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    Bürger legen sich kräftig ins Zeug: Nentershausen auf Zeitreise

    „Was für eine Arbeit. Was für eine Leistung.“ Was Bischof Georg Bätzing am Sonntagmorgen während seiner Predigt anlässlich der Wiedereröffnung der Laurentiuskirche in Nentershausen eigentlich auf die Innenrenovierung des Gotteshauses bezogen hatte, könnte gut und gern auch auf das komplette Wochenende in der Westerwaldgemeinde umgemünzt werden.

    Nach dem Cover-Rock-Abend und dem Kommers zur Eröffnung des Doppeljubiläums 1175 Jahre Ortsgemeinde und 150. Weihetag der Laurentiuskirche in der vergangenen Woche (unsere Zeitung berichtete) legten sich die Bürger von Nentershausen auch am Wochenende wieder kräftig ins Zeug. Am Samstag verwandelten sie die Straßen rund um die Pfarrkirche in ein historisches Dorfzentrum. Es wurde geschmiedet, die Sünden wurden per Ablassbrief „vergeben“, Wein schenkte man in der mittelalterlichen Taverne aus, auch das alte Drescherhandwerk wurde vorgeführt. Auch die Sage, dass Napoleon Bonaparte seinerzeit in der heutigen 2020-Seelen-Gemeinde campiert haben soll, wurde nachgestellt. Das Organisationsteam um Norbert Noll hatte augenscheinlich einen besonderen Nerv getroffen, denn das Interesse war groß. Schätzungsweise 2000 Besucher kamen zum historischen Laurentiusmarkt nach Nentershausen. Ein besonderer Anziehungspunkt war die fast fertig restaurierte Laurentiuskirche, deren neues „altes“ Erscheinungsbild durchweg von den Festgästen mit Lob bedacht wurde.

    Bis zuletzt wurde von Handwerkern und Gemeindemitgliedern gearbeitet, damit das Pontifikalamt mit Bischof Georg Bätzing am Sonntagmorgen hier stattfinden konnte. Der Limburger Oberhirte war in Erinnerung an die Kircheneinweihung im Jahr 1867 wie sein damaliger Vorgänger Bischof Peter Joseph Blum bereits vor der morgendlichen Messe am Ortseingang von Nentershausen abgeholt und unter den Klängen des Musikvereins „Musikalische Löwen“ zur Kirche begleitet worden.

    Für den aus dem Westerwald stammenden Bätzing sei es eine Ehre bei der Wiedereröffnung dabei zu sein, wie er selbst sagte. Gleichzeitig stimmte er in Richtung der anwesenden Gläubigen ein Loblied auf das vor 150 Jahren eingeweihte Gotteshaus an: „Sie dürfen stolz auf dieses gelungene Werk sein.“ Allerdings mahnte Bätzing, auch zukünftig die Laurentiuskirche mit Leben zu füllen: „Diese Kirche und die Innenrenovierung ist so lange nicht fertig, wie sie diese Kirche nicht nutzen.“ An diesem Tag durfte sich niemand über eine mangelnde Nutzung beschweren, denn zum Pontifikalamt und der anschließenden Fronleichnamsprozession durchs Dorf waren Hunderte Gläubige gekommen. Auch der anschließende Familientag, bei dem unter anderem die Kinder meterhohe Kistentürme zum Klettern bauen oder sich bei diversen Spielen vergnügen konnten, war ein erfolgreicher Abschluss der Festtage. Das Fronleichnamswochenende bedeutet allerdings noch nicht das Ende der Jubiläumsfeierlichkeiten: Vom 11. bis 14. August wird die 150. Kirmes in Nentershausen gefeiert.

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf

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