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Neuwied

Neugestaltung Marktplatz: Ich tu's legt Vorschlag vor

Beim Treff der Bürgerliste „Ich tu's“ im Rahmen des monatlich stattfindenden Bürgergesprächs mit interessierten Neuwiedern ist die Neugestaltung des Marktplatzes diskutiert worden. Bereits in den zwei Monaten davor gab es intensiven Austausch über die Möglichkeiten der Gestaltung, die Verkehrsberuhigung sowie den Erhalt von Parkplätzen.

Diplom-ingenieur Rolf Hirth brachte die Ideen der Teilnehmer des Bürgergesprächs für den Marktplatz auf Papier.  Foto: Bürgerliste Ich tu's
Diplom-ingenieur Rolf Hirth brachte die Ideen der Teilnehmer des Bürgergesprächs für den Marktplatz auf Papier.
Foto: Bürgerliste Ich tu's

Diplom-Ingenieur Rolf Hirth brachte die Ideen der Mittwochsgruppe nun zu Papier. Inspiriert dazu wurde er durch eine Luftaufnahme der Rhein-Zeitung, die den Marktplatz im jetzigen Zustand zeigte. „Ich habe die Perspektive übernommen und unsere Vorschläge eingearbeitet, damit ein guter Vorher-Nachher-Vergleich möglich ist“, sagte er. Grünzüge und Blumen sind zur besseren Übersicht nur angedeutet.

Die Anwesenden waren sich einig, dass der Marktplatz zu einem Park mit hoher Aufenthaltsqualität, Sitzplätzen im Grünen, Gastronomie in Anbindung an die bestehenden Gastwirtschaften, Boulebahnen, einem Kinderspielplatz, Wasserspielen und eventuell Bewegungsgeräten umgebaut werden sollte. Der Vorplatz der Marktkirche müsse vergrößert werden und könne dann auch als Plattform für Veranstaltungen dienen. Die Niveauangleichung nutzte Hirth zur Unterbringung und Kaschierung der öffentlichen Toiletten.

Parkplätze unter die Erde verlegen

Wie schon bei der Onlinebefragung und der Veranstaltung der Stadt deutlich geworden, wollten auch die Teilnehmer der Bürgergespräche nicht auf Parkplätze verzichten. Allerdings waren alle dafür, die Blechlawinen unter die Erde zu verbannen. Hirth stellte seine Vision einer Tiefgarage vor. „Der hochwasserunabhängige Bau stellt heute kein Problem mehr dar“, erklärte er. Auch Stadträtin Jutta Etscheidt als Initiatorin der Bürgergespräche wies auf die einmalige Gelegenheit hin, die sich mit der Neugestaltung eröffnet. „Wir könnten alle Parkplätze erhalten und gleichzeitig die Attraktivität und die Größe des Platzes verbessern. Die Mehrkosten müssen natürlich überschaubar bleiben, sind aber eine gute Investition in die Infrastruktur der Innenstadt, was unsere dortigen Gewerbetreibenden sicher zu schätzen wissen. Wir haben schon beim Luisenplatz die Chance verpasst, die bereits geplante Tiefgarage in die Tat umzusetzen“, erinnert die Stadträtin und nennt als positives Beispiel den Görresplatz in Koblenz.

Sollte die Idee einer Tiefgarage nicht umsetzbar sein, kämen Parkboxen im Bereich Pfarr-, Kirch- und Marktstraße infrage. Durch Parkplatzsuchende und Ein- und Ausparkende würde es allerdings zu einer ständigen Beunruhigung des Platzes mit erhöhten Abgaskonzentrationen kommen. Eine Verkehrsberuhigung vor allem im Bereich der Kirchstraße sahen alle Teilnehmer als unabdingbar an. Dazu sollte nicht nur die Kirchstraße geschlossen und der Verkehr über Markt- und Engerserstraße Richtung Brücke geleitet, sondern am besten der Schleichweg zur anderen Rheinseite komplett unterbunden werden.

Stoßzeitenbedingte Sperrung der La-Porte-Unterführung

Fred Kutscher schlug eine stoßzeitenbedingte Sperrung der La-Porte-Unterführung vor. Etscheidt berichtete von uhrzeitabhängigen Einbahnstraßenregelungen in anderen Städten und erinnerte daran, dass sowohl die Umgehungs- als auch die Schnellstraße als Verbindung zur Brücke vorgesehen sind. Die Teilnehmer der Bürgergespräche sehen ihre Vorschläge als Anregung für die Beratungsrunden.

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