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    Arzbach/Montabaur

    Behörde hat's eilig: Unfallstrecke abgefräst

    Nach mehreren Motorradstürzen auf der L 329 zwischen Montabaur und Arzbach ist die Fahrbahn der Unfallstrecke abgefräst worden. Mit dieser Sofortmaßnahme soll verhindert werden, dass weitere Verkehrsteilnehmer verunglücken.

    Während Sachverständige die Griffigkeit der Fahrbahn untersuchen, rollt im Hintergrund bereits eine Fräsmaschine an, um die Fahrbahn der L 329 aufzurauen. Mehrere Motorradfahrer waren dort gestürzt.
    Während Sachverständige die Griffigkeit der Fahrbahn untersuchen, rollt im Hintergrund bereits eine Fräsmaschine an, um die Fahrbahn der L 329 aufzurauen. Mehrere Motorradfahrer waren dort gestürzt.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Von unserem Redakteur

    Thorsten Ferdinand  

    Die Qualität des Straßenbelags habe die Maßnahme zwar eigentlich nicht so kurzfristig erfordert, sagt der Chef des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Diez, Ulrich Neuroth, auf Nachfrage unserer Zeitung. Man könne sich die Unfallhäufung aber immer noch nicht so richtig erklären und wolle deshalb kein weiteres Risiko eingehen. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr wird die Fahrbahndecke der L 329 dann komplett erneuert.

    Die gestürzten Motorradfahrer hingegen bezweifeln, dass die Griffigkeit der Straße noch ausreichend war. Sie beauftragten deshalb selbst ein Sachverständigenbüro, um den Fahrbahnbelag zu untersuchen. Kurz bevor am gestrigen Dienstag die Fräse anrückte, konnten die erforderlichen Messergebnisse noch erhoben werden.

    Hintergrund: An einem Sonntag Ende August waren auf der kurvenreichen Strecke innerhalb kurzer Zeit vier Motorradfahrer zu Fall gekommen, die allesamt aussagten, langsam und vorsichtig gefahren zu sein (unsere Zeitung berichtete). Im Oktober kam es dann sogar zu einem Unfall mit Todesfolge, als ein 60-jähriger Motorradfahrer aus dem Raum Solingen stürzte. Die im Spätsommer verunglückten Motorradfahrer aus den Kreisen Westerwald, Neuwied und Mayen-Koblenz erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Straßenbehörde. Ihrer Auffassung nach hätte der Todesfall verhindert werden können, wenn der LBM die Warnungen der Biker schon im August ernst genommen hätte.

    Der Betroffene Rolf Löhmar aus Urmitz ärgert sich noch immer über die erste Vermutung der Behörden, die Motorradfahrer seien zu schnell unterwegs gewesen oder hätten ihre Fahrzeuge nicht richtig beherrscht. „Das waren alles erfahrene Motorradfahrer über 50 Jahre", sagt Löhmar. Die nasse Straße sei so glatt gewesen, dass in den Kurven ohnehin niemand schneller als 20 oder 30 km/h fahren konnte. Trotzdem seien die Stürze nicht zu verhindern gewesen. Natürlich gebe es auch unvernünftige Motorradfahrer, die mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Kurven fahren. Deshalb sei es auch richtig, dass Biker regelmäßig kontrolliert werden, ergänzt Löhmar. In diesem Fall jedoch habe es sich um erfahrene und vorsichtige Fahrer gewesen, ergänzt der Betroffene. Nach den Stürzen im August nicht zu handeln und erst nach einem tödlichen Unfall aktiv zu werden, hält Löhmar für verwerflich. „Hier hat der Staat auch eine Verantwortung", sagt er. Noch während das Sachverständigenbüro Steinacker aus Koblenz am Dienstagvormittag die Griffigkeit der Fahrbahn untersuchte, rollte die vom LBM beauftragte Firma an, um die Straße abzufräsen.

    Die Handwerker hatten nach eigenem Bekunden kurzfristig von diesem Einsatz erfahren. Die Sachverständigen konnten ihre Arbeit aber trotzdem noch vollenden. Ihre Messergebnisse zeigten nach einer ersten Auswertung deutlich, dass die Griffigkeit der Fahrbahn bei feuchten Bedingungen bedenklich schlecht war. Genauere Ergebnisse soll nun das Gutachten liefern.

    Auch das SWR-Fernsehen hat sich mit dem Thema befasst und sendet am Donnerstag, 13. November, um 20.15 Uhr einen Beitrag in der Sendung „Zur Sache Rheinland-Pfalz".

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