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Erpel

Prinz Axel I. proklamiert: Erpels neue Tollität hat es eilig

Wer wird Prinz? Das ist alljährlich, das am besten gehütete Geheimnis in Erpel. Auch diesmal, war vor der Sessionseröffnung der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft (GEK) und der feierlichen Proklamation im Erpeler Bürgersaal nicht durchgesickert, ob Erpel überhaupt eine Tollität hat und wer die Narren in dieser Session regieren soll. Erst als Prinz Axel I. mit seiner Prinzessin Andrea I. unter dem Jubel der Narren ins überfüllte Bürgerhaus einzog, war auch dem letzten Erpeler klar. „Wir haben einen Prinz.“

Regieren die Erpeler Narren: Prinz Axel I. mit seiner Prinzessin Andrea I. Foto: Sabine Nitsch
Regieren die Erpeler Narren: Prinz Axel I. mit seiner Prinzessin Andrea I.
Foto: Sabine Nitsch

Die neue Tollität, die erst vor Kurzem Mitglied der GEK geworden ist, hatte es eilig. Nachdem er mit den Insignien der Macht – Pritsch, Kette und Prinzenfeder – ausgestattet war, verkündete er: „Die Session ist kurz. Ich will nicht lange schwade. Wir brauchen Zeit zum Feiern.“ Axel I., sichtlich nervös, dankte für den tollen Empfang und wollte schon närrisches Edelmetall verteilen, als ihn die Vorsitzende der GEK, Martina Schwager, daran erinnerte: „Du hast vergessen, deine Prinzessin und dein Team vorzustellen.“ „Ach ja“, meinte der Prinz, präsentierte kurz seine Prinzessin Andrea I. und deutete auf seine Adjutanten. Andreas Schwager ist für die Termine zuständig, Petra Waldmann für das Wohlergehen der Prinzessin, Sohn Andreas Mohr kümmert sich um die Verpflegung, und Joachim Waldmann hat den Tollitätengeldbeutel fest im Blick. Dann wollte sich der Regent schon wieder gut gelaunt davonmachen. „Hast du kein Motto?“, erinnerte ihn Schwager daran, dass er noch mehr vergessen hatte. „GEK, Tambour-Corps und Möhnenverein, das ist für uns Erpel am Rhein“, erfuhren die Jecken, bevor der Prinz endlich seinen ersten Orden loswerden konnte. Den erhielt seine Mutter Edelreda, die an dem Tag auch noch Geburtstag feierte.

Bevor der Neue in Amt und Würden war, musste jedoch erst Prinzessin Martina I. verabschiedet werden. Die Vorsitzende der GEK hatte in der vergangenen Session schwungvoll regiert. „Es war eine richtig geile Zeit mit euch“, dankte sie ihrem Volk, und ihre Ehrendame Sandra bescheinigt ihr: „Es war eine unvergleichliche Session.“ Zur Erinnerung an ihre Amtszeit bekam die Ex-Prinzessin eine Fotocollage und eine Mappe mit allen Presseartikeln. Der Nachmittag war gespickt mit Überraschungen. Edgar Neustein überreichte der GEK eine neue Standarte, die aus Spendengeldern finanziert wurde. Die alte Standarte war schon 65 Jahre alt. Zum ersten Mal seit Jahren hat die GEK auch wieder Ehrenmitglieder ernannt. Steven Claus, der seit 25 Jahren Mitglied und jedes Jahr für das Bühnenbild zuständig ist, wurde zum Ehrenmitglied ernannt ebenso wie Inge Hopp, langjährige GEK-Vorsitzende und Erpeler Ex-Prinzessin. Krankheitsbedingt konnte sie die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen

Von unserer Reporterin Sabine Nitsch

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