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Linz

Vorschau: Linz geht 2018 viele Bauprojekte an

Silke Müller

Das Jahr 2018 wird in der Stadt Linz von Baumaßnahmen geprägt sein. Das haben Stadtbürgermeister Hans Georg Faust und die neue Citymanagerin Karin Wessel im Gespräch mit der RZ deutlich gemacht.

Im Zuge der Sanierung der Mühlengasse soll die erste digitale Infotafel gegenüber von „Wein im Hof“ aufgestellt werden.  Foto: Silke Müller
Im Zuge der Sanierung der Mühlengasse soll die erste digitale Infotafel gegenüber von „Wein im Hof“ aufgestellt werden.
Foto: Silke Müller

„Der Bürger erkennt ja schon an den gesicherten Gebäuden, dass Sanierungsnotwendigkeit besteht“, sagt der Stadtchef und nennt als Beispiele Altgymnasium, Stadthalle, Neutor und Rheintor, wobei Letzteres erst 2019 angegangen werden soll. Was den Straßenausbau im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) betrifft, so soll es in diesem Jahr mit der Erneuerung der Mühlengasse, Kanzlerstraße und dem Quartiersplatz losgehen. Hinzu kommen die Sanierung der Treppe am evangelischen Friedhof, die Neugestaltung des Tilmann-Joel-Parks und der Bau neuer Toilettenanlagen insbesondere einer barrierenfreien Toilette am Burgplatz. Die Stadt hat auch ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben. Im Zuge der Bauarbeiten in der Altstadt, so informiert Faust, würden Änderungen in der Verkehrsführung notwendig, um die Baustelle versorgen zu können. „Das wollen wir nutzen, um die Änderung an der bisherigen Verkehrsführung auf Praktikabilität zu überprüfen“, erklärt der Stadtchef. Er ergänzt, dass im Rahmen von Isek auch die privaten Sanierungsmaßnahmen fortgesetzt werden.

Bei all diesen Vorhaben sollen dem Stadtchef zufolge die Baumaßnahmen außerhalb der Altstadt nicht vernachlässigt werden. Da sind zum einen Planung und Neubau eines drei- bis fünfgruppigen Kindergartens in der Friedrich-Ebert-Straße. Zwar ist der Kauf des Geländes durch die Stadt noch nicht perfekt. „Wir erwarten aber keine Hindernisse beim Erwerb des Grundstücks“, so Faust. Zum anderen soll 2018 die Beethovenstraße neu gestaltet werden. „Außerdem gibt es Überlegungen, am Rhein in Richtung Dattenberg Wohnmobilstellplätze einzurichten“, fährt Faust fort. Derzeit befinde sich die Stadt für die Anpachtung im Gespräch mit dem Eigentümer.

Auch die Vereine sollen nicht zu kurz kommen. So stellt die Stadt finanzielle Mittel für Material zur Verfügung, falls seitens der Vereine Maßnahmen in Eigenleistung geplant sind. Am Kaiserbergstadion soll es zudem einen neuen Ballfangzaun geben. In Sachen Spielplatzerneuerung geht es ebenfalls los. In diesem Jahr ist als Erstes die Spielstätte in der Straße „Am Hammerbachweg“ dran.

Darüber hinaus soll auch die Umsetzung des Projekts Smart City weiter an Fahrt aufnehmen, kündigt Faust an. Geplant ist unter anderem die Entwicklung einer Corporate Identity, um der Stadt eine unverwechselbare Identität zu geben. Damit einher gehen das Schaffen einer neuen Homepage und das Aufstellen von Infostelen. Dabei handelt es sich um digitale Infotafeln. Die erste, so berichtet Faust, soll im Zuge der Sanierung der Mühlengasse in Höhe von „Wein im Hof“ aufgebaut werden. Für Linz insgesamt geplant sind bis zu fünf Infostelen. Kostenloses W-Lan in öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen zur Verfügung zu stellen, ist ein weiteres Vorhaben im Rahmen von Smart City, das die Stadt vorantreiben möchte. Im Historischen Rathaus und auf Teilen des Marktplatzes funktioniere das schon, berichtet Faust. „Eingebettet darin ist der Ausbau der Breitbandversorgung durch den Kreis, den wir gern für Linz in Anspruch nehmen“, fügt er hinzu.

Federführend in der Umsetzung von Smart City ist Citymanagerin Karin Wessel, die außerdem ein weiteres Projekt gemeinsam mit der Werbegemeinschaft und lokalen Händlern umsetzen möchte. „Wir wollen Maßnahmen entwickeln und die Attraktivität des lokalen Einzelhandels stärken, um ihn halten zu können“, erläutert sie. Gleichzeitig soll – wenn möglich – der Leerstand reduziert werden, ergänzt die Citymanagerin.

Von unserer Redakteurin Silke Müller

Neuer Fördertopf für kleinere Projekte geplant

Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept soll in Linz ein Verfügungsfonds eingerichtet werden. Das hat Citymanagerin Karin Wessel angekündigt. Ziel ist es, kleinere Maßnahmen von Bürgerinitiativen oder Ehrenamtlern zu 50 Prozent unbürokratisch fördern zu können.

Welche Projekte unterstützt werden, darüber soll ein Gremium entscheiden, das noch eingerichtet wird. Außerdem, so ergänzt Wessel, muss noch eine entsprechende Satzung festgelegt werden. sm

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