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Datzeroth

Ortsporträts als Grafik: Waldbreitbacher macht weiter

60 bis 70 Arbeitsstunden stecken in einem Ortsporträt von Martin Schmitz. Der Waldbreitbacher recherchiert vor Ort und im Internet, spricht mit Bürgern und macht Fotos. So entsteht eine Collage mit Hauptgebäuden, Sehenswürdigkeiten, Vereinsleben, Politik, Sport, Landschaften und dem Dorfleben. Nummer sechs ist jetzt fertig, kürzlich überreichte Schmitz ein Porträt von Datzeroth an die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach.

Foto: Touristikverband

Auch wenn Schmitz viel mit dem Computer arbeitet, bei seinen Ortsgemeindeporträts ist noch viel Handarbeit, berichtet er im RZ-Gespräch. Waldbreitbach war vor elf Jahren sein erstes Motiv. Die Idee entstand, als Schmitz eine originelle Einladung zu einem runden Geburtstag gestalten wollte. Auch die Fusion der beiden Verbandsgemeinden hat der Waldbreitbacher grafisch verarbeitet. Denn auch wenn er lokalpolitisch nicht selbst aktiv ist, ist er doch sehr daran interessiert. „Das ist ein Stück Zeitgeschichte, an das man sich so in vielen Jahren noch erinnern kann“, meint Schmitz.

Die neue VG mit ihren vielen Ortsgemeinden stellt ihn grafisch vor eine Herausforderung. Aber in seinem Kopf hat er eine neue Landkarte, in der die einzelnen Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten zu sehen sind. Darauf könnten dann die beiden sehr unterschiedlichen Regionen symbolisch zu einer zusammenwachsen. Aber wann er seine Pläne in die Tat umsetzen kann, steht noch in den Sternen.

Denn Schmitz ist Grafiker nur im Nebenberuf. Als er 1989 sein Grafik- und Designstudium mit dem Diplom abschloss, machte er zunächst seinen Zivildienst im Bereich der Behindertenhilfe und blieb dort hängen. Heute ist er Bereichsleiter Zentrale Wohnformen im St. Josefhaus in Hausen. Das gibt ihm wirtschaftliche Sicherheit. Nebenher ist er freiberuflich als Grafiker tätig und kann sich so seine Aufträge aussuchen. „Zwei Herzen schlagen in meiner Brust“, sagt der 53-Jährige. „Die Grafik ist auch ein Stück weit Ausgleich zu meiner Arbeit.“

Seine Bilder werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen verschenkt, weiß Martin Schmitz. Alle bisher fertiggestellten Drucke hängen im Waldbreitbacher Bürgerbüro. Zudem sind sie in der Tourist-Information, Neuwieder Straße, zu sehen, wo sie für 30 Euro zu erwerben sind. ys

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