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    Durch Gipseier weniger Tauben in Montabaur

    Sie gurren und picken, die Tauben der Stadt Montabaur und fühlen sich wohl unterm Dach des alten Rathauses. Doch noch vor einigen Jahren drohten sie sich unkontrolliert zu vermehren. Bis Harald Lind, Leiter des Tierheimes in Montabaur, auf die Idee kam, den Tieren Gipseier unterzujubeln.

    Unter dem Dachfirst sammeln sich die Tauben gerne. Dort bekommen sie frisches Wasser und Futter und legen ihre Eier.  Foto: Susanne Willke
    Unter dem Dachfirst sammeln sich die Tauben gerne. Dort bekommen sie frisches Wasser und Futter und legen ihre Eier.
    Foto: Susanne Willke

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Seitdem hat sich die Zahl auf ein erträgliches Maß reduziert. Die Alternative wäre gewesen, dass ein Falkner die Tiere tötet. "Aber das geht ja nicht", entrüstet Lind sich noch heute bei dem Gedanken.

    Zwei Erker des alten Rathauses sind vor gut fünf Jahren zum Taubenschlag ausgebaut worden, damit sich die Tiere dort sammeln und besser kontrolliert werden können. Seitdem herrscht ein reger Betrieb. "Auch beringte Tauben halten sich dort oft auf", erzählt Harald Lind. Zweimal in der Woche kommt eine Reinigungsfirma und macht die viel frequentierten Taubenunterkünfte sauber. Die weißen Anzüge, die sie dabei tragen, hängen im Dachfirst zwischen den geschlossenen Tauben-Erkern bereit. "Es ist relativ mühsam, das Futter hier heraufzuschaffen", sagt Lind. Aber die Taubenflut konnte eingedämmt werden. Nicht wenige schimpften über die "Ratten der Lüfte". Anwohner und Geschäftsleute beschwerten sich über den Taubenmist auf Fenstersimsen und vor Eingangstüren. Kein Wunder, denn Tauben produzieren viel Nachwuchs. Allein in einer Woche sammeln sich schon mal 42 Taubeneier an. "Im Jahr sammeln wir circa 900 Eier ein", sagt Lind.

    Während früher die Innenstadt voller Tauben war, leben heute maximal 120 wilde Tauben in den beiden Erkern. "Früher wurden uns sogar Tauben ins Tierheim gebracht", erinnert sich Lind. Auch das habe nach Beginn des Projektes nachgelassen. Und die Idee, die in großen Städten ihren Ursprung hat, macht auch in dieser Region die Runde. Anfragen aus Koblenz, Limburg und sogar Andernach sind bei Harald Lind eingegangen. Sie alle wollten sich über das Vorgehen und den Erfolg des Taubenprojektes informieren. Denn letztlich sind auch sie wohl der Meinung, dass Tauben ein Element sind, das zu einer Altstadt gehört. Ihre Zahl dürfe aber nicht überhandnehmen.

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