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Bad Hönningen/Ruhengri

Projekt in Ruanda: Bad Hönninger baut Bäckerei unter Palmen

Eine Bäckerei zwischen Palmen mit Blick auf Berge und einen See und unweit des für seine Berggorillas bekannten ugandischen Nebelwaldes: Wenn Günther Thiermann den Schauplatz seines neuen Projekts beschreibt, klingt das wie ein Auszug aus einem Reiseprospekt. Im Mai 2018 will der Bäckermeister und Weltenbummler aus Bad Hönningen in Ruanda, dem Partnerland von Rheinland-Pfalz, nahe der Grenze zu Uganda, eine Bäckerei eröffnen und damit ein Stück deutsche Backkunst nach Afrika bringen.

Kürzlich ist der Bäckermeister (links) nach Ruanda gereist, um sich mit Projektpartnern zu treffen.  Foto: privat
Kürzlich ist der Bäckermeister (links) nach Ruanda gereist, um sich mit Projektpartnern zu treffen.
Foto: privat

Zuletzt berichtete die RZ Anfang 2016 über Thiermann. Der 72-Jährige kam damals gerade aus der chinesischen Stadt Nanjing, wo er in einer Bäckerei Menschen mit Behinderung das deutsche Backhandwerk vermittelt und ihrem Geschäft zum Aufschwung verholfen hatte. „Heute läuft es da super“, freut sich Thiermann. Seit einigen Jahren reist er für den Senior Experten Service (SES) um die Welt, um Menschen das deutsche Bäckerhandwerk näherzubringen. Zurzeit ist er nach eigenen Angaben in 18 Ländern tätig, unter anderem betreut er ein Kinderdorf in Guatemala.

See- und Bergblick inklusive: Anstelle dieses Gebäudes will Günther Thiermann im kommenden Jahr die Bäckerei aufbauen.  Foto: Günther Thiermann
See- und Bergblick inklusive: Anstelle dieses Gebäudes will Günther Thiermann im kommenden Jahr die Bäckerei aufbauen.
Foto: Günther Thiermann

Wie bei seinen anderen Projekten baut er die Bäckerei in Ruanda nicht für den Eigenbedarf auf, sondern lernt Einheimische an, damit diese das Geschäft irgendwann eigenständig weiterführen können. Diesmal sind es keine Menschen mit Behinderung wie in Nanjing, sondern Studenten, die ihr Studium aus finanziellen Gründen unterbrechen mussten. Thiermann hat außerdem vor, Schulen und Krankenhäuser in der Umgebung zu beliefern und ein lokales Café in der nächstgrößeren Stadt Ruhengeri, auch bekannt als Musanze, zu eröffnen, das ebenfalls Backwaren verkauft.

Gesponsert wird das außergewöhnliche Projekt durch Thiermanns Bekannten Peter Lüth. „Die lange Vorlaufszeit bis zur Eröffnung brauchen wir, um all die Maschinen nach Ruanda zu befördern“, sagt Thiermann. „Außerdem suchen wir noch nach einem Bäcker, der im April oder Mai 2018 für zwei bis drei Monate mit mir nach Ruanda kommt.“ Das Alter spiele keine Rolle. Flug und Unterkunft bekommt der Freiwillige gestellt, die Bezahlung sei gut, und vor allem bekomme man etwas von der Welt zu sehen, so Thiermann.

Von unserer Mitarbeiterin
Marie Rühle

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