurt: Die lyrisch-dramatische Sopranistin begeistert ihr Publikum. Der Schwerpunkt ihrer Rollen liegt bei den Werken von Richard Strauss, Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Ludwig van Beethoven.

Sie nimmt sich aber auch Zeit für außergewöhnliche Liederabende und für das Konzertfach. Mit Burkhard Schmitt verbindet Camilla Nylund eine langjährige musikalische Freundschaft, dank derer sie auch in Wirges und Lippstadt in den großen oratorischen Werken zu erleben ist.

Der Konzertchor wird seine Aufführungen im Jubiläumsjahr nach einer Konzertreise Mitte des Jahres nach Salzburg und der Mitgestaltung einer Festmesse im Salzburger Dom mit einem Konzert am Freitag, 28. September – genau 40 Jahre nach der Gründung des Konzertchors Wirges 1978 – im Westerwälder Dom fortsetzen. Dort werden Werke geistlicher Musik aus verschiedenen Epochen aufgeführt. Einen Tag später werden dann beim offiziellen Festakt im Bürgerhaus von Wirges musikalische und kulinarische Leckerbissen kredenzt. Mit dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach klingt dann das Jubiläumsjahr im Dezember aus.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Metternich

Karten im Vorverkauf

Das Requiem von Antonin Dvorák wird am Sonntag, 25. Februar, 18 Uhr, in St. Peter und Paul in Höhr-Grenzhausen aufgeführt. Karten zum Preis von 30 beziehungsweise 20 Euro sind unter Telefon 02602/608 35 oder 0171/ 546 17 66 h und im Internet unter der Adresse www.konzertchor-wirges.de/karten erhältlich. Schüler erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

Finanzieller Aufwand für große Aufführungen ist sehr hoch

1978 wurde der Konzertchor Wirges – damals als Kammerchor Wirges – aus der Taufe gehoben. Und von Anfang an laufen alle Fäden dieses Ensembles, das seit Januar 1993 unter der künstlerischen Leitung von Burkhard A. Schmitt steht, beim Vorsitzenden der ersten Stunde, Alfons Schmidt, zusammen. Er erläutert die Schwierigkeiten, die bei der Organisation großer Konzerte auftreten können.

Wenn eine Sängerin oder ein Sänger in einen Chor eintritt, interessiert sie in erster Linie das Repertoire des Chores, das ihnen gefallen und zusagen soll, vielleicht noch die Auffassung des Chorleiters oder manchmal auch die gesellige Seite des Chores. Doch es gibt auch Probleme. Da sind die Ausgaben und Einnahmen, wobei im ungünstigsten Fall die Ausgaben nur knapp von den Einnahmen ausgeglichen werden, oder es muss sogar auf Rücklagen zugegriffen werden, um nicht in die roten Zahlen zu geraten.

Das sind die Sorgen, mit denen sich der Vorstand, in erster Linie aber der Vorsitzende, herumschlagen muss: Das Orchester und die Solisten (es handelt sich ausschließlich um professionelle Ensembles und Künstler) sind der größte Posten in der Rechnung, dann noch die Anmietung der Räumlichkeiten und nicht zu vergessen die Druckkosten für Plakate, Einladungen und Konzertkarten. Alles in allem belaufen sich die durchschnittlichen Kosten eines großen Konzertes auf rund 17.000 Euro.

Dieser Betrag muss hauptsächlich durch die verkauften Konzertkarten erwirtschaftet werden. Man muss wissen, dass man als Sänger eines Chores in eigener Trägerschaft nicht nur durch seine Singstimme Teil des „Unternehmens“ ist, sondern auch dadurch, wie man seinen Chor in der Öffentlichkeit vertritt und für ihn wirbt. Der Kartenverkauf ist für den Vorsitzenden zwar ein wichtiger, aber beileibe nicht der einzige Teil seiner Sorgen. Er weiß, dass selbst ein volles Haus nicht die gesamten Kosten eines Konzertes mit großem Orchester und professionellen Solisten decken kann.

Da helfen dann Sponsoren, die er suchen und finden muss. Er bittet um staatliche Fördergelder und er bittet Betriebe aus der Region um Werbeanzeigen für das Programmheft, damit die Druckkosten relativiert werden. Dankbar ist der Chor für Sponsoren, die ihm schon jahrelang die Treue halten und so mit vielen Betrieben, die inserieren, seinen Fortbestand sichern. Alfons Schmidt weiß bei aller kritischen Betrachtungsweise: Am Ende einer großen Aufführung steht dann die Anerkennung des Publikums. hpm

Montabaur Hachenburg
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