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Adventsaktion: Weihnachtsbäckerei erinnert mich an meine Schulfreundin

Weihnachtsbäckerei ist bei mir gelebte Tradition. Wenn ich Mehl, Butter, Eier und Co. verrühre, mischt sich in den aufsteigenden süßen Duft die Erinnerung an eine Schulfreundin. Sie war es, die unsere zwei tradierten Familienrezepte – Mürbeteigplätzchen und Pfefferkuchen – um viele Sorten bereicherte. Nun gab es Florentiner, Vanillekipferle, Korinthenplätzchen, Mandelbrot und Knappkuchen, Nusshörnchen oder Zimtsterne.

Was wäre Weihnachten ohne die vielen kulinarischen Genüsse – vermutlich nur halb so schön. Die Westerwälder Zeitung widmet sich in der Adventszeit diesem Thema. Unsere Redakteure und Reporter haben darauf ihren eigenen Blick. Heute schreibt Angela Baumeier über Weihnachtsbäckerei.
Was wäre Weihnachten ohne die vielen kulinarischen Genüsse – vermutlich nur halb so schön. Die Westerwälder Zeitung widmet sich in der Adventszeit diesem Thema. Unsere Redakteure und Reporter haben darauf ihren eigenen Blick. Heute schreibt Angela Baumeier über Weihnachtsbäckerei.
Foto: Nitz Fotografie

Blech um Blech dieser süßen Köstlichkeiten wanderten in den Backofen. Jedes Jahr trafen sich meine Freundin Conny und ich zu dieser Zeremonie, bei der ganz nebenbei Liebeskummer in Rotwein ertränkt und der Plätzchenteig mit Lachtränen verfeinert wurde.

Als ich vor 25 Jahren von Leipzig in den Westerwald zog, wanderten die erprobten Rezepte natürlich mit in den Westerwald. Nicht gespeichert in einer digitalen Cloud, sondern festgehalten in einem weinroten Rezeptbuch, das ich wie meinen Augapfel hüte. Stammt es doch von einer anderen Jugendfreundin, die Buchbinderin ist und mir damit eine Abschiedsfreude bereitete, als ich meine Heimatstadt verließ. Natürlich habe ich auch dieses Jahr das Buch wieder zur Hand genommen. Mittlerweile hat sich mein Backenthusiasmus jedoch wieder auf – wen wundert’s – zwei Sorten reduziert. Neben Heidesand sind das in diesem Jahr die Luisenkekse, die in die Plätzchendose wandern.

Dazu nehme ich 250 Gramm Dinkelmehl und mische es mit 30 Gramm Kakao, 2 oder 3 Portionstüten Espressopulver und 1 Teelöffel Backpulver. Dann füge ich 100 Gramm feinen Rohrzucker, 125 Gramm weiche Butter, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Röhrchen Rumaroma sowie 3 Esslöffel Wasser hinzu. Alles wird mit dem Knethaken kräftig durchgeknetet. Der fertige, glatte Teig wird nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen geformt, die etwa einen Durchmesser von 3 Zentimetern haben. Wer mag kann die Rollen dann noch in Zucker wälzen. Nun wandern sie in den Kühlschrank. Haben die Rollen dort genügend geschlummert, und ich Muße dazu, so schneide ich den Teig in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben. Der Backofen wird vorgeheizt (Ober-/Unterhitze etwa 180 Grad oder Heißluft etwa 160 Grad), die Scheiben auf ein mit Backpapier bedecktes Backblech gelegt. Die Backzeit beträgt etwa 10 Minuten, danach müssen die Luisenkekse auf einem Kuchenrost erkalten.

Eigentlich gehört kein Espressopulver zu diesem Keksrezept, aber ich finde, dass sie dadurch noch an Geschmack gewinnen. Ob sie so zu kleinen Muntermachern werden, kann ich nicht sagen – vielleicht, weil ich als bekennender Kaffeesachse einfach an Koffein gewöhnt bin, oder aber nicht genügend Luisenkekse auf einmal esse?

Montabaur Hachenburg
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