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Nentershausen/Limburg

17-Jähriger türmt auf A3: Vollsperrung und stundenlange Suche endet mit versuchtem Raub

Andreas Egenolf

Seine Eltern waren mit ihm auf den Weg in die Psychiatrie, doch ein 17-Jähriger nutzte am Sonntagabend die Gunst der Stunde und flüchtete auf der Autobahn 3 bei Nentershausen. Die Bilanz: Eine eineinhalbstündige Vollsperrung, eine groß angelegte Suchaktion, ein versuchtes Raubdelikt und ein verletzter Polizeibeamter.

Der Polizeihubschrauber in Aktion. Symbolbild: Sascha Ditscher
Der Polizeihubschrauber in Aktion. Symbolbild: Sascha Ditscher

Wie die Autobahnpolizei Montabaur mitteilt, meldeten die Eltern des aus Nordrhein-Westfalen stammenden Jungen um 19.24 Uhr, dass ihr an einer psychischen Erkrankung leidender Sohn auf der A 3 bei Nentershausen in Fahrtrichtung Köln aus dem Auto gestiegen und geflohen war. Da die Polizei aufgrund der Erkrankung des 17-Jährigen nicht ausschließen konnte, dass er auf die A 3 laufen und sogar auf die Fahrspur in Richtung Frankfurt rennen würde, wurde die Autobahn vorsorglich vollgesperrt, wodurch sich kilometerlange Rückstaus bildeten. Fünf Streifenwagen mit zehn Beamten suchten die Autobahn ab. Unterstützt wurden sie dabei aus der Luft von einem Polizeihubschrauber per Wärmebildkamera.

Da trotz intensiver Suche der 17-Jährige nicht gefunden werden konnte, wurde die A 3 gegen 20.50 Uhr wieder in beide Fahrtrichtungen freigegeben. Aufgrund von Hinweise, dass der Jugendliche in Nentershausen gesehen wurde, konzentrierte sich die Suche hiernach auf das Gebiet der Westerwaldgemeinde. Unterstützt wurden die Polizisten von den Freiwilligen Feuerwehren aus Nentershausen und Görgeshausen, die unter anderem verschiedene Bereiche entlang der L 318 ausleuchteten.

Die Suche nach dem geflohenen 17-Jährigen war zwischenzeitlich auch auf die Bahnhöfen in Montabaur und Limburg ausgeweitet worden, wie es in der Pressemitteilung der Autobahnpolizei Montabaur heißt – mit Erfolg. Polizeibeamte aus Limburg waren mittlerweile aus einem anderen Grund am Bahnhof in der Limburger Innenstadt auf den Geflohenen aufmerksam geworden: Er hatte gegen 21 Uhr versucht einem 18-Jährigen im Bereich der Gleise die Laptoptasche zu stehlen und soll diesen auch geschlagen haben. Der 17-Jährige konnte zunächst fliehen, doch er konnte laut der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westhessen noch von den hinzugerufenen Polizisten gefasst werden.

Nachdem die Polizisten ihn auf die Wache gebracht hatten und er dort in die Obhut von Kollegen aus Montabaur übergeben werden sollte, schlug der 17-Jährige noch einem der Limburger Beamten mit der Faust ins Gesicht. Der Polizist wurde hierbei allerdings nicht schwerer verletzt.
Letztlich konnte der psychisch kranke Jugendliche durch einen Rettungswagen samt Polizeibegleitung in Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik in Aachen gefahren werden. Außerdem wird er sich wegen des versuchten Raubes und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

aeg

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