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    Waldbreitbach: Weihnachtsdorf feiert Jubiläumssaison

    Anfangs belächelt, inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Glücksfall für Waldbreitbach und seine Nachbarn: Die Rede ist vom Weihnachts- und Krippendorf Waldbreitbach. Genau vor 25 Jahren hat sich der Wiedtalort erstmals bewusst vor dem 1. Advent in weihnachtlich-biblische Schale geworfen, um mit dieser Aktion einerseits mehr Besucher anzulocken und andererseits die Menschen wieder mehr an die Krippe zu führen.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    "Die Aktion Weihnachtsdorf beschert bemerkenswerte Besucherzahlen, die andere Ort sicher auch gerne hätten", weiß Touristikbürochef Florian Fark. Und das in einer Zeit, die sonst in der Gastronomie eher mit sauren Gurken in Verbindung gebracht wird.

    Als Mann der ersten Stunde darf zweifellos Gustel Hertling gelten. Der inzwischen ehemalige Hotelier hatte sich schon vor der Wende Gedanken gemacht, wie der einst blühende Touristenort wieder mehr abgekommen könnte vom großen Kuchen Fremdenverkehr. Doch dazu musste etwas her, was Menschen in Scharen anzieht. Im Kopf von Hertling setzte sich die Idee von einer Krippe in der Pfarrkirche fest. "Drei Jahre lang habe ich mit unserem Pfarrer Hermann Helmig verhandelt, bis er sein Einverständnis gab." 1989 baute Hertling schließlich erstmals eine Wurzelkrippe im Gotteshaus auf und legte den Grundstein für eine Tradition, die lediglich vor zwei Jahren aufgrund der Kirchensanierung unterbrochen werden musste.

    In den 90er-Jahren war Gustel Hertling viel unterwegs. Aus Baden-Württemberg brachte er die Anregung mit, an der Giebelwand eines Hauses einen überdimensionalen Adventskalender zu installieren. 1995 öffneten die Waldbreitbacher das erste Türchen ihres Kalenders an der Giebelwand gegenüber dem Rathaus. Im Erzgebirge entdeckte Hertling zudem Weihnachtspyramiden. "Das müssen wir auch haben", ging es ihm durch den Kopf. Prompt drehte sich 1997 diese selbst gebaute Attraktion im Weihnachtsdorf.

    Seine "beste Idee" nennt er jedoch den Stern von Bethlehem. Der leuchtende Riese am Hang des Kaltberges besteht aus etwa 3000 Glühlampen. Über Beziehungen war ein fehlender Stromanschluss gelegt, und eine Gruppe Senioren übernahm es auf Bitte von Hertling, die lange Lichterkette anzufertigen: "Alles, was die Helfer wollten, war ein warmer Raum." Auf dem großen Krippenweg unterhalb der Lichterkette sind erstmals 1999 Menschen gewandelt. Apropos: Kleiner und großer Krippenweg bereichern das Angebot für Besucher seit mittlerweile 18 Jahren. Seit 2003 zählt auch ein Glockenspiel vor dem Rathaus zu den Attraktionen im Weihnachtsdorf. Nach einer Phase mit weniger Euphorie im Ort nahm die Aktion wieder Schwung auf. Der schwimmende Adventskranz auf der Wied war ein Symbol dafür.

    Für das Jubiläumsjahr wird es wieder etwas Neues geben: Wie Alexander Hertling erklärt, baut der Vorstand des Gewerbeverbandes eine schwimmende Krippe. Diese misst etwa acht mal drei Meter mit Figuren von 1,80 Meter Höhe. Die angeleuchtete Krippe wird auf der anderen Seite der Brücke ein Gegenstück zum schwimmenden Adventskranz bilden.

    Auch in Sachen Werbung passiert laut Florian Fark einiges: "Wir haben Flyer auch in englischer und niederländischer Sprache verteilt. Die ersten Busunternehmen haben schon gebucht, und wir gehen davon aus, dass die Saison gut wird."

    Übrigens: An einem leuchtenden Kometen am Glockenturm arbeitet Gustel Hertling noch. Zudem soll der Krippenweg im Ort besser ausgeschildert werden. Nun, es gibt halt immer viel zu tun - und ohne Helfer läuft da nichts.

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