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Oberwesel

Millionenprojekt in Oberwesel: Hotelneubau am Günderodehaus geplant

Können Fans des Regisseurs Edgar Reitz' dem Filmhaus aus "Heimat 3" bald auch als Übernachtungsgäste ganz nahe sein? Die Pächterin des in Oberwesel gelegenen Günderode-Filmhauses, Elke Bolland, plant neben der Filmkulisse ein Hotel zu errichten.

Ruhe ist in diesen Tagen am Günderodehaus eingekehrt: Der Gastronomiebetrieb öffnet außerhalb der Saison lediglich tageweise am Wochenende seine Pforten. Doch bald könnten hier die Bagger rollen. In unmittelbarer Nähe des Filmhauses aus "Heimat 3" soll ein Hotel entstehen.
Ruhe ist in diesen Tagen am Günderodehaus eingekehrt: Der Gastronomiebetrieb öffnet außerhalb der Saison lediglich tageweise am Wochenende seine Pforten. Doch bald könnten hier die Bagger rollen. In unmittelbarer Nähe des Filmhauses aus "Heimat 3" soll ein Hotel entstehen.
Foto: Werner Dupuis

Von unserer Redakteurin Martina Koch

In einem ersten Schritt sprach sich der Stadtrat Oberwesel in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, ein entsprechendes Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans einzuleiten.

Neben der Filmkulisse soll nach Wunsch von Elke Bolland ein Beherbergungsbetrieb mit 14 Zimmern im moderner Bauart entstehen. 2,5 Millionen Euro sollen hierfür investiert werden. Derzeit betreibt Bollands Schwester Petra Litz im Günderodehaus eine Gaststätte mit Restaurant und Café sowie einer großen Terrasse, die besonders von Wanderern, die auf dem Rheinburgenweg zwischen Oberwesel und St. Goar unterwegs sind, in den Sommermonaten gern genutzt wird.

Keine Beeinträchtigung des Welterbetals erwartet

Für die Errichtung des Hotelgebäudes muss der vorhabenbezogene Bebauungsplan für das Sondergebiet Günderodehaus, der im Jahr 2005 in Kraft trat, geändert werden. Bei mehreren Ortsterminen mit Entscheidungsträgern der verschiedenen Gremien hat Elke Bolland die Baupläne vorgestellt.

Da der geplante Baukörper nicht unmittelbar an der zum Rhein gelegenen Hangkante entstehen soll, bestehe keine Gefahr, dass dieser im Welterbetal zu optischen Beeinträchtigungen führe, hieß es bei den Treffen. Sobald die von Elke Bolland beauftragte Planerin ihre Unterlagen zum Hotelneubau ausgearbeitet hat, haben sowohl die zuständigen Behörden als auch die Bürger Gelegenheit, eventuell bestehende Bedenken zu äußern.

Touristisches Angebot bereichern

Während die Einrichtung des "Heimat 3"-Filmmuseums und des Gastronomiebetriebs im Günderodehaus seinerzeit zu erheblichen Turbulenzen geführt hat, überwiegt bei den Neubauplänen bei allen Beteiligten die Vorfreude auf eine weitere touristische Attraktion am stark frequentierten Rheinburgenweg: "Wir brauchen in Oberwesel Zimmerangebote in diesem Segment. Ein Hotelbetrieb an dieser exponierten Stelle wird auf jeden Fall viele Besucher anziehen", ist sich Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Bungert sicher. Mit Elke Bolland, deren Familie das renommierte Wellnesshotel "BollAnts im Park" in Bad Sobernheim aufgebaut hat und bis heute betreibt, sei eine erfahrene Unternehmerin am Zug, die mit einem hochwertigen Beherbergungsbetrieb das touristische Angebot Oberwesels bereichern werde.

Vom Beschluss, den Bebauungsplan "Günderodehaus" zu ändern, bis zum bestehenden Baurecht werden nach Einschätzung des VG-Bürgermeisters noch einige Monate ins Land gehen. Mit einem lokalpolitischen Drama, wie es sich rund um die Rettung des Günderodehauses am Standort Oberwesel vor gut zehn Jahren abspielte, rechnet allerdings niemand. Wenn alles glatt läuft, könnte der neue Bebauungsplan bereits im Frühjahr 2016 in Kraft sein.

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