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    Hardt

    Dorfladen in Hardt ist ein Erfolgsmodell

    Der ehrenamtlich von der Gemeinde geführte Dorfladen in Hardt hat sich seit seiner Gründung vor fünf Jahren als echtes Erfolgsmodell etabliert.

    Der Dorfladen in Hardt ist seit fünf Jahren ein beliebter Treffpunkt für Groß und Klein. Cornelia Seiler (von rechts) und Ortsbürgermeisterin Ursula Martain organisieren den Laden, der immer freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet hat, ehrenamtlich.
    Der Dorfladen in Hardt ist seit fünf Jahren ein beliebter Treffpunkt für Groß und Klein. Cornelia Seiler (von rechts) und Ortsbürgermeisterin Ursula Martain organisieren den Laden, der immer freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet hat, ehrenamtlich.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Redakteurin


    Nadja Hoffmann-Heidrich

    Die Menschen haben hier nicht nur die Möglichkeit, vor der Haustür ihren Einkauf zu tätigen und sich mit frischen Lebensmitteln einzudecken (was sie in den elf Jahren zuvor nicht konnten), sondern der Laden ist vor allem Kommunikations- und Begegnungsstätte für alle Generationen. Ortsbürgermeisterin Ursula Martain ist stolz auf die Bürger, die das Angebot so gut annehmen.

    Vor Kurzem wurde der Laden noch einmal aufgewertet: Im Internet hat die Ortschefin günstig weitere Thekenelemente ersteigert, die in Eigenleistung installiert wurden. Die Bäckerei Garcia aus Westerburg und die Metzgerei Wedler aus Nistertal können ihre Produkte auf diese Weise noch ansprechender präsentieren. Die Produktpalette im Dorfladen umfasst neben frischen Brot-, Back-, Fleisch- und Wurstwaren auch frisches Obst und Gemüse, Milchprodukte, Nudeln, Reis und vieles mehr. Und die Preise sind dabei keineswegs höher als im Supermarkt. Cornelia Seiler organisiert zudem noch Blumen und Postkarten inklusive Briefmarken, die hier ebenfalls während der Öffnungszeit freitags zwischen 10 und 12 Uhr erstanden werden können. Kaum ein Kunde kommt allerdings „nur“ zum Einkauf vorbei. Im hinteren Bereich des Ladens wurde eine gemütliche Sitzecke mit großem Tisch aufgestellt. An den Wänden hängen Fotos von Aktionen der Dorfgemeinschaft. Hier versammeln sich Woche für Woche mehr als 20 Personen, tauschen sich über das aktuelle Geschehen aus, organisieren Fahrgemeinschaften oder weitere Aktionen zum Dorfleben. Die älteste Besucherin ist 93. Für sie und viele andere Senioren ist dieser Stammtisch wichtiger Bestandteil ihres sozialen Lebens. Dabei lassen sich die Damen und Herren einen frisch gebrühten Kaffee, Tee oder ein belegtes Brötchen schmecken, die kostengünstig von Cornelia Seiler serviert werden. Sie ist zudem dafür verantwortlich, dass der Tisch immer liebevoll und saisonal passend dekoriert ist.

    Miete verlangt die Gemeinde von den kooperierenden Firmen keine. „Wir sind ja froh, dass sie unser Angebot unterstützen“, erklärt Bürgermeisterin Martain. Der Erlös, den die Kommune durch das kleine Frühstück in der Stammtischecke erzielt, kommt der Senioren- und Jugendarbeit Hardt zugute. Damit der Café-Bereich des Ladens, bisher ein Provisorium, noch etwas attraktiver gestaltet werden kann, soll hier eine kleine Küchenzeile errichtet werden. Bei der Anschaffung hofft Martain auf finanzielle Unterstützung durch den Kreis. Dass das Projekt Dorfladen durchaus auch außerhalb von Hardt Anerkennung findet, zeigen nicht nur die zahlreichen Kunden aus Nachbarorten wie Unnau und Nistertal, sondern dies wurde der Gemeinde bereits 2012 offiziell bescheinigt, als sie im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zum Sieger in der Kategorie Sonderwettbewerb (für besondere Einzelleistungen) gekürt wurde.

    Da sich der Dorfladen so großer Beliebtheit erfreut, wurde Ursula Martain schon mehrfach angesprochen, ob die Öffnungszeiten nicht ausgedehnt werden könnten. Doch das lehnt die Ortschefin ab. „Dann würde das besondere Erlebnis des Freitagsmorgens verloren gehen, die Gruppe würde sich aufteilen und es wäre nicht mehr diese Atmosphäre. Außerdem ist es auch schwierig, das alles häufiger zu organisieren, da wir das ja ehrenamtlich durchführen.“

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