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Neustadt

NKV ist sauer: Wiedtalhalle bleibt noch zu

Immer noch wirkt das verheerende Brandereignis, bei dem im Frühjahr die Neustädter Sporthalle und das Bürgerhaus völlig zerstört wurden, nach. Besonders hart betroffen ist derzeit der Neustädter Karnevalsverein (NKV). Die Feier zur Prinzenproklamation muss auf Januar verlegt werden.

Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ

Der Erste Vorsitzende des NKV, Karl-Heinz Schöneberg, versteht die Welt nicht mehr. "Man hatte dem NKV zugesichert, dass man für den 14. November die Proklamation planen und durchführen kann. Einladungen an befreundete Vereine, Verträge mit Imbiss, Sicherheitsdienst und Musikgruppen mussten im Voraus aktiviert werden", sagt Schöneberg. Doch dann kam die Mitteilung durch das Gemeindebüro, dass die Halle in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stünde.

Karl-Heinz Schöneberg erkundigte sich bei der Verbandsgemeindeverwaltung und bekam hier die Auskunft, dass die Wiedparkhalle zum Proklamationstermin wieder freigegeben würde. In einem Brief wandte sich Schöneberg Mitte Oktober an die Neustädter Ortsbürgermeisterin und den Gemeinderat. Hierin beschreibt er nicht nur die erheblichen Einschränkungen, die der NKV und die anderen Neustädter Vereine durch den Brand hatten. Versammlungen oder Trainingsstunden mussten privat oder in anderen öffentlichen Gebäuden abgehalten werden. Zu allem Übel wurde beispielsweise im Neustädter Pfarrheim, das die Karnevalisten auch als Ausweichquartier nutzten, noch eine Raummiete fällig. Ein mögliches Prinzenpaar habe laut Schöneberg mit den Worten "Es soll erst am 9. Januar losgehen? Dann regieren wir ja nur vier Wochen. Nein danke", kurzfristig abgesagt.

Vereine wollen in die Halle

Ebenso muss in diesem Jahr der Dämmerschoppen ausfallen. "26 Karnevalsvereine, Tanzgruppen und Musikgruppen mussten wir wieder ausladen", so Schöneberg. "Der Wegfall dieser Veranstaltung bedeutet für uns einen Verlust von bis zu 4600 Euro", konstatiert Schöneberg weiterhin. Er appelliert an die Gemeindechefin und den Gemeinderat: "Macht die Halle für die Vereine auf."

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates nahm Ortsbürgermeisterin Jutta Wertenbruch Stellung zu dem Schreiben Schönebergs: "Seit Beendigung des Abbruches der Sporthalle besteht wieder die Möglichkeit, die Wiedparkhalle zu betreten. Der Gruppenraum, zwei Drittel der Halle und das Foyer mit Toilettenbereich konnten schon geräumt und grundgereinigt werden. Bis heute kann die Halle noch nicht zur Nutzung freigegeben werden, weil das Trinkwasser noch auf Keime geprüft werden muss. Auch die Bierleitung muss noch durch eine Fachfirma chemisch gereinigt werden."

Zudem müsse neben weiteren wichtigen Arbeiten vor Nutzung für Veranstaltungen zunächst die Werkstatt komplett umgeräumt und gereinigt werden. "Für diese Arbeiten brauchen wir das hintere Drittel der Halle", so Jutta Wertenbruch. Und: "Wir tun alles dafür, dass die Halle so schnell wie möglich wieder den Vereinen zur Verfügung steht." Ihrer Meinung nach habe die Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung zu überzogenen Hoffnungen bezüglich der Öffnung der Halle geführt.

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