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    NeuwiedVerkehrsrechner soll die grünen Wellen in Neuwied laufen lassen

    600 000 Euro kostet der neue Verkehrsrechner, der im Keller der Neuwieder Stadtverwaltung dafür sorgt, dass Autofahrer auf grünen Wellen durch die City kommen und das Fahrbahnräumungszeiten, Rot-, Gelb- und Grünphasen zum aktuellen Verkehrsaufkommen und den gesetzlichen Vorgaben passen.Damit tritt das Gerät aus dem Hause Siemens, für das es rund 300 000 Euro Fördermittel gibt, die Nachfolge des Uraltgerätes im Keller des DRK-Krankenhauses aus dem Jahre 1981 an. Auch die Neuwieder Autofahrer haben schon mit dem neuen Verkehrsrechner, der seit Dezember 2010 am Netz ist, Bekanntschaft gemacht.

    Neuwied - 600 000 Euro kostet der neue Verkehrsrechner, der im Keller der Neuwieder Stadtverwaltung dafür sorgt, dass Autofahrer auf grünen Wellen durch die City kommen und das Fahrbahnräumungszeiten, Rot-, Gelb- und Grünphasen zum aktuellen Verkehrsaufkommen und den gesetzlichen Vorgaben passen.Damit tritt das Gerät aus dem Hause Siemens, für das es rund 300 000 Euro Fördermittel gibt, die Nachfolge des Uraltgerätes im Keller des DRK-Krankenhauses aus dem Jahre 1981 an. Auch die Neuwieder Autofahrer haben schon mit dem neuen Verkehrsrechner, der seit Dezember 2010 am Netz ist, Bekanntschaft gemacht.

    Für Ärger sorgt die Ampelanlage auf der Elfriede-Seppi-Straße im Bereich Luisenstraße, Richtung Rheinbrücke. Hier erfreuten sich die Autofahrer einst einer grünen Welle in Verbindung mit der Ampel an der Kreuzung Schlossstraße. Dieser Bereich gehört übrigens zu den drei grünen Wellen in der Innenstadt: Neben Elfriede-Seppi-Straße gibt es die auf der Andernacher Straße und dem City-Ring.

    Was nun an der Elfriede-Seppi-Straße klemmt, erklärt Diplomingenieur Frank Weinand, technischer Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung: „Dort haben wir alte Steuerungsanlagen, die nicht mit dem neuen Verkehrsrechner kompatibel sind.“ Zur Erklärung: Alle 31 Ampelanlagen Neuwieds, 25 in der Innenstadt, 6 in den Stadtteilen, besitzen Steuergeräte. Das heißt: Gründ, Rot und Gelb können diese Ampelanlagen autark steuern, dazu die nötigen Zeiten zum Räumen der Fahrbahn. Der Sinn des Verkehrsrechners ist es aber, Zugriff auf alle Anlagen zu haben und so einen Verkehrsfluss und eines der vier Signalprogramme laufen zu lassen. Weinand ist zuversichtlich, dass die alten Steueranlagen an der Elfriede-Seppi-Straße noch in diesem Jahr gegen neue ausgetauscht werden und die grüne Welle wieder läuft.

    Nun sind aber nicht alle Störungen oder vermeintlichen Störungen mit der komplexen Inbetriebnahme des neuen Verkehrsrechners in Verbindung zu bringen – immerhin muss der ganze Input der Altrechners auf das neue Gerät umgeschrieben werden. So gab es kürzlich eine Ampelstörung auf der Hermannstraße/Ecke Marktstraße. Doch das war schlicht ein „individueller Ausfall“, kein Systemfehler.

    Das neue System hingegen kann ein bisschen mehr, als Grün, Gelb und Rot zu wechseln. Es dokumentiert die Signalschaltungen und kann so auch zur Aufklärung bei Unfällen im Ampelbereich aufgrund des zur Unfallzeit eingestellten Signalprogramms beitragen. Auch Verkehrszählungen sind dank der neuen Technik möglich. Für die gibt es übrigens einen 24-Stunden-Wartungsvertrag.

    Mit Blick auf den Bildschirm kann Weinand in Echtzeit die Umlaufzeiten der Ampelanlagen in Neuwied sehen, also wie lange es dauert, bis jeder einmal Grün hatte. Der Verkehr fließt, weil 16 sogenannte Tasszähler auf der Fahrbahn die Verkehrsbelastung messen und der Rechner automatisch zwischen Tag-, Nacht- und den zwei Spitzenprogrammen wechselt. Die sorgen übrigens dafür, dass die Hauptrichtungen zur Rushhour verlängerte Grünphasen haben. Und noch einmal für die „Fans“ der Ampel auf der Hermannstraße/Ecke Amtsgericht: „Es ist gewollt, dass man hier länger steht, weil der City-Ring, der über die Rheinbrückenabfahrt Reuther Verpackung, Langendorfer- und Friedrichstraße auf die Hermannstraße kommt, genutzt werden soll. Frank Weinand sieht es so: „Für viele sind Ampeln nur Verkehrshindernisse, dabei steckt da verkehrsplanerisch sehr viel hinter.“

    Neuwied Linz
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