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St. Katharinen

Premiere bei der Laienschauspielgruppe St. Katharinen: Schwank nimmt Senioren-WG aufs Korn

Simone Schwamborn

Dass in einer Wohngemeinschaft für Senioren nicht immer alles reibungslos verläuft, zeigt die Laienspielgruppe St. Katharinen in ihrem neuen Theaterstück. Mit dem turbulenten Lustspiel „Be(t)reutes Wohnen“ von Wolfgang Bräutigam haben es die Mimen auf die Lachmuskeln des Publikums abgesehen.

Die Laienschauspieler aus St. Katharinen proben fleißig für die Premiere am 28. Oktober. Foto: Simone Schwamborn
Die Laienschauspieler aus St. Katharinen proben fleißig für die Premiere am 28. Oktober.
Foto: Simone Schwamborn

In dem Stück vermieten die rüstigen Rentner Franz und Karl-Heinz Zimmer zu horrenden Preisen, um das eigene Portemonnaie zu schonen. Doch die Freude über das gefüllte Konto währt nicht lange, denn die Mitbewohner tanzen den beiden förmlich auf dem Kopf herum. In dem Chaos taucht auch noch der Pflegedienst auf. Die Situation gerät völlig aus dem Ruder. Damit das von Verwechslungen geprägte Lustspiel gelingt, proben die Laienschauspieler seit Mitte Juni fleißig im Bürgerhaus.

An diesem Abend arbeiten die Mimen erneut am ersten Akt. „Heute proben wir erstmalig vor der Kulisse. Bisher haben hier nur Stühle gestanden“, erzählt Regisseur Walter Wagner. Die Bühne ist in Küche und Wohnzimmer unterteilt. „Die aufgestellten Wände werden noch fertigtapeziert und im Wohnzimmer Bilder aufgehängt“, sagt Wagner. Auch die Technik ist an diesem Abend dabei. Schließlich muss auch bei den Lichtspots auf der Bühne während der Aufführung alles stimmen.

Im Scheinwerferlicht steht zuerst Franz (Bruno Reuschenbach). „Irgendwie habe ich mir so eine Seniorenresidenz all inclusiv ganz anders vorgestellt“, lautet sein Zwischenfazit. Nach dem Einzug zweier Witwen und einem Ehepaar haben die rüstigen Rentner den Fehler begangen, an der gemeinsamen Verlosung der Hausarbeit teilzunehmen – und sehr zu ihrem Leidwesen den Zuschlag bekommen. „Ich habe schon Spülhände. Das betreute Wohnen all inclusive war doch für uns bestimmt. Es war geplant, dass wir im Alter die Beine hochlegen und die Frauen im Haus die Hausarbeit machen“, schimpft Franz zu Beginn des Lustspiels, bevor die elf weiteren Laienschauspieler mit ihrem jeweiligen Parts dran sind. Souffleuse Mechthilde Ewenz hat vor der Bühne Platz genommen und hilft weiter, wenn es mal an der Textsicherheit hapert, während der Regisseur auf Bewegung und Mimik der Darsteller achtet. „Wichtig ist, dass die Schauspieler die Situation mit entsprechenden Gefühlen ausdrücken und da stehen, wo sie stehen sollen. Die Einsätze müssen pünktlich erfolgen und die Requisiten an ihrem Platz liegen, damit die Schauspieler sie gleich zur Hand haben und nicht erst suchen müssen“, erläutert Wagner.

Der 66-jährige Alfons Hardt ist einer der Darsteller, die seit der Gründung der Laienspielgruppe dabei sind. „Für das historische Schauspiel ‚Die Räuber in St. Katharinen’ wurden Leute gesucht“, erinnert er sich an die Anfänge. „Eigentlich sollte es eine einmalige Sache sein. Aber wir hatten alle so viel Spaß an der Aufführung, dass wir weitermachen wollten. Nächstes Jahr werden es 30 Jahre“, meint Hardt. Insgesamt hat die Gruppe 20 Mitglieder, von denen Moritz Büsch mit 14 Jahren das jüngste und dessen Großmutter Gisela Büsch mit 76 Jahren das älteste Mitglied ist.

Von unserer Mitarbeiterin Simone Schwamborn

Sieben Vorstellungen sind geplant

Wer sich an den lustigen Slapsticks, chaotischen Verwechslungen und unerwarteten Wendungen des Lustspiels „Be(t)reutes Wohnen“ erfreuen möchte, hat bei der Premiere am Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr, die Gelegenheit dazu. Weitere Termine sind am Sonntag, 29.

Oktober, 18.30 Uhr, Samstag, 4. November, 20 Uhr, Sonntag, 5. November, 14.30 und 18.30 Uhr, Freitag, 10. November, 20 Uhr, und Sonntag, 12. November, um 18.30 Uhr. Die Vorstellungen sind im Bürgerhaus. Der Vorverkauf findet noch am Samstag, 21. Oktober, von 18 bis 20 Uhr und am Montag, 23. Oktober, von 19 bis 21 Uhr im Bürgerhaus statt. Zur selben Zeit können Karten auch telefonisch unter 0163/197 20 89 reserviert werden. Zusätzlich sind Eintrittskarten auch bei den Mitgliedern der Theatergruppe und an der Abendkasse ab eine Stunde vor der Aufführung erhältlich. sis

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