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    Wirtgen: Gewerbesteuern fließen nach Verkauf an John Deere wie bisher

    Erstaunen, aber auch Besorgnis hat der am Donnerstag bekannt gewordene Milliardendeal um den Verkauf der Wirtgen-Gruppe mit Sitz in Windhagen an den US-Nutzfahrzeugehersteller John Deere ausgelöst. Hat das Geschäft tatsächlich negative Auswirkungen für die Steuerkraft im Kreis Neuwied, wie von Landrat Rainer Kaul gegenüber der RZ befürchtet? Unsere Zeitung gibt Antworten auf diese und andere Fragen rund um die Übernahme.

     

    Stefan Wirtgen
    Stefan Wirtgen

    Muss die Gemeinde Windhagen befürchten, dass nun Gewerbesteuer nach Mannheim abfließt, wo John Deere seine Europazentrale hat?

    Aller Voraussicht nach nicht, beschwichtigt Firmensprecher Martin Heitz. „Mein Kenntnisstand ist, dass sich nichts ändern wird“, sagt er. Bisher würden die Steuern dort gezahlt, „wo unsere Mitarbeiter sind“ – also in Windhagen und an den anderen vier Stammsitzen der Gruppe in Deutschland.

    Warum streben die Gebrüder Wirtgen keine Übergabe an die nächste Generation innerhalb der Familie an?

    „Unsere Kinder sind einfach noch zu jung“, geben Jürgen Wirtgen, geboren 1965, und Stefan Wirtgen, geboren 1970, eine klare Antwort auf diese Frage. „Bis einer der beiden alt genug ist, um verantwortungsvoll die Geschäftsführung zu übernehmen, sind wir beide mindestens 75“, erklären sie außerdem in einem Interview in einer Sonderausgabe des Unternehmensmagazins. Beide Kinder seien in einem einstelligen Alter, teilt Sprecher Heitz dazu auf RZ-Nachfrage mit. Mehr Details über das Privatleben der Gesellschafterfamilie gibt das Unternehmen nicht preis.

    Jürgen Wirtgen
    Jürgen Wirtgen

    Wie läuft die Übergabe der Geschäfte an John Deere ab?

    Auch dazu äußern sich die Wirtgen-Brüder in dem Interview. Bis Ende des Jahres werden sie die Geschäfte zunächst geordnet an „das bewährte Management“, bestehend aus Rainer Otto, Günter Hähn und Frank Betzelt, übergeben. Dieses Trio werde dann unter Führung des John-Deere-Managers Domenic Ruccolo die Geschicke der Wirtgen-Gruppe leiten. Jürgen und Stefan Wirtgen geben sämtliche Unternehmensanteile ab, wollen aber nach eigener Aussage der Region verbunden bleiben.

    4,4 Milliarden Euro bringt der Verkauf ein. Profitieren davon auch die Mitarbeiter?

    Ja, und zwar in Form einer großzügigen Bonuszahlung, die so manchen altgedienten Beschäftigten glücklich machen dürfte. Bis zum Jahresende, das verraten die Brüder dem Magazin, werden sie „einen dreistelligen Millionenbetrag zur Verfügung stellen, der brutto auf alle 8000 Mitarbeiter der Wirtgen Group verteilt wird“.

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

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