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    Katze gehörte zum Glück dazu: Hachenburger erzählt in Buchform von seiner Kindheit

    Winfried Willi Weber aus Hachenburg hat eine glückliche Kindheit verbracht. „Das ganze Dorf war in den 50er-Jahren unsere Kita. Wald und Flur war unser Spielplatz“, erinnert sich der gebürtige Großseifener. Zum großen Glück gehörte für ihn damals auch eine Katze dazu. „Ich muss ungefähr drei Jahre alt gewesen sein, als mich mein Papa fragte, ob ich gerne eine Katze möchte“, so Weber. Über diese Katze, Pussi, hat er jetzt ein Büchlein verfasst, das er seinen Enkeln und der Tochter seines Patenkindes gewidmet hat. Webers Text wird durch kindgerechte Bilder der Kölner Illustratorin Mareile Busse noch verstärkt.

    In seinem Büchlein „Wie Pussi in unser Haus kam“ schildert der gebürtige Großseifener und heutige Hachenburger Winfried Willi Weber seine glückliche Kindheit mit einer Katze. Die Geschichte hat er seinen Enkeln und der Tochter seines Patenkindes gewidmet.  Foto: Röder-Moldenhauer
    In seinem Büchlein „Wie Pussi in unser Haus kam“ schildert der gebürtige Großseifener und heutige Hachenburger Winfried Willi Weber seine glückliche Kindheit mit einer Katze. Die Geschichte hat er seinen Enkeln und der Tochter seines Patenkindes gewidmet.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Niedergeschrieben hat der Hachenburger seine Geschichte von Pussi bereits vor 13 Jahren, damals zunächst ausschließlich für seine inzwischen 17-jährige Enkelin Mia. Nun aber hat er die kurze Erzählung erstmals als hübsches Büchlein drucken lassen. Dieses beginnt mit der großen Aufregung, die im Hause Weber herrschte, als die Katze dort einzog „Ich konnte es kaum abwarten“, ist die Erinnerung des Verfassers noch sehr lebendig. In einer für junge Zuhörer und Leser leicht verständlichen Sprache berichtet Weber, wie er mit seinem Vater per Fahrrad ins benachbarte Illfurth fuhr, um ein Katzenkind auf einem Bauernhof abzuholen. Seine Wahl fiel schnell: „Ich fand sofort das Weiße mit den schwarzen Flecken und dem schwarzen Schwanz süß“, heißt es im Text. Doch war das Tier, wie es damals üblich war, nicht nur zum Schmusen und Spielen da, sondern es sollte vor allem auch die Mäuse im Keller und auf dem Speicher jagen.

    Auf den folgenden Seiten beschreibt Weber die Eigenarten der Katze und sein Verhältnis zu Pussi, die für ihn lange Zeit eine treue Begleiterin war. Nach rund elf Jahren allerdings musste sie wegen einer schweren Erkrankung eingeschläfert werden. Auch dieses traurige Kapitel verschweigt der Autor nicht. Er lässt die Leser wissen, dass er damals sehr traurig war, als sein Papa die Katze am Waldrand begrub.

    Sein Büchlein „Wie Pussi in unser Haus kam“ hat Weber in einer Auflage von 100 Stück drucken lassen. Er verkauft die Geschichte jedoch nicht, sondern verschenkt sie an Kinder in seinem Umfeld wie beispielsweise im Bekannten- und Verwandtenkreis oder in der Nachbarschaft. Der Kontakt zur Illustratorin Busse kam durch Webers Tochter Line zustande, die in Köln lebt und 2014 für eine Weiterbildung ebenfalls ein Kinderbuch verfasst hat („Die Geschichte über das Flügelklettchen“), das auch von Busse kunstvoll gestaltet wurde. Den Umgang von Kindern mit Haustieren hält Weber für sehr wichtig. „Kinder lernen durch ein Tier, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er. Auch die Beschreibung von Pussis Tod ist für ihn in seiner Geschichte unverzichtbar. „Vielleicht zeigt dieses Beispiel die Wichtigkeit des Zusammenlebens mit einem Haustier: Als Kind werde ich mit der Endlichkeit des Lebens eines geliebten Tieres konfrontiert und werde mir so auch meiner eigenen Vergänglichkeit bewusst.“ Weber und seine Frau hatten bis vor zwei Jahren immer Katzen. Die Trauer über den Verlust des letzten Tieres war jedoch so groß, dass sich die Eheleute danach keine mehr zugelegt haben. „Jetzt als Rentner verreisen wir auch mehr. Da fehlt die Zeit für eine Katze.“ Sein Kinderbuch „Wie Pussi in unser Haus kam“, so Weber, könnte aber der Auftakt für weitere Bücher sein. „Gerade Menschen meines Alters haben schon so viele Erfahrungen, Erlebnisse und Stoff im Kopf.“ Die vielen positiven Reaktionen auf sein Erstlingswerk motivieren ihn dabei zusätzlich, freut sich der Autor.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

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