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In die Villa Belgrano zieht wieder Leben ein

Boppard – Die Kommunalakademie Rheinland-Pfalz öffnet bald ihre Pforten. Handwerker haben in den vergangenen Wochen und Monaten ganze Arbeit geleistet. Bereits Anfang Februar rollen die Möbelwagen an. Die Verwaltung zieht Ende Januar in die Bopparder Villa Belgrano ein. 3,5 Millionen Euro sind verbaut worden.


Nach zehn Jahren Leerstand und ein paar gelegentlichen Ausstellungen wird dem denkmalgeschützten Gebäude endlich wieder neues Leben eingehaucht. In der Villa hat sich allerhand getan. 37 Handwerksbetriebe, davon 30 aus Rheinland-Pfalz und 20 aus der Region, haben sich am Ausbau zur Tagungsstätte beteiligt.
Zudem ist das Gebäude jetzt barrierefrei erreichbar. Über den Behindertenparkplatz gelangen Lehrgangsteilnehmer und Beschäftigte mit Gehbehinderung künftig von der Kaiser-Otto-Straße über einen Aufzug vom Souterrain bis in die Mansarde. Breite Türen erleichtern den Weg. Auch die Senioren, die im Frühjahr ins benachbarte Wohnstift Belgrano einziehen werden, werden sich problemlos mit Gehhilfen und Rollstuhl durch den Garten der Villa bewegen können, um einen Blick auf den Rhein werfen zu können und im Schatten der jahrzehntealten Bäume innezuhalten.
Im Erdgeschoss, wo die Verwaltung einziehen wird, wurde der Parkettboden weitgehend erhalten, die Schulungsräume im ersten Obergeschoss haben neue erhalten. „Alle Räume wurden edv-tauglich ausgebaut,“ betonte Burkhard Höhlein bei einem Rundgang. Im ersten Stock sind die Tagungsräume untergebracht, die mit moderner Technik ausgestattet wurden. Beamer-Aussparungen wurden geschaffen und Leinwände in der Decke versteckt. Sonnenblenden schützen gegen grelles oder blendendes Sonnenlicht. Zudem wurden Schallschutzwände montiert. Die Balkone und die große Stützmauer zum Rhein wurden ausgebessert: Der Restaurator hat dabei darauf geachtet, viele Teile wieder zu verwenden.
Im zweiten Obergeschoss finden weitere Büros, Lager und Archiv Platz. Wie es sich in alten Gebäuden gehört, sind die Toiletten auf der halben Treppe zu finden. Nur die Behindertentoilette ist per Aufzug im Souterrain erreichbar.
Mit gezielten Vorstellungen war der Städte- und Gemeindebundes an zwei Künstler herangetreten, um die Farbgestaltung abzustimmen. Bim Köhler und Harald Pompl haben für die Innengestaltung des Bauwerks ein Konzept entwickelt. Anhand alter Strukturen des Hauses wurden alte Farbtöne wieder verwendet. So zog die „Kunst am Bau“ ebenfalls ins Mauerwerk ein.
„Wir haben mit dem Standort Boppard eine zentrale Anlaufstelle gefunden“, freut sich Vorstandsmitglied Winfried Manns auf den baldigen Start. „Ob Autobahnabfahrt oder Bahnhof: Eine gute verkehrstechnische Anbindung für die Besucher der Kommunalakademie ist gewährleistet, zumal Boppard in Rheinland-Pfalz sehr bekannt ist.“
Derzeit verhandeln Akademie und Stadt Boppard noch über die Stellplätze. „Eine Lösung wird sicherlich bis zum Frühjahr gefunden,“ sind Geschäftsführer und Büroleiter zuversichtlich. Von Montag bis Freitag soll mit dem Start der touristischen Saison am Mittelrhein auch die Kommunalakademie ihren Schulungsbetrieb aufnehmen. Durchschnittlich 30 Teilnehmer werden sich dann täglich in Boppard täglich aus- und weiterbilden lassen. Von den landesweit knapp 1000 Kursen werden rund 250 pro Jahr in Boppard von sechs Mitarbeitern organisiert.

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