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    NeuwiedNeuwied: Altes Telekomgebäude wird Seniorenzentrum

    Wer von der Schlossstraße aus Richtung Hermannstraße geht, der kann schon von Weitem das große hellgelbe Gebäude sehen, das ehemals die Telekom beherbergte. Bald jedoch wir dort erst mal ein Loch klaffen. Der Investor, der das Haus und das dazugehörige Gelände 2015 erworben hat, plant dessen Abriss und will an Ort und Stelle ein Seniorenzentrum errichten. Das Investitionsvolumen liegt bei 14,5 Millionen Euro.

    Das alte Postdienstgebäude in der Hermannstraße steht seit vielen Jahren leer. Investor Günter Klockner (rechts) plant zusammen mit Architekt Guido Rörig den Neubau eines Seniorenzentruns. 
    Das alte Postdienstgebäude in der Hermannstraße steht seit vielen Jahren leer. Investor Günter Klockner (rechts) plant zusammen mit Architekt Guido Rörig den Neubau eines Seniorenzentruns. 
    Foto: Christina Nover

    Günter Klockner, der Geschäftsführer der eigens für das Vorhaben gegründeten Projektgesellschaft Seniorenzentrum Neuwied, erklärt, was die Neuwieder erwartet: „Wir planen die Errichtung einer vollstationären Pflegeeinrichtung mit 89 Einzelzimmern, 19 barrierefreien Wohnungen und einer Tagespflege für Senioren“. Klockner hat langjährige Erfahrung in diesem Segment: rund 40 Anlagen dieser Art hat er seinen Angaben zufolge schon gebaut.

    Auf das alte Postdienstgebäude, das schon seit rund zehn Jahren leer steht, ist Klockner über einen Makler aufmerksam geworden. „Wir suchen immer wieder nach guten Standorten für Seniorenzentren. Und hier gibt es alles, was sich die Bewohner wünschen – kurze Wege zur Kirche, zum Krankenhaus und zum Einkaufszentrum“, erklärt Klockner. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Gebäude bereits im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein.

    Ein Erhalt des Gebäudes sei nicht möglich gewesen, da im Vorfeld gravierende Witterungs- und altersbedingte Mängel an der Gebäudesubstanz festgestellt wurden, welche die Statik massiv beeinträchtigen. „Die Erdbebensicherheit ist nicht mehr gegeben“, erklärt Architekt Guido Rörig vom leitenden Architekturbüro FOR aus Puderbach. Das hatte bereits das Neuwieder Ingenieurbüro Müller festgestellt. Außerdem wäre auch eine energetische Sanierung im Bestand nicht möglich gewesen.

    Mit der Entkernung soll bereits in der nächsten Woche begonnen werden, die Rohbauarbeiten sind für Oktober angedacht – vorausgesetzt die Stadt genehmigt den eingereichten Bauantrag. Entstehen sollen dann in drei Gebäudeteilen rund 6600 Quadratmeter Nutzfläche. Die Bauherrn sind bemüht, den Baukörper und insbesondere die Fassade zur Hermannstraße soweit wie möglich zu konservieren, beziehungsweise wieder herzustellen. Unter anderem soll auch das Wappen in der Giebelseite gesichert und in der neuen Fassade integriert werden.

    „Wir sind uns der städtebaulichen Bedeutsamkeit der Fassade in ihrer ortsbildprägenden Erscheinung bewusst und arbeiten deshalb in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz“, berichtet Günter Klockner und verweist auf den sogenannten Mittelrisaliten, der von der Schlosstrasse aus gesehen sofort ins Auge fällt.

    Interessant ist bei dem Bauprojekt, dass es bereits einmal einen dritten Gebäudeteil gab, der im Zuge von Umbauarbeiten im Jahr 1964 errichtet wurde, aber vor einigen Jahren zurückgebaut worden ist. „Wir bauen quasi so, wie es schon einmal war“, sagt Klockner. Wichtig ist ihm auch zu betonen, dass die schlüsselfertige Erstellung durch die Einzelvergabe an örtliche Handwerksbetriebe erfolgt und nicht durch einen Generalunternehmer. „Es sollen hiesige Firmen Berücksichtigung finden.“

    Mit einem Betreiber für das Seniorenzentrum befindet sich der Investor in den letzten Verhandlungen. Bereits in dieser Woche soll die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt werden. Klockner verrät nur so viel: „Es handelt sich um ein Unternehmen mit viel Erfahrung, das bereits eine andere Einrichtung in Neuwied betreibt.“ Rund 80 Arbeitsplätze sollen entstehen.

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

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    Monate Bauzeit wurden für den Bau des neuen Seniorenzentrums in Neuwied kalkuliert. Im Frühjahr 2019 könnte es schon fertig sein.

       

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