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    Montabaur

    Darsteller zeigen "kippende Komödie": Ein Familienidyll endet in der Katastrophe

    "Braun werden", hinter diesem Wunsch steckt ein Theaterstück des Chawwerusch-Theaters aus Herxheim, das drei Darsteller am Mittwochmorgen in der Aula der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur in Szene setzten. Dieses Stück lebt von Doppeldeutigkeiten in der Handlung. Es ist eine "kippende Komödie", die aus einem eher friedlichen Familienidyll schließlich in der Katastrophe endet.

    „Braun werden“ – dieses Stück haben am Mittwochmorgen drei Darsteller des Chawwerusch-Theaters aus Herxheim an der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur aufgeführt. Das Stück lebt von Doppeldeutigkeiten in der Handlung und führt vom friedlichen Familienidyll ins Desaster.
    „Braun werden“ – dieses Stück haben am Mittwochmorgen drei Darsteller des Chawwerusch-Theaters aus Herxheim an der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur aufgeführt. Das Stück lebt von Doppeldeutigkeiten in der Handlung und führt vom friedlichen Familienidyll ins Desaster.

    Ein Desaster, das sich nicht unmittelbar aus der Handlung heraus erschließt, sondern das Publikum in diesem Fall Schüler der neunten und zehnten Klasse der Anne-Frank-Realschule - zum Nachdenken zwingt. Die Doppeldeutigkeit steckt schon in dem Titel der Tragikomödie, denn zum einen geht es um Sonnenbräune, und zum anderen driftet das Stück, dessen tiefer Sinn nur verstanden werden kann, wenn man ihm mit gespannter Aufmerksamkeit folgt, in die "braune Szene" des Rechtsextremismus' ab.

    "Wir schätzen uns glücklich, dass gerade unsere Schule in den Genuss dieser Theateraufführung, die unter anderem vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz gefördert wird, gekommen ist. Ist doch die Problematik von Rechtsextremismus und Fremdenhass heute im wahren Wortsinn brandaktuell", sagte Schulleiter Ernst Carstensen im Gespräch mit unserer Zeitung. In dem Stück geht es um einen, der auszog - oder auch nicht. Hotel Mama hat ja durchgehend geöffnet. Deshalb verschiebt der knuddelige Computerfachmann Konrad (Stephan Wriecz) die Suche nach der ersten eigenen Wohnung immer wieder auf morgen. Konrads Mutti (Monika Kleebauer) freut sich, wenn es dem Jungen nur gut geht. Sie selbst hat nicht allzu große Ansprüche ans Leben, nur einen Traum verfolgt sie hartnäckig: knackig braun werden. Und das gelingt ihr im Laufe der Ereignisse schneller und ganz anders als gedacht.

    Eines Tages schneit Bea (Miriam Grimm) ins Haus. Frisch, frech, fröhlich, frei - ein wahrer Schwiegermuttertraum, mit dem Mutti sich nur zu gerne gemeinsam in der Sonne aalt. Alles wäre nahezu perfekt, würde mit dem patenten Mädel nicht ein ganz neuer Wind von "Steuerbord" hereinwehen. Welche schrägen Töne muss Mutti da von Sohnemann und Schwiegertochter in spe vernehmen? Lieber weghören, beschließt Mutti, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Doch muss sie sich irgendwann fragen, wie viel Bräune eigentlich gut tut - und wann die Haut sich zu schälen beginnt.

    Wie viel "Bräune" gut tut oder auch nicht, damit müssen sich die Schüler im Nachhinein auseinandersetzen. Inwieweit die Botschaft des Theaterstückes bei den Zuschauern angekommen ist, darüber haben sich am Ende die drei Protagonisten mit ihrem Publikum auseinandergesetzt und hier und da auch schon mal Nachhilfe im Verständnis gegeben.

    Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Metternich

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