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Linz

Nur zwei Betriebe geben Angebot ab: Linz muss für Spielplatz tiefer in die Tasche greifen

Der Linzer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bau eines Spielplatzes im Neubaugebiet "Roniger Hof" auf den Weg gebracht. Einstimmig beschloss das Gremium, das Büro Hicking mit der Entwurfsplanung zu beauftragen. Kostenpunkt: knapp 10 000 Euro. Insgesamt sind für das Vorhaben 100 000 Euro im Haushaltsplan 2018 vorgesehen.

Die Neugestaltung des Spielplatzes "Hammerbachweg" wird teurer, als ursprünglich angenommen. Foto: Simone Schwamborn
Die Neugestaltung des Spielplatzes "Hammerbachweg" wird teurer, als ursprünglich angenommen.
Foto: Simone Schwamborn

Das nun beauftragte Büro aus Adenau hatte bereits im Zuge der Neugestaltung des Spielplatzes "Hammerbachweg" eine Bestandsaufnahme der Spielplätze in der Stadt einschließlich Roniger Hof vorgenommen.

Was die neue Spielstätte im Neubaugebiet betrifft, so erinnerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Lehmann daran, dass die Stadt den Käufern der Grundstücke dort den Neubau versprochen hatte. "Immerhin sind 3 Millionen Euro in die Stadtkasse geflossen", meinte er. Lehmann sprach von einem kleinen, aber feinen Naturspielplatz, bei dem auf traditionelle Spielgeräte verzichtet werden sollte. "Lieber weniger, aber dafür außergewöhnlich und kreativ", sagte der Fraktionschef der Linzer Sozialdemokraten.

Auch Peter Gillrath (CDU) befürwortete für seine Fraktion für den Spielplatzneubau. "Wir sollten aber sehen, dass wir mit der vorgesehenen Summe hinkommen und nicht bei 160 000 Euro oder mehr landen", warnte er – auch im Hinblick auf die Sanierung des Spielplatzes "Hammerbachweg", die teurer wird, als ursprünglich geplant.

Diese Hiobsbotschaft ereilte die Ratsmitglieder ebenfalls in ihrer jüngsten Sitzung. Als Begründung für den Anstieg hieß es in der Vorlage der Verwaltung dazu, dass zum einen die Kostenschätzung für die Erdarbeiten in Höhe von 50 000 Euro länger als ein halbes Jahr zurückliege und die Preise im Tiefbaubereich deutlich angestiegen seien. Zum anderen sei man damals davon ausgegangen, dass der Bauhof einen Teil der Arbeiten übernehmen würde. Aber das ist nicht möglich, wie sich bei einem Termin an Ort und Stelle herausgestellt habe, erläutert die Verwaltung. Die Konsequenz: Der Umfang der ausgeschriebenen Arbeiten hat sich erweitert, was die Kosten um rund 30 000 Euro in die Höhe schnellen lässt. Den nunmehr 80 000 Euro teuren Auftrag vergab das Gremium schließlich an die Firma Labonde aus Rheinbrohl.

Michael Rücker (CDU) hatte zuvor sein Unverständnis über die Kostensteigerung zum Ausdruck gebracht. "Mich ärgert die Begründung der Erhöhung. In einem halben Jahr kann es nicht um 30 000 Euro teurer geworden sein", sagte er und ergänzte: "Ich bin für ein ehrliches Miteinander". Dennoch hält die CDU an der Neugestaltung des Areals fest. "Wir wollen den Spielplatz haben. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und die Kosten zu genehmigen", meinte Rücker.

Das sah die SPD genauso. "Trotz der erheblichen Kostensteigerung bei den Erdbewegungen: Der Spielplatz muss gemacht werden", betonte Lehmann. Enttäuscht zeigte sich der SPD-Fraktionschef indes darüber, dass von neun angeschriebenen Unternehmen, nur zwei überhaupt ein Angebot abgegeben haben – darunter weder die beiden kontaktierten Firmen aus der Bunten Stadt noch drei weitere angeschriebene Betriebe aus der Verbandsgemeinde Linz. "Dass sie kein Angebot abgegeben haben, ist bedauerlich", fand Lehmann.

"Das Problem, dass nur zwei Firmen ihr Angebot abgegeben haben, können wir nicht beeinflussen", meinte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust. Und in Richtung Rücker stellte er klar: "Dass nicht ehrlich argumentiert worden ist, möchte ich für die Stadt und die Verbandsgemeindeverwaltung zurückweisen."

Das Gremium vergab darüber hinaus auch die Aufträge für die Lieferung und Montage der Trimm- und Spielgeräte, die künftig auf dem Spielplatz "Hammerbachweg" stehen sollen. Kostenpunkt: rund 34 000 Euro. Damit beläuft sich die Auftragssumme für den Spielplatz "Hammerbachweg" insgesamt auf rund 114 000 Euro, hinzu kommen Planungskosten in Höhe von knapp 18 000 Euro. Silke Müller

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