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    Verschmutzter Burbach: Mobile Kläranlage geht bei Thalhausen in Betrieb

    Sie könnte theoretisch die Abwässer eines kleinen Dorfes mit 150 Einwohnern klären. Doch die mobile Kläranlage, die seit gestern nahe der Burbachquelle bei Thalhausen ihren Dienst verrichtet, soll die weitere Verschmutzung des Baches und der Folgegewässer mit biologischen Schadstoffen verhindern.

    Foto: Jörg Niebergall

    Thalhausen - Sie könnte theoretisch die Abwässer eines kleinen Dorfes mit 150 Einwohnern klären. Doch die mobile Kläranlage, die seit gestern nahe der Burbachquelle bei Thalhausen ihren Dienst verrichtet, soll die weitere Verschmutzung des Baches und der Folgegewässer mit biologischen Schadstoffen verhindern.

    Der Kreis Neuwied als Untere Wasserbehörde hatte die Kläranlage aus Hamburg angefordert. Damit sie sicher im Gelände stehen kann, musste ein fast 200 Quadratmeter großer Stellplatz hergerichtet werden. Zudem benötigt die Kläranlage Starkstrom, der extra aus dem nahen Gewerbegebiet der Gemeinde Anhausen via Kabelleitung geholt werden musste. Dort befindet sich auch die Biogasanlage, auf deren Gelände die Schadstoffe wahrscheinlich ausgetreten sind.

    In der mobilen Kläranlage soll das Wasser so weit gereinigt werden, dass es wieder dem Bachlauf zugeführt werden kann. Dazu wird das Wasser mit Pumpen aus dem Sammelteich entnommen und in einem ersten Schritt über belüftete Hochlaststufen wieder dahin zurückgeleitet. Diese Vorgehensweise ist nötig, um die Belastung so weit zu reduzieren, dass die in den insgesamt vier Festbettkammern befindlichen Mikroorganismen nicht überfrachtet werden. Nachdem das Wasser diese Kammern durchflossen hat, gelangt es über zwei Nachklärbehälter wieder ins Freie und kann nach entsprechender Kontrolle wieder in den Burbach geleitet werden.

    Mitarbeiter der Verbandsgemeindewerke Rengsdorf kümmern sich während dieser Zeit um die notwendigen Wartungsarbeiten und die Wasseranalysen. Wie der zuständige Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach mitteilt, ist davon auszugehen, dass die mobile Anlage „mehrere Monate“ in Betrieb bleibt.

    Zur Erinnerung: Wie bereits mehrfach berichtet, wird die Quelle des Burbaches seit nunmehr zehn Wochen massiv durch Milchsäure verunreinigt. Die anfänglichen Versuche, diese Verschmutzung durch intensive Belüftung des Thalhausener Weihers in den Griff zu bekommen, erwiesen sich aufgrund der extrem hohen Belastung als nicht ausreichend. Damit das Wasser nicht mehr in den Bachlauf gelangen, und damit diesen sowie Iser- und Saynbach weiter belasten kann, wurde der betroffene Quellschacht Ende November vom Bachlauf abgetrennt.

    Seitdem wird das Quellwasser in einem eigens errichteten 40 Kubikmeter fassenden Havarieteich gesammelt und durch den Landwirt Gerd Krämer zweimal täglich auf landwirtschaftlichen Flächen ausgefahren. Dieses Ausbringen stellt aufgrund der Witterung und der begrenzten Aufnahmefähigkeit der Ackerflächen jedoch nur eine zeitlich begrenzte Möglichkeit dar. Das veranlasste den Kreis, die Kläranlage zu ordern. rgr

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