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Neuwied

Strategiekonzept steht: Neuwieds Zukunft auf 161 Seiten

Ulf Steffenfauseweh

Die Strategie für Neuwieds Zukunft steht, und sie umfasst 161 Seiten: Das Stadtentwicklungsbüro Reschl hat das Konzept 2030 nach mehr als zweijähriger Arbeit und unter ausgesprochen starker Einbeziehung der Bevölkerung zusammengefasst und damit „die großen Linien“ gezeichnet, wie sich Neuwied in den kommenden zwölf Jahren entwickeln soll. „An diesem Fahrplan werden wir unser Handeln ausrichten“, kündigte Oberbürgermeister Jan Einig (CDU) bei der Vorstellung des Konzeptes an.

Insgesamt 11,5 Kilometer Rheinfront hat Neuwied. Diese mehr hervorzuheben und erlebbarer zu machen, sollte eins der Zukunftsziele sein.  Foto: Jörg Nibergall (Archiv)
Insgesamt 11,5 Kilometer Rheinfront hat Neuwied. Diese mehr hervorzuheben und erlebbarer zu machen, sollte eins der Zukunftsziele sein.
Foto: Jörg Nibergall (Archiv)

Als zwei wesentliche Zielsetzungen sind eine positive Veränderung der Wahrnehmung der Stadt sowie die Verbesserung der Lebensqualität für alle Bürger definiert. Im Kern geht es aber um die Frage, wie Neuwied seine finanzielle Situation auf Sicht verbessern kann. „Die Kraftanstrengungen zur Konsolidierung des Haushalts waren in der Vergangenheit häufig Einsparungsbemühungen. Aber man kann sich auch zu Tode sparen. Hier haben sie ein Konzept, wie sie die Einnahmensituation verbessern und sich mittelfristig konsolidieren können“, machte Prof. Dr. Richard Reschl deutlich.

Das Zauberwort heißt dabei: Wachstum. Neuwied soll seine Einwohnerzahl stabilisieren oder besser noch – wie in den vergangenen beiden Jahren schon gelungen – ausbauen. Neuwied soll neue Unternehmen mit attraktiven Arbeitsplätzen anlocken und Hochschulstadt werden. „Campus Neuwied“ heißt eins von fünf herausgestellten „Zukunftsprojekten“ des Strategiekonzeptes.

Ein weiteres ist die stärkere Betonung der „herausragenden Lage“ an Rhein und Wied. „Diese unglaubliche Lagegunst ist der eigenen Bevölkerung zum Teil gar nicht bewusst und war für uns die größte Überraschung. Sie haben 11,5 Kilometer Rhein, die erlebbarer werden müssen“, sagte der Stuttgarter und gestand freimütig ein, dass der Neckar zwar „auch schön“ sei, mit dem hiesigen Strom aber keinesfalls mithalten könne.

Natürlich gehört auch die Stärkung der Innenstadt als „Herz der Stadt“ zu den fünf Punkten. Hier geht es um eine eine Weiterentwicklung der Einzelhandelsstrukturen und die Aufwertung des baulichen Bestands, womit auch die laufende Umgestaltung des Deichvorgeländes gemeint ist – inklusive einer Wiederbelebung der Deichkrone.

Die weiteren Zukunftsprojekte sind die bereits angelaufenen Großprojekte „Wohnen am Jachthafen“ und „Revitalisierung des Rasselsteingeländes“ sein. Hier bieten sich laut Planer „vielfältige Möglichkeiten, den Strukturwandel für die ganze Stadt gewinnbringend mitzugestalten“.

Aber wenn die Stadt mit ThyssenKrupp nicht einig wird und ein privater Investor das Areal kauft? „Da wäre ich sehr gelassen“, antwortete Reschl auf entsprechende Nachfrage der RZ. „Die Stadt hat Planungsrecht und damit eine sehr, sehr gute Position. Jeder, der dort etwas verändern will, braucht die Stadt“, machte er deutlich.

Überhaupt: Neuwied hat insgesamt – bei allen Herausforderungen, vor denen die Stadt steht – großes Potenzial, sind die Planer sicher. „Charakteristisch für Neuwied ist – mehr als in anderen Städten – eine Stadt mit Entwicklungspotenzial zu sein“, schreiben sie im Leitbild des Konzepts.

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