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Ransbach-Baumbach

400 Feuerwehrleute im Einsatz: Reifenlager in Ransbach-Baumbach stand in Flammen

Bei einem Großbrand im Zentrum von Ransbach-Baumbach ist in der Nacht zu Donnerstag eine Lagerhalle der Reifenfirma Gundlach zerstört worden. Rund 400 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Westerwald und Neuwied kämpften gemeinsam über mehrere Stunden gegen die Flammen.

Ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude konnte so verhindert werden. Es wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die Rauchentwicklung war in der Nacht jedoch massiv: Schwarzer Qualm zog meterhoch in den Himmel und wurde bis in den nördlichen Westerwald geweht. Rückstände von verbrannten Autoreifen und Alufelgen rieselten im Umkreis etlicher Kilometer vom Himmel. Der Rauch wurde in der Luft aber so stark verdünnt, dass nach Angaben von Kreisfeuerwehrinspekteur Axel Simonis keine Gesundheitsgefahr für Menschen bestand.

Die Bevölkerung wurde in der Nacht dennoch gebeten, Fenster und Türen aus Sicherheitsgründen geschlossen zu halten. Es stank stark nach verbranntem Kunststoff. Die Warnungen erfolgten per Lautsprecherdurchsage und über das System Katwarn. Die Rauchwolke war bei Sonnenaufgang noch aus großer Entfernung zu sehen.

Der Alarm war in der Nacht zu Donnerstag um kurz nach 2 Uhr bei der Feuerwehr in Ransbach-Baumbach eingegangen. Er wurde automatisch von der Brandmeldeanlage in der Lagerhalle ausgelöst. Obwohl die Wehrleute aus der Töpferstadt sofort am Einsatzort waren und Verstärkung anforderten, stand die Halle schon nach kurzer Zeit komplett in Flammen. Rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW, der Polizei und des DRK wurden zur Bekämpfung des Feuers angefordert. Sie mussten zusätzliches Löschwasser aus dem Erlenhofsee pumpen, um den Brand zu bekämpfen. Explodierende Reifen rissen einige Nachbarn aus dem Schlaf. Eine Gefahr für die Bewohner der umliegenden Häuser bestand aber nicht, erklärt Simonis. Der Rauch zog so hoch in den Himmel, dass auf eine Evakuierung der Nachbargebäude verzichtet werden konnte.

Die Löscharbeiten dauerten indes noch den gesamten Donnerstag an. Zur Ursache des Feuers konnte die Polizei bislang allerdings noch keine Angaben machen. Man müsse mit der Untersuchung der Brandstelle noch warten, bis die Glutnester in der Umgebung gelöscht sind, hieß es bei einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag.

Der Geschäftsführer der Firma Reifen Gundlach, Gebhard Jansen, teilte mit, dass ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Bürogebäude zum Glück verhindert werden konnte. Ausgebrannt sei hingegen die etwa 3000 Quadratmeter große Lagerhalle. Die Schadenshöhe könne derzeit noch nicht beziffert werden. Darüber hinaus wurden einige umliegende Häuser durch den Rauch etwas verschmutzt.

Landrat Achim Schwickert dankte den vielen ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort, die über viele Stunden tätig waren. „Dieses Engagement ist beispielgebend und macht mich sehr stolz“, sagte der Kreischef. Auch der Einsatz der neuen Drohne sei sehr hilfreich gewesen und habe der Technischen Einsatzleitung durch die gelieferten Bilder die Arbeit erheblich erleichtert, so Schwickert.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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