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Neuwied

Neuwieder Gartenmarkt: Tausende Menschen im Frühlingsfieber

Andrea Niebergall

Im Raiffeisenjahr war der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Heinrich Raiffeisen auch beim Neuwieder Gartenmarkt am Wochenende überall präsent. Seine Idee „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“ stand Pate für manch spannende Mitmachaktion, und es gab sogar Floristen, die Raiffeisen und seine Heimat Westerwald als Grundlage für die Standgestaltung herangezogen hatten. Zwei Tage lang schwelgte die Neuwieder Innenstadt mit Tausenden von Gästen im Frühlingsfieber.

Viele haben sich den Neuwieder Gartenmarkt vorgemerkt, um in der Innenstadt Pflanzen für den Garten oder den Balkon zu kaufen.  Foto: Jörg Niebergall
Viele haben sich den Neuwieder Gartenmarkt vorgemerkt, um in der Innenstadt Pflanzen für den Garten oder den Balkon zu kaufen.
Foto: Jörg Niebergall

Das Amt für Stadtmarketing und das Aktionsforum hatten zusammen mit rund 160 Standbetreibern ein echtes Eldorado für Gartenfans erschaffen und die ganze Langendorfer Straße in ein Blumen-, Blüten- und Pflanzenmeer verwandelt. Klar, wer frisches Grün für den Garten suchte, der konnte sich hier vor lauter Auswahl kaum retten. Sukkulenten und Bodendecker am laufenden Meter, mediterrane Sträucher wie Oleander und Olivenbaum, blühende Saisonschönheiten und sogar Schnittblumen buhlten um die Aufmerksamkeit der Menschen, die sich an beiden Tagen in dichten Strömen durch die Standgassen drängten.

Passende Deko zum Raiffeisenjahr

„Das Wetter ist super, es darf nur nicht heißer werden“, stellte Andrea Reiprich-Esch, Chefin von Blumen Reiprich aus Neuwied, fest. Sie hatte für ihren Stand ganz überraschend nicht auf Themen wie Mittelmeer oder moderne Floristik, japanische Gärten oder Farbkombinationen gesetzt, sondern stattdessen in bester Raiffeisenmanier Westerwälder Keramik als Deko für Schnittblumen, Sträuße und Gestecke gewählt. „Wir pflegen ja auch das Grab von Raiffeisen im Sohler Weg in Heddesdorf und fanden diese Deko für das Raiffeisenjahr passend“, erklärte die Floristin.

Eine Attraktion der anderen Sorte boten wie stets beim Gartenmarkt die Holländer, die mit toller Pflanzenqualität und großen Massen für Aufsehen sorgten. „Wir haben den Gartenmarkt deshalb immer fest im Kalender stehen: Dann statten wir uns mit neuen Pflanzen aus und gehen ganz gezielt immer hier zu diesem Händler“, erzählten Anneliese und Werner Hoppen aus Andernach.

Aussteller warteten mit wertvollen Tipps auf

Der Servicegedanken wurde bei den Ausstellern besonders großgeschrieben. Zu den Pflanzen gab es wertvolle Tipps zur Pflege oder zum Kombinieren, und in Sachen Technik durfte es auch gern mal eine ausführliche Beratung oder gar eine Terminvereinbarung für zuhause sein. „Ganz ehrlich? Ich empfehle Ihnen ungern hier jetzt einen bestimmten Rasenroboter. Da komme ich lieber nächste Woche vorbei und schaue mir das ganz unverbindlich vor Ort an. Dann weiß ich aber, dass das Modell wirklich zu Ihrem Garten passt und Sie hinterher zufrieden sind“, bot der Verkäufer am Stand von Gartenwelt Frey an.

Zwischen die Stände mit Pflanzen, Deko und Zubehör hatten die Marktplaner Genussinseln gesetzt: Mehrere Stände mit Leckereien, die sich perfekt ergänzten. Champagner und Edles für den Gaumen hier, deftige Speisen und Softdrinks dort, Gesundes, Veganes und Hippes ein Stück weiter. Damit stand dem Rundumerlebnis wirklich nichts mehr im Wege, hatten doch auch die Einzelhändler ihre Hausaufgaben gemacht und in den Geschäften in der Innenstadt die Gartenmarktidee mit Deko und Angeboten fortgeführt.

Vielfältiges Rahmenprogramm

Letztlich war es das Rahmenprogramm, das dem bunten Treiben in der Stadt die Krone aufsetzte: Der charmante Walking Act „Go Solo“, der mit überraschenden Tricks und Improvisationen unterhielt, ein Barfußpfad zum gefühlsmäßigen Naturerleben, Mosaikgestaltung nach Raiffeisenmotto für alle Kinder mit dem „kreARTiv“-Atelier am Mini-ZOB, ein „Pflanzendoktor“, das Glücksrad und die „Selfie-Aktion“ mit Raiffeisen sorgten für ganz viel Abwechslung im ohnehin kunterbunten Trubel. Und wer wollte, konnte bei alledem noch den kostenlosen Lagerungs- und Pflanzentransportservice der Stadt in Anspruch nehmen.

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