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Höhr-Grenzhausen

Alte Sporthalle wird abgerissen: Vorentwurf für Bushalteplatz

Nach dem Willen der Stadt Höhr-Grenzhausen soll die alte Sporthalle der Goethe-Schule nun doch bald abgerissen werden. An Stelle des maroden Baus soll ein Schulbusbahnhof errichtet werden. Dem Planungsvorentwurf, den Alfred Klabautschke vom beauftragten Ingenieurbüro in der jüngsten Stadtratssitzung vorstellte, wurde mehrheitlich zugestimmt. Damit ist nun der Weg bereitet, um bei Land und Kreis die entsprechenden Förderanträge zu stellen.

Alte Sporthalle wird abgerissen: Vorentwurf für Bushalteplatz

Von unserer Reporterin Natalie Simon

Die Sporthalle soll abgerissen werden und einem Busplatz weichen. Foto:Simon
Die Sporthalle soll abgerissen werden und einem Busplatz weichen.
Foto:Simon

Das im Vorentwurf überplante Areal umfasst das Gelände der alten Sporthalle mit dem dazugehörigen Parkplatz, den Vorplatz der Stadtbücherei sowie einen Teil des Schulhofes. Laut dem vorliegenden Plan soll dort ein Busbahnhof mit drei Haltepunkten innerhalb der Umfahrung sowie einer Haltestelle für den Linienbusverkehr direkt an der Rathausstraße gebaut werden. Der Innenbereich der Busumfahrung soll als barrierefreie multifunktionale Begegnungsfläche für Jung und Alt ausgebaut werden.

Dazu ist in den Grünzonen der Bau von Mehrgenerationen-Sitzmöglichkeiten und Stadtraum-Spielgeräten sowie Versorgungspollern mit Strom und Wasser geplant. Der Übergang zum Schulhof erfolgt durch eine zweigliedrige Treppenanlage mit jeweils drei Stufen. Ein barrierefreier und somit behindertengerechter Zugang zum Schulgelände ist über eine Rampe an der Nordseite des Busplatzes vorgesehen. Auch ein niveaugleicher Anschluss zum Haupteingang der Naspa-Filiale ist in der Planung enthalten. Im Bereich vor der Stadtbücherei soll die Mauer erhalten bleiben, die Parksituation jedoch neu gegliedert werden.

Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 1,056 Millionen Euro. Davon würden auf die Busumfahrung circa 656 000 Euro, auf die Begegnungsfläche circa 249 000 Euro und auf die Zufahrt zur Stadtbücherei etwa 151 000 Euro entfallen. Nach derzeitigem Stand würde auf die Stadt Höhr-Grenzhausen ein Anteil von 292 700 Euro entfallen. Nach Aussage von Stadtbürgermeister Michael Thiesen soll 2014 eine detaillierte Planung erstellt werden, sodass die Bauarbeiten dann 2015 beginnen könnten.

Obwohl in der Ratssitzung mehrfach betont wurde, dass es sich bei der vorgestellten Planung lediglich um einen Vorentwurf handle, die den Gesprächen mit den Fördergebern als Grundlage dient, wurde bereits einige Kritik an dem Plan geäußert. Diese bezog sich zum einen auf die Breite der Busumfahrung, die es ermöglicht, dass zwei Busse aneinander vorbeipassen. Zum anderen wurde kritisiert, dass im jetzigen Vorentwurf circa 200 Quadratmeter Schulhoffläche wegfallen würden.

Ob es wirklich nötig sei, dass die Busumfahrung in dieser Breite umgesetzt wird und wie oft es überhaupt vorkäme, dass Busse aneinander vorbeifahren müssten, wollte Doris Holste-Klebula (Grüne) wissen. Darauf erläuterte Helmut Heim von der VG-Verwaltung, die Vorbeifahrmöglichkeit sei eine Forderung der Kreisverwaltung und der Busbahnhof nur so förderfähig. Daraufhin schlug Oliver Heine (FWG) vor, dass die Verwaltung mit dem Kreis nachverhandeln möge, ob es wirklich erforderlich und sinnvoll sei, eine Umfahrungsmöglichkeit nur um der Förderfähigkeit Willen einzurichten. Heine gab auch zu bedenken, dass es wieder zu Gefährdungen für die Schüler kommen könne, wenn Eltern mit ihren Fahrzeugen in die Schleife hineinfahren.

Holste-Klebula wies auch darauf hin, dass die geplante Glaseinfriedung am Treppenaufgang zum Schulhof nicht praxisnah sei, weil beispielsweise Bälle auf Busse oder Autos fliegen könnten. Generell sei diese weitgehende Öffnung des Schulhofs auch zu dieser Seite hin problematisch und könne für die Grundschüler gefährlich werden. Gerhard Dahm (SPD) schlug vor, die Einbuchtung für die Linienbus-Haltestelle wegfallen zu lassen, damit nicht so viel Raum vom Schulhof verloren geht.

  • 1,056 Millionen Euro Gesamtkosten sind für den Vorentwurf veranschlagt.

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