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Neuwied/Andernach

Rund 3000 Rasselsteiner protestieren gegen Schließungspläne für Neuwieder Werk

Rund 3000 Rasselstein-Mitarbeiter sind am Dienstagvormittag auf die Straße gegangen, um gegen die Schließungspläne des ThyssenKrupp-Konzerns zu protestieren. Sie wollen nicht hinnehmen, dass das Werk in Neuwied mit seinen 340 Beschäftigten geschlossen wird. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Arbeitsminister Alexander Schweitzer kämpfen mit den Beschäftigten Seite an Seite.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Neuwieder Rathaus im Vorfeld des Protestmarsches in Andernach erklärte Lemke, sie habe der Rasselstein-Führung die Hilfe der Landesregierung angeboten. Sie sei enttäuscht gewesen, dass "die strukturelle Neuaufstellung des Konzern einiges vermissen lässt", wie sie sagte. Aus ihrer Sicht spricht vieles dafür, den Standort Neuwied zu erhalten.

Das sehen auch die beiden Betriebsräte aus Andernach und Neuwied so. So wies Alexander Reuschenbach darauf hin, dass das Werk in Neuwied noch nie Verluste geschrieben habe und nun doch auf der Streichliste des Konzerns steht. "Die Belegschaft fühlt sich um ihre Zukunft betrogen", betonte er mit Verweis auf zwei Innovationen, an denen die Neuwieder Rasselsteiner drei Jahre gearbeitet haben und die nun marktreif sind. Sein Kollege Wilfried Stenz sagte: "Wir waren immer ein Wertebringer im Konzern und haben ordentliche Ergebnisse abgeliefert."

Die Pressekonferenz fand übrigens an einem symbolträchtigen Ort statt: In dem Raum, in dem einst Rasselstein-Voirstand und -Aufsichtsrats tagten. Das Neuwieder Rathaus war früher das Verwaltungshochhaus von Rasselstein, ehe es an die Stadt verkauft wurde. (mp)

Neuwied Linz
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