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Boppard

Kloster Marienberg: Sanierung kostet viel Geld

Mit Freude und Erleichterung haben die Bopparder die Nachricht von der Versteigerung des Klosters Marienberg aufgenommen. Wie berichtet, hat bei der Auktion am Samstag im Kölner Hilton-Hotel eine Unternehmerfamilie aus Bonn den Komplex für 72.000 Euro erworben. Bei den neuen Besitzern handelt es sich um „international tätige Geschäftsleute“, die sich auf dem Kunstmarkt und dem Immobiliensektor einen Namen gemacht haben.

Mit Freude und Erleichterung haben die Bopparder die Nachricht von der Versteigerung des Klosters Marienberg aufgenommen.
Mit Freude und Erleichterung haben die Bopparder die Nachricht von der Versteigerung des Klosters Marienberg aufgenommen.
Foto: Suzanne Breitbach

Boppard – Mit Freude und Erleichterung haben die Bopparder die Nachricht von der Versteigerung des Klosters Marienberg aufgenommen. Wie berichtet, hat bei der Auktion am Samstag im Kölner Hilton-Hotel eine Unternehmerfamilie aus Bonn den Komplex für 72.000 Euro erworben. Bei den neuen Besitzern handelt es sich um „international tätige Geschäftsleute“, die sich auf dem Kunstmarkt und dem Immobiliensektor einen Namen gemacht haben.

Dass der Marienberg den Besitzer wechselt, stand schon vor der um 13 Uhr beginnenden Versteigerung fest, teilte Auktionator Florian Horbach mit. Mit zwei Interessenten hatte die „Westdeutsche Grundstücksauktionen AG“ als Veranstalter einen sogenannten Telefonbietervertrag abgeschlossen. Diese hatten im Vorfeld das Mindestgebot von 10.000 Euro hinterlegt. Wenn also bei der Auktion am Samstag niemand ein Gebot abgegeben hätte, wäre der Klosterkomplex an einen der beiden Telefonbieter gegangen.

Bürgermeister Walter Bersch zeigte sich vom Ergebnis der Auktion überrascht. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es mehrere Interessenten gibt.“ Jetzt ist Bersch „gespannt, was passiert“ und hoffnungsvoll, dass etwas geschieht. Bei dem enormen Investitionsbedarf, der nach Expertenmeinung bei weit mehr als 20 Millionen Euro beträgt, kommt einem Geldgeber zugute, dass der Marienberg-Komplex seit 2004 offizielles Sanierungsgebiet der Stadt Boppard ist. Dadurch kann der Eigentümer bei der Sanierung und Modernisierung besondere Abschreibungsmöglichkeiten nutzen.

Jetzt richten sich die Hoffnungen der Behörden auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer. So ist die Kreisverwaltung immer dann gefordert, wenn es darum geht, den Schutz des Baudenkmals zu gewährleisten. Ein ums andere Mal musste sie die Eigentümerin durch Erlass einer denkmalschutzrechtlichen Verfügung zum Handeln bewegen. Bei aufwendigen Sanierungsarbeiten im ersten Obergeschoss 2002 bis 2006 ist der Kreis mit 82 000 Euro in Vorleistung getreten und musste sich das Geld von der Eigentümerin zurückholen.

Auch die Landesdenkmalpflege gibt immer wieder einen Zuschuss für Sicherungsmaßnahmen. So auch für die 45 000 Euro teuren Dacharbeiten zwischen 2007 und 2009. Aktuell wird mit großem Aufwand das Torhaus im Äbtissinnenflügel instand gesetzt. 200.000 Euro kostet das Ganze. 100.000 Euro macht der Bund aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm locker. Den Rest zahlt das Land. Wolfgang Wendling

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