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Engers/Neuwied

Sanierung: Radweg durchs Engerser Feld kommt 2017

Seit über 20 Jahren wird über den Ausbau des mittlerweile äußerst maroden Radwegs durch das Engerser Feld diskutiert, jetzt ist er endlich beschlossene Sache. Das teilte Bürgermeister Reiner Kilgen (CDU) im Gespräch mit der RZ mit.

Radweg
Der neue Radweg kommt. Wenn auch ohne Asphaltdecke.
Foto: Peter Endig/Archiv – DPA

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

Bis wirklich die Bagger rollen, dauert es aber noch mehr als zwei Jahre. Denn zunächst müssen die Förderanträge raus und Ausgleichsmaßnahmen in der Natur durchgeführt werden. 2017 kann dann der Wegebau beginnen und auch im gleichen Jahr abgeschlossen werden.

Rund 1 Million Euro wird die Maßnahme laut Kilgen kosten. Dabei wird der von Baumwurzeln durchpflügte Weg nicht nur erneuert, sondern von 1,70 auf 3 Meter Breite ausgebaut. Die ursprünglich einmal überlegte Teilung des Weges in Bereiche für Radfahrer und Fußgänger wird es aber nicht geben. Das wäre ein noch größerer Eingriff in das Gelände gewesen, gegen den die Obere Naturschutzbehörde Widerspruch einlegte.

Viele verschiedene Interessen prallen aufeinander

Ohnehin haben sich die Planungen laut Kilgen auch deshalb derart in die Länge gezogen, weil viele verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht werden mussten. Schließlich ist das Engerser Feld gleichzeitig Natur-, Vogel- und Trinkwasserschutzgebiet, dient aber auch der Naherholung und dem Kiesabbau. Und da es sich bei dem Radweg formal um einen zur "Bundeswasserstraße Rhein" gehörenden Betriebsweg handelt, konnte die Stadt keinen Bebauungsplan aufstellen, sprich: Sie hatte keine Planungshoheit.

So musste ein Kompromiss gefunden werden. Der beinhaltet in diesem Fall, dass sich die Stadt mit ihrem Wunsch, (wieder) eine Asphaltdecke zu bauen, nicht durchsetzen konnte. Sie wird 2017 stattdessen eine wassergebundene Oberfläche (feste, braune Decke) einrichten. "Grundsätzlich ist die für einen Radweg auch nicht verkehrt", kommentierte Bauamtsleiter Jörg Steuler. "Da es sich aber um ein Gebiet handelt, das regelmäßig überschwemmt wird, hätten wir Asphalt vorgezogen. Der wäre zwar erst einmal teurer, aber besser zu unterhalten gewesen", sagte er. Rechtliche Möglichkeiten sah die Verwaltung nach Prüfung nicht.

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