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Altwied

Panne in Altwied: Feuerwehr verhindert Leerlaufen der Stauanlage

Am Dienstagmittag ist es an der Staustufe in Altwied zu einer folgenschweren Panne gekommen: Wie die Feuerwehr Niederbieber-Segendorf mitteilt, war bei Wartungsarbeiten an der Wehranlage eine der Zahnstangen gerissen, mit der der Schott der Wehranlage bewegt werden kann, um den Wasserstand oberhalb des Wehres zu regulieren. Dadurch konnte er nicht mehr abgesenkt werden, und es floss eine erheblich höhere Wassermenge ab, als der Zulauf der Wied liefern konnte.

Foto: michael mang

Somit drohte die Gefahr, dass die Stauanlage bis Höhe Laubachsmühle leerläuft. Ein nicht unerheblicher hydrologischer und biologischer Schaden für die Pflanzen- und Tierwelt wäre die Folge gewesen. Eigene Versuche der Arbeiter, den Schott wieder zu schließen, schlugen fehl, so dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Zunächst rückte der zuständige Löschzug Niederbieber-Segendorf zur Einsatzstelle aus. Nach eingehender Lagebeurteilung entschloss man sich dazu, die rund neun Meter breite Lücke mit Sandsäcken und Bigpacks zumindest soweit einzudämmen, dass der Wasserpegel auf Regelstauniveau gehalten werden konnte. Die Schwierigkeit dabei: Die Lücke musste in rund 2,50 Meter Wassertiefe geschlossen werden. Zudem war sie nur über einen schmalen Steg oder vom Wasser her zu erreichen.

THW rückte mit Boot an

Aus logistischen Gründen wurden daher die Löschzüge aus der Innenstadt, Heimbach-Weis und Feldkirchen nachalarmiert. Sie schafften weitere Sandsäcke und Material an die Einsatzstelle. Als problematisch erwies sich rasch die ungünstige, Zeit raubende Zuwegung zur Einsatzstelle. Die Einsatzleitung entschloss sich daher, auch das Technische Hilfswerk (THW) hinzuzurufen, um die Sandsäcke und Bigpacks mit einem Boot direkt an den defekten Schott zu bringen und dort zu versenken.

Foto: feuerwehr

Der Ortsverein Bendorf des THW übernahm diese Aufgabe, stand allerdings seinerseits vor Problemen, da das Boot nur über eine Stelle hinter der Fischerhütte zu Wasser gelassen werden konnte. Dazu musste der mehr als fünf Meter lange Trailer mit dem Boot in Millimeterarbeit über die Steinbrücke und etwa zwei Kilometer über den Forstweg rangiert werden. Dies war nur mithilfe eines kleineren privaten Traktors und zwei Einsatzfahrzeugen auf Unimog-Basis möglich.

18 Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz

Erst danach war es möglich, das defekte Wehr mehrfach anzufahren, um dort in Handarbeit die Bigpacks und Sandsäcke so zu versenken, dass der Wasserabfluss in ausreichendem Maße eingedämmt werden konnte. Im Einsatz waren insgesamt 18 Einsatzfahrzeuge, 1 Mehrzweckboot, 30 Kräfte der Feuerwehr und 15 des THW sowie Kräfte der Polizei und der Straßenmeisterei.

Im Lauf des Einsatzes mussten die L 255 im Wiedtal in Höhe des Friedhofes einseitig, sowie die nach Melsbach führende Altwieder Straße ganz gesperrt werden. Erst gegen 23 Uhr konnten die Sperrungen wieder aufgehoben werden und die meisten Einsatzkräfte den Rückzug antreten. Die Aufräumarbeiten und das Wiederherstellen der Einsatzfähigkeit der letzten Einheiten zogen sich bis weit nach Mitternacht hin, so dass die Lichter im Feuerwehraus in Segendorf erst gegen 1 Uhr erloschen.

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