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Montabaur

Ausstellung im Bunker: Landeskunstschau macht Station in Montabaur

Kunst- und Kulturinteressierte sollten sich schon jetzt den Herbst 2018 vormerken, denn dann wird das b-05 im Montabaurer Stadtwald ein Schauplatz der Landeskunstschau „Flux4Art“ sein. Die im vergangenen Jahr wiedereröffnete Bunkeranlage ist dabei einer von nur drei Veranstaltungsorten in ganz Rheinland-Pfalz, was die kommissarische Vorsitzende des Vereins b-05, Dr. Irene Lorisika, besonders stolz macht.

Musik und Kunst soll auch 2018 wieder ins b-05 locken.
Musik und Kunst soll auch 2018 wieder ins b-05 locken.
Foto: privat

Mit der Landeskunstschau 2018 soll dem Publikum ein attraktiver, an Qualität und Innovation orientierter Querschnitt des künstlerischen Schaffens in Rheinland-Pfalz präsentiert und das im Land vorhandene künstlerische Potenzial öffentlich sichtbar gemacht werden. Veranstalter der Ausstellungsreihe ist der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz. Die Schau beginnt am Samstag, 15. September, im b-05 und wird dort bis Ende Oktober zu sehen sein. Weitere Standorte sind bis Weihnachten Germersheim und Boppard. „Wir wollen, dass Menschen auch jenseits der kulturellen Oberzentren immer wieder die Möglichkeit haben, mit hochwertiger Kunst in Berührung zu kommen“, begründet Kulturminister Konrad Wolf die Auswahl der Schauplätze. Das Land fördert die „Flux4Art“ mit 123.000 Euro.

Schon bevor es im Herbst ernst wird, hat das b-05 über die Sommermonate einen weiteren Höhepunkt zu bieten. Als Beitrag zum Kultursommer Rheinland-Pfalz wird dort von Samstag, 26. Mai, bis Sonntag, 26. August, die Ausstellung „Sprengkraft“ gezeigt. Philipp Schönborn thematisiert dabei mit seinen Leuchtkästen die Sprengkraft von Religion, die sich unter dem Einfluss von globalisierter Industrie und Wirtschaft unterschiedlich darstellt: einerseits breiter und pluralistisch, andererseits teils politisch instrumentalisiert und gewalttätig missbraucht. Beim zweiten Künstler, Alaa Aldin Nabhan, stehen der lokale Werkstoff Ton und die militärische Umgebung der Bunkeranlage auf dem Prüfstand. In schroffen Performances drückt er dieses Thema aus, wobei die Zertrümmerung von Keramiken zur Spannungsentladung führt und dem Künstler gleichzeitig seine Identitätsfindung in Deutschland ermöglicht. Annette Philp schließlich zeigt ein Programm mit Kurzfilmen. Sie beobachtet den Prozess nationaler Identitätsveränderung bezogen auf Geschichte, Industrie und Kunst an markanten Orten Deutschlands und in Rheinland-Pfalz. Dazu ist als musikalische Reaktion auf die Ausstellung in den Bunker-Sessions an jedem zweiten Freitag im Monat improvisierte experimentelle Musik zu hören.

Die Saison im b-05 beginnt indes schon am Sonntag, 15. April. Ab dann wird auch das Café in der Bunkeranlage wieder regelmäßig an den Wochenenden geöffnet sein. Im zweiten Jahr nach der Wiedereröffnung des Areals durch den Verein b-05 soll die museumsdidaktische Arbeit eine noch größere Rolle spielen, erläutern die Vorstände Dr. Irene Lorisika und Dr. Gustl Früh-Jenner. So sind unter anderem auch Workshops in Schulen geplant. Ein Ziel der Verantwortlichen ist es weiterhin, die ehemalige Nato-Bunkeranlage als Standort für Kunst und Kultur noch bekannter zu machen. „Es kommen mittlerweile viele Leute ins b-05, die früher nicht den Weg dorthin gefunden haben“, freut sich Lorisika. Und so soll es auch in der Saison 2018 weitergehen.

Von unserem Redakteur
Thorsten Ferdinand

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