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Niederbreitbach

Niederbreitbach: Preis für Bauerwartungsland liegt bei 18 Euro

Ralf Grün

Die Gemeinde Niederbreitbach hat zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Neubaugebiet „Auf der Helden“ abgehakt. Wie Ortsbürgermeister Bruno Hoffmann im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet, ist sowohl die Erschließung des Areals an der Landesstraße 267 am Ortsrand geregelt als auch der Preis für das derzeitige Bauerwartungsland festgelegt.

„Auf dem Kühpfad“ im Vordergrund gab es bereits rege Bautätigkeit. Dass soll bald auch auf der anderen Seite der L 267 so sein. Archivfoto: Jörg Niebergall
„Auf dem Kühpfad“ im Vordergrund gab es bereits rege Bautätigkeit. Dass soll bald auch auf der anderen Seite der L 267 so sein. Archiv
Foto: Jörg Niebergall

Experten vom Katasteramt in Westerburg haben die Flächen begutachtet und laut Hoffmann einen Preis von 18 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Die Gutachter waren vor allem auch deswegen aktiv, damit die Preise nicht unkontrolliert in den Himmel schießen. „Für Bauerwartungsland ist das ein fairer Preis“, findet der Ortsbürgermeister. Laut Hoffmann hätten schon einige Eigentümer signalisiert, ihr Flächen verkaufen zu wollen – „und zwar zu einem angemessenen Preis“. Jetzt wissen die Leute, was sie für ihr Land bekommen können.

Davon abgesehen hat die Gemeinde alle Eigentümer angeschrieben. Diese sollen möglichst mitteilen, was sie gedenken, mit ihrem Land anzustellen. Das wiederum ist auch für die geplante Erschließung des Geländes wichtig. Dazu sagt Hoffmann: „Der Vertrag mit Weber Consulting ist bereits unterzeichnet.“ Heißt: Das Neubaugebiet „Auf der Helden“ wird privat erschlossen. Das trifft auf alle Schritte des Verfahrens zu. Heißt auch: Die Gemeinde ist bei der Finanzierung des Vorhabens weitgehend außen vor. Lediglich, wenn sie eigene Grundstücke erwerben sollte, muss sie für die Erschließung dieser Flächen zahlen.

Die Entscheidung ist dem Rat sicher auch aus einem anderen Grund leicht gefallen. Immerhin hat das Unternehmen vor mehr als zehn Jahren bereits das Neubaugebiet im Ortsteil Wolfenacker für die Gemeinde erschlossen. Inzwischen ist es seit einiger Zeit bereits komplett vermarktet, hatte Hoffmann bereits zu einem früheren Zeitpunkt dargelegt. Nun erhoffen sich die Niederbreitbacher eine ähnliche Erfolgsgeschichte. Der Gemeinderat wird in der nächsten Sitzung Anfang 2018 den dafür benötigten Bebauungsplan auf den Weg bringen. Überhaupt liegt es im Bestreben der Gemeinde, im nächsten Jahr alles dafür zu tun, dass es grünes Licht für das Baugebiet gibt und ab Frühjahr 2019 erste Bauvorhaben umgesetzt werden können.

Das für die Genehmigung des Neubaugebietes nötige Lärmschutzgutachten hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beauftragt. Immerhin grenzt das gebiet an die L 257. Probleme erwartet der Ortsbürgermeister aber nicht. Für das Baugebiet „Auf dem Höttel“ genau gegenüber sind seinerzeit Lärmschutzwälle fällig geworden. „Das oder eine Lärmschutzwand könnten unter Umständen erneut vorgeschrieben werden“, vermutet Hoffmann.

Was im Hinblick auf mögliche Auflagen auf jeden Fall von Vorteil sein dürfte, ist der Umstand, dass wegen der nahen Grundschule an dem Streckenabschnitt ohnehin schon eine Tempo-30-Zone eingerichtet ist. Damit ist das Lärmaufkommen von der Landesstraße schon mal runtergeregelt.

Und über noch etwas haben Gemeindevertreter bereits mit den Zuständigen beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) gesprochen. Dazu Hoffmann: „Wenn die L 267 künftig beidseitig bebaut ist, kann der LBM das Ortsausgangsschild versetzen. Auch das würde beim Lärmschutzgutachten berücksichtigt, ist aber noch Zukunftsmusik“, so Hoffmann.

Von unserem Redakteur Ralf Grün

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