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Windhagen

Zwischen Asbach und Windhagen: Wirtgen lagert Tausende Tonnen Erde an der L 272

Wer auf der L 272 zwischen Asbach und der Auffahrt zur A 3 unterwegs ist, dem fällt es seit Wochen unweigerlich auf. Gewaltige Erdbewegungen sind auf der Brachfläche östlich der Straße kurz vor der Landesgrenze im Gange. Zufahrtsstraßen wurden angelegt, über die Traktoren mit Anhängern im Dauertakt tonnenweise Erdreich auf das Areal befördern, wo ständig Bagger im Einsatz sind, um es zu planieren.

Wer auf der L 272 unterwegs ist, dem fällt es unweigerlich auf: Im Dauertakt wird Erdreich auf das Areal bei Stockhausen transportiert und dort verteilt.
Wer auf der L 272 unterwegs ist, dem fällt es unweigerlich auf: Im Dauertakt wird Erdreich auf das Areal bei Stockhausen transportiert und dort verteilt.
Foto: Michael Fensterm

Während unter anderem bei Facebook eifrig spekuliert wird, ob die Firma Wirtgen hier ihr nächstes Großprojekt vorbereitet, stellt die VG-Verwaltung klar: Es liegt kein Bauantrag vor. Stattdessen, so Bürgermeister Michael Christ, nutzt Wirtgen die bereits vor einigen Jahren erworbene Fläche als Zwischenlager für Erdreich, das einige Kilometer entfernt im Gewerbegebiet Hambitze zwischen Windhagen und Birken abgetragen wird. Dort bereitet das Unternehmen den Bau einer Lagerhalle sowie einer Demofläche für seine Fräsen vor und gleicht das Niveau dem seines Firmengeländes an der Autobahn an. Auch wo die Erde verwendet werden soll, ist laut Christ schon klar: Beim Bau des modernen Schulungszentrums, das jenseits der Landesgrenze im Rottbitzer Gewerbegebiet Dachsberg entstehen soll (die RZ berichtete). Dort müssen 250 000 Kubikmeter Erdreich angeschüttet werden, auf dem Areal bei Stockhausen werden etwa 60.000 Kubikmeter gelagert.

Für das Areal gibt es laut Bauabteilungsleiter André Gottschalk bereits einen gültigen Bebauungsplan, der es als Gewerbegebiet ausweist und die Erdarbeiten zulässt. „Eine Baugenehmigung muss dafür nicht erteilt werden, denn es entsteht ja kein neues Gebäude“, stellt er klar. Auch ein Baustellenschild, das einige Beobachter vermisst hatten, müsse deshalb nicht angebracht werden. Dass Wirtgen die Fläche eines Tages für eine Betriebserweiterung nutzen wird, hält Gottschalk für wahrscheinlich. Konkrete Pläne seien bei der VG.Verwaltung allerdings nicht bekannt und dürften ohnehin hinten anstehen. Denn Akademie in Rottbitze hat Vorrang, und das dafür erforderliche Baurechtsverfahren mit der Stadt Bad Honnef und dem Rhein-Sieg-Kreis dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Von unserem Redakteur
Michael Fenstermacher

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