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Asbach

Vorschau: Asbach durchbricht 7500-Einwohner-Marke

Michael Fenstermacher

Asbach wächst und wächst. Wer den Eintrag der Gemeinde im Internetlexikon Wikipedia aufruft, der findet noch die Zahl von 7190 Einwohnern zum 31. Dezember 2015. „Mittlerweile sind wir bei mehr als 7500 Einwohnern mit Erst- oder Zweitwohnsitz“, sagt Ortsbürgermeister Franz-Peter Dahl, dem aktuelle Zahlen der VG-Verwaltung vorliegen. Für die wachsende Bürgerschaft Bauplätze zu schaffen, ist auch 2018 eine Priorität für die Ortsgemeinde, wie Dahl im RZ-Gespräch berichtet: In den Neubaugebieten Domblick mit 50, Zeisigweg mit 17 und Margartengarten, dritter Abschnitt, mit 13 Grundstücken steht die Erschließung an.

Vom Schandfleck zum innerörtlichen Filetstück: Für das frühere Bürling-Gelände in Asbach gibt es mehrere Interessenten.  Foto: Michael Fenstermacher
Vom Schandfleck zum innerörtlichen Filetstück: Für das frühere Bürling-Gelände in Asbach gibt es mehrere Interessenten.
Foto: Michael Fenstermacher

Doch die Ausweisung neuer Siedlungsflächen ist in Asbach nicht der einzige Ansatz, um junge Familien in der Gemeinde zu halten und neue Einwohner anzulocken. Um die Innenentwicklung voranzutreiben, hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr die Einführung des Wallmeroder Modells beschlossen, mit dem Investitionen in die Bausubstanz gefördert werden. Das Interesse sei bislang überschaubar, räumt Dahl ein, hat aber auch einen Grund dafür parat: Werbung für das Fördermodell sei bislang kaum gemacht worden, aber das soll sich möglichst bald ändern. „Wir streben eine Änderung in der Gemeindespitze an“, erklärt der Ortschef. Dann soll das Thema zum Geschäftsbereich eines Beigeordneten gehören.

Allzu gern würde die Gemeinde künftig neben mehr Einwohnern auch zusätzliche Betriebe begrüßen und sich damit ein größeres Stück vom üppigen Gewerbesteuerkuchen in der Verbandsgemeinde abschneiden. Doch dafür müssen weitere Gewerbegebiete ausgewiesen werden – und das ist keine leichte Aufgabe, wie Dahl einräumt. Die Preisvorstellungen bei den Besitzern geeigneter Areale seien mitunter unrealistisch. „Dabei müssen wir mit günstigen Preisen wie beispielsweise in Buchholz konkurrieren, wo der Quadratmeter Gewerbefläche direkt an der B 8 auch nur 25 Euro kostet“, stellt Franz-Peter Dahl klar.

Bald an einen interessierten Investor verkauft werden könnte unterdessen das frühere Bürling-Gelände, das die Gemeinde erworben und eine alte Werkstatt samt Altlasten abgetragen hatte. „Momentan sind wir noch dabei, den Verkaufspreis zu berechnen“, erklärt der Ortschef. Klar ist: Eine Entwicklung des Areals in zentraler Lage ist wünschenswert, das Filetstück soll aber keinesfalls verschleudert werden.

Asbachs solide Finanzlage – die Rücklage beträgt derzeit 3,7 Millionen Euro – erlaubt unterdessen auch über die Erschließung von Baugebieten hinaus gezielte Investitionen. Priorität hat dabei laut Dahl die Inneneinrichtung des Bürgerhauses, für dessen Gastronomie ein neuer Pächter gesucht wird. Das Thema steht auf der Tagesordnung der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr, die für Donnerstag, 22. Februar, angesetzt ist. Das zarte Pflänzchen Tourismus pflegt Asbach seit Jahren durch Zuschüsse an das ehrenamtlich betriebene Eisenbahnmuseum. Im neuen Jahr greift die Gemeinde den Eisenbahnfreunden bei der Restaurierung eines Triebwagens unter die Arme, der einst auf der Kleinbahn ins Bröltal verkehrte.

Das Bähnchen ist bekanntlich lange passé, und gerade Asbach als Flächengemeinde ist auf intakte Straßen angewiesen. „Da ist uns der Kreis etwas schuldig“, findet Dahl und verweist besonders auf den schlechten Zustand der K 64 zwischen Limbach und Niedermühlen. Mit dem neuen Kreisbeigeordneten Michael Mahlert sei dazu allerdings schon ein Termin vereinbart worden.

Von unserem Redakteur
Michael Fenstermacher

Gewerbeschau lockt Besucher am 7. Oktober

Eine Neuauflage der Asbacher Gewerbeschau soll 2018 einer der Höhepunkte im Veranstaltungsjahr der Ortsgemeinde sein. Stattfinden soll die Messe, bei der Handwerker und andere Unternehmer ihre Leistungen präsentieren können, am Sonntag, 7. Oktober, in und um das Bürgerhaus.

„Der Termin in den Herbstferien bietet uns den Vorteil, dass wir auch den Schulhof der Realschule nutzen können“, sagt Ortsbürgermeister Franz-Peter Dahl. Künftig soll die Schau alle drei Jahre stattfinden. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht es zudem mit dem Lavendelmarkt weiter: Am Sonntag, 17. Juni, dreht sich im Ortskern wieder alles um die duftende Gewürzpflanze. mif

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