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    Alle 59 Minuten passiert im Kreis eine Straftat

    Straftaten im Stundentakt. Diese Kurzformel steckt in der Kriminalstatistik 2015 der Polizeidirektion (PD) Montabaur für den Westerwaldkreis.

    Alle 59 Minuten kommt es im Westerwaldkreis zu einer Straftat.
    Alle 59 Minuten kommt es im Westerwaldkreis zu einer Straftat.
    Foto: picture alliance / dpa

    Von unserem Chefreporter

    Markus Kratzer

    Im vergangenen Jahr ermittelten die Beamten demnach in 8957 Fällen. Das sind 284 weniger als noch ein Jahr zuvor. Das heißt statistisch, dass sich alle 59 Minuten im Kreis eine Straftat ereignet hat. Die Aufklärungsquote im Kreis blieb dabei nahezu konstant. Sie sank von 60,6 auf 60,5 Prozent.

    Blickt man auf den gesamten Einsatzbereich der PD (neben dem Westerwaldkreis sind die Beamten auch für den Rhein-Lahn-Kreis mit Ausnahme von Lahnstein und Braubach zuständig), so können der Leiter Volker Schmidt und Polizeisprecher Andreas Bode mit 13 259 Fällen den niedrigsten Stand seit der Umstrukturierung 1993 vermelden. 8114 Fälle konnten im vergangenen Jahr aufgeklärt werden. Dies entspricht einer Quote von 61,2 Prozent (2014: 61,8). Insgesamt wurden 6288 Tatverdächtige ermittelt, Tendenz weiter fallend. Denn 2014 waren es noch 6576 Verdächtige. In einem klassischen Tötungsdelikt (etwa Mord) mussten die Beamten 2015 nicht ermitteln.

    Wie gefährdet ist die Bevölkerung im Westerwaldkreis, Opfer einer kriminellen Handlung zu werden. Die Häufigkeitszahl setzt die Zahl der bekannt gewordenen Fälle in Beziehung zu jeweils 100 000 Einwohnern. Heißt: Mit 2935 Fällen ist die Verbandsgemeinde Wallmerod sozusagen der sicherste Ort im Kreis. Vergleichsweise ruhig können die Bürger auch in den Verbandsgemeinden Bad Marienberg (3721), Rennerod (3860), Ransbach-Baumbach (3897) und Höhr-Grenzhausen (4095) schlafen. Die meisten Straftaten ereignen sich nach den Zahlen der Polizeidirektion (PD) Montabaur in der VG Montabaur (5845), gefolgt von Wirges (4792), Selters (4787), Hachenburg (4543) und Westerburg (4489). Damit liegen alle zehn Verbandsgemeinden im Kreis deutlich unter der rheinland-pfälzischen Durchschnittszahl von 6818 und auch unter dem Mittel im Polizeipräsidium Koblenz (6181). Für den gesamten Westerwaldkreis beträgt die Häufigkeitszahl 4498, für den Gesamtbereich der PD Montabaur 4437.

    Schwerer Diebstahl: In dieser Kategorie, die unter anderem Einbrüche und Pkw-Aufbrüche beinhaltet, kletterte die Zahl von 1469 auf 1497, was im gesamten PD-Bereich einen Anstieg von 1,9 Prozent ausmacht. Bei den Wohnungseinbrüchen verzeichneten die Beamten einen Anstieg von 445 von 476. Auffallend: Weiterhin treiben häufig „reisende Täter“ dabei ihr Unwesen, die aus den Ballungsgebieten Köln/Bonn oder Rhein-Main in die Region kommen. Doch sie agieren längst nicht mehr nur entlang der Autobahnen A 3 oder A 48. „Diese Täter haben mittlerweile auch die Fläche entdeckt“, stellt Bode fest. In 229 Fällen blieb es dabei bei einem Einbruchsversuch, da es den Tätern nicht gelang, sich schnell Zugang zu einem Haus zu verschaffen. „Wichtig sind hier aufmerksame Zeugen, die uns verdächtige Beobachtungen mitteilen“, appelliert Schmidt an eine wachsame Nachbarschaft.

    Einfacher Diebstahl: Hier zeichnet sich eine leichte Entwarnung ab. 2458 Fälle sind 99 weniger als 2557. Die Zahl der Ladendiebstähle ging dabei von 500 auf 444 zurück. Das neue FOC in Montabaur ist laut Bode kein Magnet für Kriminelle.

    Rohheitsdelikte: Körperverletzung, Bedrohung oder Raub haben verstärkt Konjunktur. Die Zahl in dieser Kategorie nahm um 162 auf 2271 Fälle zu. Hier kann die PD aber mit einer Aufklärungsquote von 92,5 Prozent aufwarten.

    Vermögensdelikte: Hier gibt es einen leichten Anstieg der Fallzahlen hier von 2652 auf 2682. Das Internet bleibt eine „dankbare“ Plattform für Warenkreditbetrug. Der Ermittlungsaufwand der Beamten ist hier laut Schmidt aufgrund der technischen Weiterentwicklung extrem hoch.

    Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: Diese Zahl sank von 178 auf 141. Alle 16 Fälle von Vergewaltigung bzw. sexueller Nötigung waren Beziehungstaten, bei denen sich Täter und Opfer kannten.

    Flüchtlinge: In 118 Fällen (knapp 0,9 Prozent) waren Asylsuchende verwickelt. Davon registrierte die Polizei 47 Fälle von Körperverletzung. „Der Großteil dieser Fälle hat sich innerhalb der Aufnahmeeinrichtungen in Ruppach-Goldhausen, Herschbach/Uww. und in Diez ereignet“, so Bode. „Es gibt keinen Schwerpunkt Flüchtlingskriminalität.“

    Montabaur Hachenburg
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