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Linz

Schafe in Anhänger eingepfercht: Halter droht nach Unfall Ärger

Das Bild spricht Bände: Auf engstem Raum in einem viel zu kleinen und niedrigen Anhänger mit Plastikplane zusammengepfercht, hat die Polizei Linz am Donnerstag elf Schafe entdeckt – zufällig. Denn die Tiere gehören zu einem Transport, der in der Straße „Am Sändchen“ in Linz verunglückte. Drei Tiere waren aus dem Transporter gesprungen, eines dabei von dem angekoppelten Anhänger überrollt worden (die RZ berichtete). Laut Polizei sind zwei Tiere leicht verletzt worden, eines blutete an einem Hinterlauf.

Das Bild spricht Bände: In einem kleinen Anhänger eng zusammengepfercht, können sich die am Donnerstag von der Polizei entdeckten Schafe kaum bewegen.  Foto: Polizei Linz
Das Bild spricht Bände: In einem kleinen Anhänger eng zusammengepfercht, können sich die am Donnerstag von der Polizei entdeckten Schafe kaum bewegen.
Foto: Polizei Linz

Nachdem zwei Schafe ausbüxten und in der Linzer Innenstadt wieder eingefangen wurden, dürfte dem Halter aus dem Rhein-Sieg-Kreis nun Ärger wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ins Haus stehen. „Das geht gar nicht, erst recht nicht bei dieser Hitze“, sagt die Neuwieder Kreisveterinärin Ilonka Degenhardt, nachdem sie die Fotos gesehen hat, mit denen die Polizei die Situation der Tiere im Anhänger dokumentierte. Sie konnten sich augenscheinlich kaum bewegen, wussten nicht wohin mit ihren Köpfen. Von ausreichend Platz und einer ordnungsgemäßen Sicherung kann nicht im Entferntesten die Rede sein.

„Für uns ist das schwierig, weil wir die Schafe nicht gesehen haben und der Halter für uns nicht greifbar ist“, erklärt Degenhardt, die aber die Fotos am Freitag sofort nach Erhalt an ihre Kollegen vom Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises weitergeleitet hat. Für mich ist auch nicht klar, wie die Schafe überhaupt tierärztlich versorgt wurden“, sagt die Amtstierärztin. Von der Polizei hieß es dazu am Freitagmittag, eine Behandlung sei nicht erforderlich gewesen. Degenhardt hatte erfahren, dass der Halter am Donnerstagabend bereits alle Tiere wieder bei einem Landwirt in Linz abgeholt hatte, wo die Polizei sie nach dem Unfall untergebracht hatte.

„Wir haben ihm zur Auflage gemacht, die 16 Tiere in drei Fahrten zu transportieren“, erklärt dazu Sascha Brick von der Linzer Polizei, der an dem außergewöhnlichen Einsatz am Donnerstag beteiligt war. „Wir mussten verhindern, dass die Schafe auf die B 42 laufen“, berichtet er. Drei Streifenwagenbesatzungen seien beim Einfangen der Tiere beteiligt gewesen, das aber nicht sehr viel Zeit in Anspruch genommen habe. Ein Tier sei auf ein Grundstück gelaufen, das andere habe man in der Nähe der Linzer Burg gestellt. Der Halter wird sich unterdessen auch wegen unzureichender Sicherung der Tiere im Transporter verantworten müssen, wodurch ihnen die Flucht erst ermöglicht wurde. Nur mit einem rostigen Nagel war die Tür zum Laderaum gesichert. mif

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